Senatskanzlei

Treffen der Außenminister Steinmeier: Hamburg steht für Vielfalt und Toleranz

Mit einer Pressekonferenz von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Freitag nachmittag der OSZE-Ministerrat in der Messehalle zu Ende gegangen. "Wir haben turbulente Zeiten hinter uns, ein Jahr mit reichlich politischem Seegang", sagte der Außenminister.

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Steinmeier: Hamburg steht für Vielfalt und Toleranz

Steinmeier dankte während seiner Abschlusspressekonferenz den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt für ihre Gastfreundschaft. "Wir haben uns hier alle sehr wohl gefühlt", sagte er im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen. 

50 Außenminister berieten zwei Tage über Sicherheitsfragen in Europa. Die Wahl des Tagungsortes Hamburg war mit Bedacht gewählt. Hamburg stehe für Weltoffenheit, Toleranz und Vielfalt. "Möge der Geist der Stadt die Beratungen beflügeln", hatte der Bundesaußenminister zum Auftakt sich gewünscht. Auch wenn der Gipfel ohne konkrete Ergebnisse geblieben sei, sei es gut, den Dialog miteinander geführt zu haben: "Solange Politik von Menschen gemacht wird, ist es unverzichtbar zusammenzukommen". Der Gipfel habe gezeigt, dass wieder mehr Vertrauen unter den Staaten aufgebaut werden müsse. 

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz zog ein positives Fazit über den Ablauf der zwei Gipfeltage. Die Stadt habe sich einmal mehr als Austragungsort für große Veranstaltungen bewährt. Hamburg sei eine weltoffene Stadt, nach ihrer Verfassung verpflicht, für den Frieden zu sorgen. Es sei positiv, dass Außenministerinnen und Außenminister über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa geredet hätten. "Sowas brauchen wir in dieser Zeit und gut, dass es hier stattfindet", sagte der Bürgermeister.

Frank-Walter Steinmeier lobte die Stadt Hamburg und die Polizei. "Hamburg ist in der Lage, mit solchen Großveranstaltungen umzugehen", erklärte er. Er dankte dem zuständigen Einsatzleiter der Polizei und allen Bundesländern, die Polizeikräfte abgestellt hatten. 

Am Donnerstag Abend waren die Außenminister der OSZE-Staaten zu einem Abendessen ins Rathaus gekommen. Staatsrat Wolfgang Schmidt begrüßte die Gäste und verwies auf die Schönheit Hamburgs. "Sie sind alle jederzeit herzlich in Hamburg willkommen", sagte er an die Adresse der Gäste. Auf der Speisekarte für die Minister standen regionale Spezialitäten. Dazu zählten Hamburger Krabbensuppe und Holsteiner Kartoffelsuppe, Aalrauchmatjes und Ostseelachsfilet mit Hummersauce sowie Rote Grütze. 

Der deutsche Außenminister ist amtierender OSZE-Vorsitzender. Deutschland gibt den Vorsitz nach zwölf Monaten zum Jahreswechsel an Österreich ab.