Flughafenfeuerwehr Brandsimulationsanlage Ein Flugzeug in zwei Containern

Zwei 40-Fuß-Container bilden das Kernstück der neuen Übungsanlage der Flughafenfeuerwehr Hamburg. Diese sind im Aufbau einem Flugzeug nachempfunden, wodurch nahezu jede denkbare Notfallsituation trainiert werden kann – ob Cockpitbrand oder ein Feuer in den Sitzreihen.

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Realistischer Brandsimulator für die Flughafenfeuerwehr

Simulation verschiedener Brandszenarien

Die Flughafenfeuerwehr des Hamburg Airport verfügt seit Mai 2016 über ein hochmodernes Übungszentrum. Mit dem neuen Trainingsumfeld können sich die Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr noch besser auf potentielle Notfälle vorbereiten. Kernpunkt der neuen Übungsanlage sind zwei 40-Fuß-Container, die im Aufbau einem Flugzeug nachempfunden sind – mit Flugzeugtüren, Sitzreihen, Bordküche, Toiletten, Fahrwerk und Triebwerken. So kann ein Cockpit- oder Triebwerksbrand ebenso trainiert werden wie ein Feuer im Bereich der Gepäckfächer. Um dabei weit sichtbare Rauchfahnen zu vermeiden, wird als Brennstoff unter anderem Propangas verwendet, das rückstandslos und ohne Rauchentwicklung verbrennt.

Flexibles Training

Mit dem neuen Übungszentrum hat sich die Hamburger Flughafenfeuerwehr ein großes Stück Flexibilität im eigenen Trainingsrhythmus geschaffen, denn bisher waren die Hamburger auf ihre Frankfurter Kollegen angewiesen und mussten auf die Simulationsanlage der Feuerwehr des Fraport ausweichen. Die eigene Simulationsanlage der Hamburger Flughafenfeuerwehr entspricht ebenfalls allen Anforderungen der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO. Diese richten sich nach dem jeweils größten Flugzeug, das einen Flughafen anfliegt. Da den Flughafen in Fuhlsbüttel auch die größten Maschinen wie der Airbus A380 als Ausweichflughafen nutzen, sollte die Landebahn im Airbus-Werk in Finkenwerder einmal nicht angeflogen werden können, gilt für den Flughafen Hamburg die höchste ICAO-Brandschutzkategorie.

Investition in die Flughafenfeuerwehr

Die Kosten für die neue Übungsanlage belaufen sich auf rund 500.000 Euro und sind Teil der Investitionen in die Erweiterung der Anlagen der Flughafenfeuerwehr. Dabei wird ein weiteres, 700 Quadratmeter großes Gebäude errichtet, das Platz für vier Fahrzeuge, eine moderne Einsatzleitstelle sowie verschiedene Aufenthaltsräume und Werkstätten bietet. Insgesamt investiert der Hamburg Airport 7,5 Millionen Euro in den Ausbau der Feuerwehr-Anlagen.

Ein Flugzeug in zwei Containern
Zwei 40-Fuß-Container bilden das Kernstück der neuen Übungsanlage der Flughafenfeuerwehr Hamburg. Diese sind im Aufbau einem Flugzeug nachempfunden, wodurch nahezu jede denkbare Notfallsituation trainiert werden kann – ob Cockpitbrand oder ein Feuer in den Sitzreihen.
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