Behörde für Umwelt und Energie

Förderung Hohe Zuschüsse für Schallschutzmaßnahmen

Im Rahmen des Lärmaktionsplans werden Lärmschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität an stark belasteten Straßen in Hamburg gefördert.  Eigentümer können für sich oder ihre Mieter wirksame Maßnahmen ergreifen.

Umweltbehörde fördert Schallschutz-Maßnahmen

Die Behörde für Umwelt und Energie vergibt insgesamt 6,4 Millionen Euro für passiven Lärmschutz an Wohngebäuden mit starker Lärmbelastung an besonders verkehrsreichen Straßen. Im Rahmen des Lärmaktionsplanes ist die unkompliziert bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) zu beantragende Förderung gedacht für Lärmschutz-Maßnahmen im Wohnbereich, die kurzfristig wirken.
Mit dieser Förderrichtlinie soll ein finanzieller Anreiz für Grundeigentümer und Bauherrn für Planung und Durchführung geeigneter passiver Lärmschutzmaßnahmen geschaffen werden.

Umweltsenator Jens Kerstan: „In Hamburg sind 120.000 Menschen tagsüber durch Straßenverkehr Lautstärken von über 65 dB ausgesetzt. Nachts sind es sogar 133.000 Menschen, die von Lautstärken über 55 dB betroffen sind. Das sind Lautstärke-Pegel, deren Überschreitung uns zum Handeln verpflichten, weil die Gesundheit der Anwohnerinnen und Anwohner dieser Straßen durch den Lärm gesundheitlich gefährdet sein können. Um den Kreis der Menschen zu erhöhen, die von dem Förderprogramm profitieren, haben wir die Schwelle tagsüber von 70 auf 65 dB und nachts von 60 auf 55 dB gesenkt. Das erhöht den Kreis derer, die sich auf die Lärmschutz-Maßnahmen berufen können um 89.000 Menschen.“

Wer kann Anträge stellen?
Antragsberechtigt sind Grundeigentümer oder sonstige Verfügungsberechtigte (z. B. Erbbauberechtigte) von :

  • vermieteten Mehrfamilienhäusern und
  • Wohnungseigentümergemeinschaften.
  • selbst genutztem Wohneigentum (Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern).

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Nach diesem Programm werden nicht rückzahlbare Zuschüsse für die Herstellung von Schallschutzmaßnahmen an Wohngebäuden mit für zum dauerhaften Aufenthalt bestimmten Räumen (Aufenthaltsräume) und Schallschutzmaßnahmen auf dem Grundstück gewährt. Aufenthaltsräume sind Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und so genannte Wohnküchen. Bei Wohnküchen muss die Wohnfläche mindestens 12 m² betragen.

Förderfähige Maßnahmen sind:

  • der Einbau von Kastenfenstern
  • der Einbau von Prallscheiben vor den Fenstern
  • die Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
  • ie Veränderung der Erschließungsformen zum Zwecke des Lärmschutzes, z.B. vorgesetzte Laubengänge
  • die Veränderung bestehender Wohnungsgrundrisse zum Zwecke des Lärmschutzes
  • Lückenschlüsse durch Schallschutzwände z.B. als lärmtechnisch wirksame Verbindungsbauteile zwischen zwei Bestandsbauten auf dem Grundstück
  • Bei Ergänzungsbauten, die lärmtechnisch wirksamen Verbindungsteile zwischen neuer Schallschutzbebauung (Ergänzungsbauten) und Bestand auf dem Grundstück.

Gefördert wird aber auch der Einbau von klassischen schalldämmenden Fenstern und Außentüren sowie von Rollladenkästen oder vergleichbaren schalldämmenden Maßnahmen (z.B. Schiebeläden). Zu den geförderten Schallschutzmaßnahmen gehört auch der Einbau von schallgedämmten Lüftungsanlagen in Schlaf- und Kinderzimmern.

Die Stadt übernimmt für die oft teuren Schallschutzmaßnahmen in Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer und Wohnküchen (ab 12 m²) zwischen 65 Prozent und 75 Prozent der Kosten. Wie groß der Bedarf an diesen Zuschüssen ist, belegt die Tatsache, dass die vom Senat 2009 bewilligten fünf Millionen Euro allein für Schallschutzfenster bis 2011 voll abgeflossen waren. Jetzt sind die baulichen Möglichkeiten sehr viel weiter ausgedehnt. Hierzu gehören neuerdings auch Lückenschlüsse durch Schallschutzwände die zwei Gebäude miteinander verbinden, dass künftig auch Innenbereiche geschützt werden.

Weitere Beispiele:
• 500,– Euro je m² Fensterfläche bei Kastenfenstern
• 200,- Euro je m² Fläche der Prallscheiben
• 300,- Euro je m² Verglasung von bestehenden offenen Balkonen und Loggien
• 450,- Euro je m² Fenster- und Türfläche
• 400-950,- Euro je Lüftungseinrichtung mit Wärmerückgewinnung
• 350,- Euro je Rollladenkasten

Wo erhalte ich nähere Informationen und kann die Förderung beantragen?
Die IFB Hamburg berät Sie bei allen Fragen zur Förderung und begleitet Sie beim Antragsverfahren. Die Förderrichtlinie, Informationen und Formulare finden Sie unter www.ifbhh.de/schallschutz/

Hamburgische Investitions- und Förderbank
Besenbinderhof 31
20097 Hamburg
Tel. 040/248 46-385 Fax 040/248 46-432
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