Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Übersicht Was ist „Guter Start für Hamburgs Kinder“?

Ein Kind zu bekommen bedeutet, dass sich vieles im Leben verändert. Es bedeutet, Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen. Die Freude auf das Kind und auf das Leben als Familie ist meist riesengroß

Guter Start für Hamburgs Kinder

vergrößern Fragezeichen (Bild: ediathome / pixelio.de) Was aber tun, wenn es in der Schwangerschaft oder nach der Geburt des Kindes nicht so läuft wie erwartet?

Wie kann man sich bei der Bewältigung des Alltags mit einem Neugeborenen helfen lassen, zum Beispiel wenn keine private Unterstützung vorhanden ist?

Wen ohne Scham ansprechen, wenn man als Mutter oder Vater einfach nicht mehr weiter weiß?

Das Konzept

Die Antwort lautet „Guter Start für Hamburgs Kinder“ - ein eng miteinander arbeitendes Netzwerk in jedem Stadtteil, in dem Fachleute aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich zum Wohle von Kind und Eltern an einem Strang ziehen.

Gemeinsam auf partnerschaftlicher Basis mit speziell geschulten Expertinnen schwierige Situationen meistern und Lösungen finden: Das ist die Idee, mit der Hamburg die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ umsetzt.

Ziel ist es, Hamburger Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen und ihren Eltern den Zugang zu Hilfeangeboten zu erleichtern, bevor kleine Schwierigkeiten zu großen Problemen werden.

Alle Kinder, in welcher Familie oder in welchem Hamburger Stadtteil sie auch leben, sollen die gleichen Entwicklungschancen bekommen.

Drei Säulen

„Guter Start für Hamburgs Kinder“ hat drei Säulen, die von Anfang an gute Voraussetzungen für ein gesundes und sicheres Aufwachsen schaffen:

Babylotsen Hamburg

Wenn sich Anhaltspunkte für Probleme und Belastungen rund um die Geburt ergeben, sind die „Babylotsen Hamburg“ in den Hamburger Geburtskliniken und Geburtshäusern die ersten Ansprechpartnerinnen für die Mutter.

Sie klären in einem persönlichen Gespräch, ob die Familie in der ersten gemeinsamen Zeit mit dem Kind eine Unterstützung braucht und welche Hilfe für sie die richtige ist. Wenn die Eltern es wünschen, vermitteln die Babylotsen ihnen dann das passgenaue Hilfeangebot im Stadtteil.

Familienteams

Regionale Familienteams (PDF, 250 KB) sind vor und nach der Geburt bis zum dritten Lebensjahr des Kindes im Bedarfsfall und auf Wunsch wohnortnahe Anlaufstellen für Familien.

Die Teams aus Familienhebammen, Sozialpädagoginnen und Familien- Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen mit ihrem großen Erfahrungsschatz und ihrer Kompetenz bieten fachkundige Hilfe in allen Fragen rund um das Aufwachsen des Kindes.

Sie begleiten die Familie, wenn es erforderlich ist und leiten sie mit Zustimmung der Eltern bei Bedarf an weitere unterstützende Stellen aus dem regionalen Netzwerk weiter.

Der Vorteil dieser Familienteams: Sie kennen sich im Stadtteil aus und arbeiten wohnortnah – das ist gut für kurze Wege und ein vertrauensvolles Miteinander auf persönlicher Ebene.

Regionale Netzwerke

Der dritte Baustein sind die regionalen Netzwerke im Stadtteil. Hier arbeiten die Familienteams zusammen mit Schwangerenberatungsstellen, Mütterberatung (die Adressen finden Sie auch in den Bezirks-Faltblättern "Beratung und Unterstützung für Familien"), Eltern-Kind-Zentren, Elternschulen, FamilienbildungsstättenFrühförderstellen, Hebammen, Ärztinnen und Ärzten und weiteren Fachleuten aus dem Wohnquartier.

Mit ihren unterschiedlichen und vielfältigen Angeboten tragen sie dazu bei, eine belastende familiäre Situation möglichst von vornherein zu vermeiden oder zu entschärfen. Die regionalen Netzwerke stehen für eine umfassende Begleitung und Hilfestellung.

In jedem der sieben Hamburger Bezirksämter organisiert eine Netzwerkkoordinatorin bzw. ein Netzwerkkoordinator das Zusammenwirken der regionalen Netzwerke.