Geotouristische Objekte im Bezirk Bergedorf
Geothermie-Bohrung Allermöhe
Im Sommer 1997 wurde die ehemalige Erdölförderbohrung Allermöhe 1 von 2178 auf 3305 Meter vertieft, um die Schichten des Rhät zu erreichen. Der angetroffene Sandstein erwies sich als mit 73 Metern unerwartet mächtig, und führte 125°C heißes Thermalwasser. »
Eichbaumsee
Der 16 m tiefe Eichbaumsee entstand 1972 bei den Baggerarbeiten zum Bau der BAB 25. Bis 1977 stand er noch in Verbindung mit der Dove-Elbe, erst durch die Begradigung der Dove-Elbe und den Bau der Regattastrecke entstand der heutige Badesee. »
Versunkene Insel Zollenspieker
Die Schmelzwässer der Weichsel-Eiszeit haben sich im Elbe-Urstromtal tief in den Untergrund eingeschnitten und die älteren Schichten meist bis in eine Tiefe von über 15 m unter NN erodiert. Dabei sind jedoch Inseln im Urstrom zurückgeblieben. Eine solche Insel lag beim Fähranleger in Zollenspieker. »
Alte Mäander
Unter dem Einfluss der Gezeiten ist die Elbmarsch der Vier- und Marschlande durch junge Priele zerschnitten worden, in denen eine teils rasche Aufsandung erfolgte, teils Torf und Mudde abgelagert wurden. »
Boberger Dünen
Das ursprüngliche Dünengelände der Boberger Dünen ist durch menschliche Eingriffe seit dem Mittelalter stark verändert und durch Sandentnahmen erheblich verkleinert worden. »
Boberger Moor
Während in der Nähe der Elbe und ihrer Seitenarme bei Überflutungen der Uferbereiche Klei abgelagert wurde, kam es in den flussferneren Bereichen zur Seebildung und schließlich zur Vermoorung. »
Vogts-Brack
Bracks sind Kolke, die durch Deichbrüche entstanden sind. Eine Gruppe von Bracks liegt in Ochsenwerder. Hierzu gehört das Vogtsbrack (früher: Vossort). »
Herrenbrack I
Zu den Bracks in Ochsenwerder gehören die vier Herrenbracks (hier das Herrenbrack I). Die Bracks müssen älter als 1785 sein, da sie auf einer Karte aus diesem Jahr bereits eingezeichnet sind. »
Herrenbrack II
Das Herrenbrack II ist das größte der Herrenbracks. Es ist etwa so alt wie seine Nachbarn. Damals waren die schwachen Deiche bei jeder Sturmflut gefährdet. »
Herrenbrack III
Das Herrenbrack III ist ebenfalls älter als 1785, da sie auf einer Karte aus dem Staatsarchiv aus diesem Jahr bereits eingezeichnet ist. Die Bracks gehören zum Landschaftsschutzgebiet Ochsenwerder. »
Langenbrack
Eine Gruppe von Bracks liegt in Ochsenwerder. Das Langenbrack liegt zwischen dem Herrenbrack II und dem Herrenbrack III und ist genau wie diese vor 1785 entstanden. »
Herrenbrack IV
Das Herrenbrack IV ist das östlichste aus der Gruppe von Bracks zwischen Ochsenwerder Landscheideweg und der Elbe. Hierzu gehören Herrenbrack I, Herrenbrack II, Herrenbrack III, Langenbrack und Herrenbrack IV. »
Küsterbrack
Das Küsterbrack ist bereits 1613 im Ochsenwerder Kirchenbuch erwähnt worden. 1642 und 1643 brach der Deich bei der Ochsenwerder Windmühle. Dadurch erhielt das Küsterbrack vermutlich seine heutige Größe. »
Carlsbrack
Das Carlsbrack ist - wie das benachbarte, kleinere Riepenburger Brack – unbekannten Alters. Das Carlsbrack ist seit 1988 Teil des Naturschutzgebietes Zollenspieker. »
Riepenburger Brack
Das Alter des Riepenburger Bracks ist unbekannt. Seit 1988 gehört es zum Naturschutzgebiet Zollenspieker. »
Kiebitzbrack
Das Kiebitzbrack ist Teil einer Gruppe von fünf Bracks. Nach einer Karte des Staatsarchivs bildete das Kiebitzbrack früher mit den umliegenden Bracks eine einzige große Wasserfläche. »
Albersbrack
Das Albersbrack ist das nordöstlichste der Kraueler Bracks. Es liegt nördlich des Kiebitzdeiches und ist heute von Wohnhäusern umgeben. »
Rieckmersbrack
Das Rieckmersbrack gehört genau wie das benachbarte Albersbrack zu den Bracks am Kiebitzdeich in Achterdeich. »
Langenbrack
Das Langenbrack ist Teil einer Kette von fünf weiteren Bracks, die von Wald und Weideland umgeben sind. Sie gehören sämtlich zum Naturschutzgebiet Kiebitzbrack. »
Kückenbrack
Das Kückenbrack liegt in Achterndeich südlich des Kiebitzdeiches. Im Gegensatz zu Albersbrack und Rieckmersbrack ist die Wasserfläche nach dem Deichbruch ausgedeicht worden. »
Gasspeicher Allermöhe
Auf Grund der überhöhten Förderraten fiel der Lagerstättendruck im Erdölfeld Reitbrook rasch ab. Die Ölförderung in Reitbrook wurde 1973 eingestellt; seitdem wird Reitbrook als Gasspeicher genutzt. »
Nassbaggerei Billbrook
Sand und Kies werden heute meist außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs gewonnen. Die einzige Sandgrube, die heute noch in Betrieb ist, liegt in Billwerder, wo in einer Nassbaggerei der Sand und Kies des Elbe-Urstromtales gewonnen wird. »
Flamme von Neuengamme
Eine Wasserbohrung bei Neuengamme stieß am 4. November 1910 überraschend in 280 m Tiefe auf Erdgas, das mit großer Gewalt aus dem Bohrloch schoss und sich kurz danach entzündete. Die Flamme von Neuengamme war weithin sichtbar. »
Verlo Stein
Der Verlo-Stein in Bergedorf, der eine Größe von 1,00 x 1,50 m hatte, und der früher als Grenzstein diente, ist später zerstört worden. Ein kleiner Rest findet sich im Schlosspark in Bergedorf. »
Grenzstein
Der Grenzstein am Bergedorfer Bahnhof wurde 1726 vom Herzog Carl-Friedrich von Holstein-Gottorp errichtet, um seine Ortschaft Sande gegen das beiderstädtische Amt Bergedorf abzugrenzen. »
Alte preussische Grenze
Als 1876 das Herzogtum Lauenburg in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert wurde, wurden an Eckpunkten der Grenze Grenzsteine aufgestellt. »
St. Nicolai-Kirche
In den Niederungsgebieten der Nordseeküste hat man zunächst Wohnhügel errichtet, bevor man dazu übergegangen ist, größere Flächen durch Deiche zu schützen. Die St. Nicolai-Kirche in Moorfleet steht auf einer solchen Wurt. »
ehemaliger Flusslauf
Während die Elbmarsch vom Boden aus vollkommen flach wirkt, kommen in der Höhendarstellung der Laserscan-Befliegung zahlreiche Details zum Vorschein, die sonst niemand wahrnehmen würde. In Neu-Allermöhe ist am auffälligsten ein ehemaliger Flusslauf. »
Plastik "geöffnete Form"
In Neu-Allermöhe liegen die beiden Hälften eines „Findlings“ aus Fürstensteiner Granit aus Aicha vorm Wald bei Passau (Bayern). Die Bildhauerin Michaela Biet aus Oberasbach hat aus diesem Stein die Skulptur „Geöffnete Form“ geschaffen. »








