Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Newsletter Forum Flüchtlingshilfe Aktuelle Nachrichten aus dem Forum Flüchtlingshilfe

Mit dem Newsletter Forum Flüchtlingshilfe der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration erhalten Sie aktuelle Informationen aus dem Forum Flüchtlingshilfe und der Arbeit der Dialogforen.

Newsletter Forum Flüchtlingshilfe

Der Newsletter richtet sich insbesondere an ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer. Gerne nehmen wir auch alle weiteren Interessierten in den Verteiler auf.

Der Bezug ist kostenlos, die Abbestellung jederzeit möglich.
Newsletter Forum Flüchtlingshilfe Ausgabe 01, Februar 2016

Rund 2000 Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer bei der Auftaktveranstaltung zum Forum Flüchtlingshilfe

Fast sechs Stunden lang war die Fischauktionshalle am 18. Dezember 2015 ein Ort für Austausch und Vernetzung von ehrenamtlich Engagierten, Initiativen und Organisationen der Flüchtlingshilfe sowie Multiplikatoren aus Verwaltung und Politik.

Geboten wurden Mini-Workshops zu den Themen der im Frühjahr dieses Jahres startenden Fortbildungsreihe für ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer . In drei Gesprächskreisen wurden zudem die ersten geplanten Dialogforen zu den Themen Ausbildung und Arbeit, Sprache und Schutz von Frauen vor Gewalt eingeführt.

Im Plenum als dem zentralen Teil der Veranstaltung wurde das Forum Flüchtlingshilfe von Staatsrat Jan Pörksen erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation (460 KB) seines Vortrages kann auf der Internetseite (http://www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe/) heruntergeladen werden.

Bürgermeister Olaf Scholz bedankte sich in seinem Grußwort für das große Engagement: „In Deutschland war 2015 vor allem das Jahr der Flüchtlingshilfe. Sie haben das fantastisch gemacht“, sagte der Erste Bürgermeister. „Angesichts der Leistungen, die wir allein in Hamburg sehen, ist das Wort Flüchtlingshilfe fast zu klein. Man könnte auch von einer neuen Bewegung sprechen. Die Flüchtlingshilfe ist eine soziale Bewegung. 2015 ist eine Bewegung durch Deutschland gegangen, die das Land bereits verändert hat.“

Im Anschluss unternahm der Erste Bürgermeister einen Rundgang über den „Markt der Möglichkeiten“, der mit rund 90 Ständen und fast 100 Initiativen und Einrichtungen ein bunt gemischtes Kaleidoskop der Flüchtlingshilfe in Hambur bot. Erstmalig wurde hier an einem Ort die Möglichkeit geboten, sich über die ganz unterschiedlichen Formen des Engagements und der Angebote zu informieren. (Liste Marktteilnehmer 300 KB)
Neben dem breiten Angebot an Information war es vor allem die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen, die den Markt durchgängig zum lebendigen Ort der Vernetzung machte.

Auf dem Aussengelände konnten die Besucherinnen und Besucher den Prototyp einer zur Wohneinheit „RETREAT“ umgebauten Container-Wechselbrücke und ein DOMO-Zelt von More than Shelters besichtigen, wie es in den ZEAs z.B. für die Kinderbetreuung genutzt wird.
Hanseatic Help hatte einen HVV-Bus als Spendenannahmestelle organisiert und die Kleiderkammer Messehallen kurzerhand vor die Fischauktionshalle verlegt.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums ergriffen die Gelegenheit, am Infostand mit Vertreterinnen und Vertretern der Bezirke über die aktuellen Entwicklungen in ihrem Stadtteil zu sprechen. Auch Staatsrat Pörksen stand für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Wer noch einen Wunsch an das Forum Flüchtlingshilfe hatte, Kritik äußern oder eine Anregung geben wollte, konnte seine Botschaft auf Feedback-Karten schreiben.
Insgesamt wurden rund 350 Feedback-Karten ausgefüllt und an die Pin-Wände geheftet. Neben prägnanten politischen Forderungen gab es viele Anregungen für die weitere Arbeit des Forums, die nun den Dialogforen vermittelt werden.

Fortbildungsangebote für ehrenamtliche Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer

Sehr deutlich wurde der Wunsch der Ehrenamtlichen nach größerer Wertschätzung und Unterstützung bei der Bewältigung ihrer mit hohem Engagement geleisteten Aufgaben. Dazu gehören auch Fortbildungsangebote, wie sie auf dem Forum bereits vorgestellt und als Veranstaltungsreihe angekündigt wurden. Für das laufende Jahr ist eine Fortbildungsreihe zu fünf verschiedenen Themen aufgelegt. Die Teilnahme ist kostenlos. Ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer der Geflüchteten können sich ab sofort im Internet zur Teilnahme anmelden. Weitere Fortbildungsangebote finden Sie auf den Seiten der AKTIVOLI-Freiwilligenakademie.

Einhelliger Tenor unter den Gästen und Mitwirkenden war: Solch eine Veranstaltung muss es unbedingt wieder geben.

Die gute Nachricht: Auch 2016 wird eine große, zentrale Veranstaltung stattfinden. Die Vorplanungen haben bereits begonnen.

Einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung bekommen Sie hier.

Die ersten Dialogforen nehmen die Arbeit auf

Unter dem Dach des Forum Flüchtlingshilfe werden zu unterschiedlichen Themen fachliche Dialogforen eingerichtet, in denen Engagierte und Initiativen die Flüchtlingshilfe gemeinsam mit institutionellen Akteuren und Experten weiterentwickeln.

In die Arbeit der jeweiligen Dialogforen fließen die Erfahrungen und Anregungen aus der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen ein. Die Foren stellen den ehrenamtlich Engagierten fachliches Wissen der Behörden, Institutionen und Experten für ihre Flüchtlingsarbeit zur Verfügung und unterstützen den themenbezogenen Austausch unter den Helfenden.

Darüber hinaus können die Dialogforen bedarfsgerechte neue Einsatzprofile für freiwilliges Engagement in der Flüchtlingshilfe entwickeln und entsprechende Qualifizierungen konzipieren.

Jedes Forum hat eine eigene fachliche Leitung und somit als „Gesichter“ der Foren verbindliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Die ersten Dialogforen zu den Themen Arbeit und Ausbildung, Sprache, Schutz von Frauen vor Gewalt, Sport sowie Kommunikation nehmen ihre Arbeit bereits auf. Alle freiwilligen Flüchtlingshelferinnen und Flüchtlingshelfer sind herzlich eingeladen, sich mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an dem Dialog zu beteiligen.

Auf den Seiten der Foren finden Sie alle Themen, Termine, Arbeitsergebnisse und Kontakte.

Link: http://www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe/4871616/dialogforum-eingang/

Engagementforum F plus tagt erstmals im Mai

Im Rahmen der Entwicklung der Engagementstrategie 2020 wurde das sogenannte Engagementforum einberufen. Das Engagementforum setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller für das freiwillige Engagement relevanten gesellschaftlichen Sektoren zusammen:

Staat (Stadt- und Bezirksverwaltung), Zivilgesellschaft (AKTIVOLI-Landesnetzwerk, Verbände, Netzwerke bedeutender Engagementbereiche, Stiftungen) und Wirtschaft (Kammern und Unternehmen).

Das Engagementforum trifft sich seit 2013 zweimal im Jahr und hat die Aufgabe, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Engagementstrategie zu beraten. Auf seiner Sitzung im Dezember 2015 wurde beschlossen, dass das Engagementforum zukünftig einmal im Jahr um Vertreterinnen und Vertretern von Flüchtlingsinitiativen zum Engagementforum F plus erweitert wird. Mitte/Ende Mai wird das Engagementforum F plus voraussichtlich im Rahmen einer Fachtagung erstmalig zusammenkommen. Die Flüchtlingsinitiativen werden baldmöglichst zu diesem Termin eingeladen.

Weitere informationen unter:

Internetseite des freiwilligen Engagements: http://www.hamburg.de/engagement/
Engagementstrategie 2020: http://www.hamburg.de/freiwilligenstrategie-2020/
Engagementforum: http://www.hamburg.de/freiwilligenstrategie-2020/4036586/engagementforum/

Haftpflichtversicherung für freiwillig Engagierte

Wenn freiwillig Engagierte in Ausübung ihrer freiwilligen Tätigkeit einen Haftungsschaden verursachen und sie keinen anderweitigen Versicherungsschutz genießen -wie z.B. eine persönliche Haftpflichtversicherung - tritt unter bestimmten Rahmenbedingungen die Sammelhaftpflichtversicherung der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) ein. Diese soll insbesondere freiwillig Engagierte absichern, die in rechtlich unselbständigen Strukturen wie Initiativen und Gruppen aktiv sind, wenn kein anderer Versicherungsschutz greift.

Findet das Engagement in einer rechtlich selbständigen Struktur, wie z.B. einer vereinsmäßig organisierten Initiative statt, ist der Verein selbst schadensersatzpflichtig. Hier wirkt die Sammelhaftpflichtversicherung nur als Auffanglösung für die freiwillig Engagierten persönlich, wenn der Verein nicht ausreichend vorgesorgt haben sollte. Leistet die Haftpflichtversicherung der FHH, so erwirbt diese gegebenenfalls einen Regressanspruch gegen den betreffenden Verein. Vereine sind also gut beraten, eine Vereinshaftpflichtversicherung abzuschließen, die nicht nur ihre Vereinsmitglieder,sondern auch die für sie ehrenamtlich engagierten Unterstützerinnen und Unterstützer einbezieht. Auch Initiativen sollten sich über einen geeigneten Versicherungsschutz informieren.

Weitere Informationen unter:

http://www.hamburg.de/versicherungsschutz/115950/haftpflichtversicherung/

Aktuelle Zahlen

Im Januar 2016 sind insgesamt 4.044 geflüchtete Menschen nach Hamburg gekommen, von denen 2.334 Schutzsuchende für die Dauer ihres Asylverfahrens der Hansestadt zugewiesen wurden. 1.556 Menschen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Der Unterbringungsbedarf liegt gegenüber dem Vorjahresmonat nach wie vor auf hohem Niveau. 2.022 Menschen waren auf eine öffentliche Unterkunft angewiesen. Die im Januar 2016 Hamburg zugewiesenen Personen stammen u.a. aus Afghanistan (571), Syrien (682), dem Irak (162), dem Iran (593) und aus Eritrea (93).

Ende Januar 2016 gab es rund 21.000 Plätze an 38 Standorten der Zentralen Erstaufnahme. In den 94 Folgeunterkünften wurden nach derzeitigen Berechnungen im letzten Monat rund 350 Plätze neu geschaffen.

Die Übersicht der aktuellen Entwicklung finden Sie auf www.hamburg.de/fluechtlinge.


Impressum / Abo bearbeiten

Herausgeber: Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Hamburg
Redaktion: Doris Kersten, Florian Giertzuch, Marcel Schweitzer, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Realisierung: Florian Giertzuch (verantwortlich gemäß MDStV)
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
Tel. (040) 428 63 - 33 95
E-Mail: forumfluechtlingshilfe@basfi.hamburg.de
Homepage: www.hamburg.de/forum-fluechtlingshilfe/
Der Bezug dieses Newsletters ist kostenlos. Sie können den Newsletter jederzeit bestellen oder abbestellen. Bitte senden Sie eine E-Mail an: forumfluechtlingshilfe@basfi.hamburg.de

Hinweis zum Datenschutz

Downloads