11 Geheimtipps für den Juni Sommerzeit!

Lakritz in Hülle und Fülle, Seemannsschätze aus aller Welt und ein Geisterspielplatz in Hoheluft, mit unseren Geheimtipps genießen Sie den Start in den Hamburger Sommer - egal ob Schmuddelwedda oder strahlender Sonnenschein. 

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11 Geheimtipps für den Juni in Hamburg

Von Lakritz und Salmiak

Kulinarischer Tipp, Shopping-Tipp: Auch abseits von Sternschanze, St. Pauli und Eimsbüttel kann man wahre Schätze entdecken. Der Süshi-Express in Dulsberg behauptet von sich selbst zwar nicht das exklusivste Lakritzgeschäft Deutschlands zu sein. Doch trotz aller hanseatischer Bescheidenheit lässt sich verlauten, dass das Geschäft über 700 Variationen von Lakritz und Salmiak führt und diese neben dem Shop in der Straßburger Straße auch online vertreibt. Ausgefallene Lakritzspezialitäten aus Skandinavien, Holland, Spanien, Belgien, Island, Deutschland und Spanien sind ebenso Teil des Sortiments wie eigene Lakritz-Sorten, Pralinen, Fudges, Marmeladen und mehr. Diese stellt das Team selbst her oder lässt sie von kleinen Manufakturen produzieren. 

Stadtteilgeschichte hautnah

Ausflugstipp mit Geschichte: Von A wie Alsterdorf bis W wie Wilhelmsburg, wer Stadtgeschichte auch fernab der meistbesuchten Stadtteile erleben möchte, sollte einmal eine Führung mit den Hamburger Geschichtswerkstätten mitmachen. Es geht durch den ehemaligen Reformgarten der Familie l'Aigle in Eppendorf, an der Alster-Wasserkraftanlage in Fuhlsbüttel vorbei oder mit der Barkasse durch die Kanäle von Hamm und Hammerbrook. Fast jeden Tag im Jahr gibt es eine spannende Stadtteiltour. Ehrenamtliche der Hamburger Geschichtswerkstätten arbeiten die Geschichte der Stadtteile auf und sorgen mit diesen Führungen dafür, dass sie lebendig bleibt.

Zeitlos und fair

Shopping-Tipp: Immer wieder hört man von den extrem umweltschädigenden Bedingungen, unter denen Leder und Lederprodukte hergestellt werden. Grausame Tiertransporte, Gerbung mit giftigen Chemikalien ohne jeglichen Arbeitsschutz in den Produktionsstätten, prekäre Arbeitsverhältnisse bei der Verarbeitung von Lederprodukten, all das muss eben nicht sein, dachten sich Nadine und Yannick, als sie 2016 ihr Label NOY gründeten. NOY hat sich auf die Fahne geschrieben sozial, fair und ökologisch zu handeln, um Mensch, Tier und Umwelt so wenig wie möglich zu schaden. Dabei herausgekommen sind zeitlose Taschen, Purses und Portemonnaies. Artgerechte Tierhaltung, vegetabile Gerbung und faire Arbeitsbedingungen stehen neben dem Design, das aus Hamburg kommt, besonders im Fokus. Alle Produkte sind werden in Deutschland handgefertigt. Kaufen kann man die Produkte bei verschiedenen Händlern in Hamburg und Deutschland. 

Zurück in die 60er Jahre

Bar-Tipp: Wo früher die Partygänger bei schummrigen Licht im Golem tanzten, wird heute Gästen eine Mischung aus Club und Bar geboten. Das Fitzgerald am Fischmarkt punktet mit einer stilechten Einrichtung der 60er Jahre, vielen Pflanzen und einer besonderen Barkarte, die auf 44 Seiten mit unzähligen exotischen Cocktails und Ginsorten beeindruckt und sicher für jeden Geschmack etwas bereithält. Während von Mittwoch bis Samstag die Bar ab 18 Uhr öffnet, heißt es am Freitag und Samstag ab 23 Uhr tanzen zu Funk, Italo Pop, 80ern und 90ern. Nicht nur die Grenzen zwischen Club und Bar verschwimmen im Fitzgerald. Mit regelmäßigen Filmvorstellungen werden auch in dieser Hinsicht starre Raumnutzungskonzepte aufgeweicht. 

Südamerikanisch am Spritzenplatz

Kulinarischer Tipp: Dass südamerikanische Küche ihren Platz in der Hamburger Gastro-Szene gefunden hat, ist wohl auch dem Maria Magdalena mit zu verdanken. Was als Pop-up-Restaurant begann, hat inzwischen eine vorübergehende Heimat bis Anfang 2019 am Spritzenplatz in Ottensen gefunden. Auf den Tisch kommen tpyisch südamerikanische Gerichte, deren Zutaten bis zu 24 Stunden separat nebeneinander geköchelt werden, um dann zu einem Gericht zusammengestellt zu werden. Klasse statt Masse, so findet man auf der Karte etwas mehr als eine Handvoll Speisen, die in schön verzierten Porzellan-Schalen serviert werden. 

Keine Angst vor dem Alter

Ausflugstipp: Gewiss stellt sich jeder einmal die Frage, wie sich das Altern anfühlt und was das "Reifen" an positiven und negativen Effekten mit sich bringen mag. Die neue Erlebnisausstellung des Dialoghauses in der Speicherstadt beschäftigt sich genau damit und ermöglicht Besuchern einen spielerischen, interaktiven Zugang zum Alterungsprozess. Senior-Guides zwischen 67 und 83 Jahren führen durch den "DIALOG MIT DER ZEIT", schildern ihre eigenen Erfahrungen und ermuntern Besucher, an sieben Stationen sich in die Einschränkungen, die das natürliche Altern mit sich bringen, hineinzufühlen. Die Ausstellung richtet sich selbstverständlich an alle Altersgruppen. 

Spielen zwischen Schienen und Geistermasken

Kindertipp: Ob Planten un Blomen, Stadtpark oder Piratenspielplatz in der HafenCity, Hamburg hat zahlreiche Spielplätze, auf denen sich Kinder vergnügen und austoben können. Zwischen der Gärtner- und Wrangelstraße in Hoheluft wartet ein etwas anderer Spielplatz auf die Kleinen. Der Geisterspielplatz ist auf dem Gelände eines alten Straßenbahndepots entstanden. Davon zeugen noch heute die Grundmauern und die Schienen, die an vielen Stellen zwischen Gras und Kopfsteinpflaster hervorschimmern. Auf den Geräten des Spielplatzes können Kinder rutschen, schaukeln, klettern oder im Sand spielen. Der Spielplatz ist nach den Geistermasken benannt, die viele Spielgeräte schmücken. Zugang von der Gärtnerstraße aus.

Schätze aus aller Welt

Ausflugstipp: Oevelgönne ist bekannt für seinen tollen Elbstrand, die Strandperle, den Museumshafen und den Alten Schweden. Nur wenige Meter von dem feinen Sandstrand entfernt liegt die Oevelgönner Seekiste, die nicht weniger sehenswert ist. Das hübsche Fischerhaus mit seinen Sprossenfenstern birgt ungewöhnliche Schätze aus der Seefahrtsgeschichte, die Käppen Lührs und seine Vorfahren gesammelt haben. Dabei ist der gelernte Bootsbauer Herbert Lührs selbst nicht zur See gefahren. Das hielt ihn nicht davon ab, maritime Raritäten aus aller Welt zu sammeln. So gibt es den kleinsten Kompass der Welt hier, einen riesigen Pottwal-Penis und unzählige Kuriositäten, die ihresgleichen in Hamburg suchen. Heute kümmert sich die Schwiegertochter des Bootsbauers, Uschi Lührs, um das Privatmuseum und bietet Führungen auf Anmeldung an. Zudem kann man man die Räumlichkeiten für private und geschäftliche Veranstaltungen bis 30 Personen mieten. 

Thalis wie in Indien

Kulinarischer Tipp: Authentisches indisches Essen ist nicht gerade leicht in Hamburg zu finden. Wer das Badshah Imbiss Sweet Center aufsucht, wird eines Besseren belehrt. Für ein Geschäftsessen in feinem Ambiente ist das Badshah zwar ungeeignet, kommt der recht dunkle Kellerraum doch eher wie ein Imbiss daher. Der Geschmack der oftmals kräftig und scharf gewürzten auf Metalltellern servierten Gerichten, die schmackhaften Snacks und Süßspeisen kompensieren jedoch allemal die kantinenartige Atmosphäre. Wer echtes indisches Essen mitten in Hamburg essen möchte, ist hier bestens aufgehoben. 

Zweiradperle

Ausflugstipp: Bei der Zweiradperle dreht sich alles um das Fahrrad. Neben der Reparatur, dem Verkauf und Verleih von Fahrrädern, eröffnete die Zweiradperle 2014 auch das erste Bike Café in Hamburg. Zu fairen Preisen kann man sich hier mit Espresso, Latte Macchiato oder heißer Schokolade stärken und über Zweirad-Trends austauschen. Zudem bietet die Zweiradperle spannende Fahrradtouren, bei denen nicht nur monoton Jahreszahlen aufgesagt werden, sondern mit viel Witz und Charme die Geschichte Hamburgs näher gebracht wird. Viele der Mitarbeiter haben als Fahrrad-Guides auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet und durch mehr als 65 Länder geführt. 

Zeitreise in die 50er Jahre

Ausflugstipp: Nierentisch, Petticoat und Cocktailsessel - in der Erdgeschosswohnung im Alten Teichweg 132 werden die 50er Jahre zu neuem Leben erweckt. Hier hat der Verein Petticoat & Nierentisch Hamburg e.V. mit großer Detailverliebtheit eine Wohnung von rund 90 Quadratmetern mit allem eingerichtet, was die 50er Jahre ausmacht. Im Wohnzimmer läuft ein 50er Jahre Fernseher mit Aufnahmen aus der Zeit, es ertönen Schlager auf Vinyl, die Küchenregale sind mit pastellfarbenen Kochtöpfen und buntem Geschirr aus der Zeit gefüllt und im Partyraum im Keller kann zu Rock 'n' Roll getanzt werden. Unauffällig reiht sich die Wohnung zwischen anderen Backsteinhäusern in Dulsberg, doch wer die Wohnung betritt, begibt sich auf eine beeindruckende Zeitreise in die 50er Jahre. Freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr führen Vereinsmitglieder kostenlos durch die Räumlichkeiten, Spenden erbeten. 

Das waren unsere Geheimtipps im Mai.





Sommerzeit!
Lakritz in Hülle und Fülle, Seemannsschätze aus aller Welt und ein Geisterspielplatz in Hoheluft, mit unseren Geheimtipps genießen Sie den Start in den Hamburger Sommer - egal ob Schmuddelwedda oder strahlender Sonnenschein. 
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20180605 09:24:32