Geotouristische Objekte im Bezirk Bergedorf

 

029_Geothermiebohrung / Ehlers

Geothermie-Bohrung Allermöhe

Im Sommer 1997 wurde die ehemalige Erdölförderbohrung Allermöhe 1 von 2178 auf 3305 Meter vertieft, um die Schichten des Rhät zu erreichen. Der angetroffene Sandstein erwies sich als mit 73 Metern unerwartet mächtig, und führte 125°C heißes Thermalwasser. »

 

Eichbaumsee

126_Eichbaumsee / LGV

Der 16 m tiefe Eichbaumsee entstand 1972 bei den Baggerarbeiten zum Bau der BAB 25. Bis 1977 stand er noch in Verbindung mit der Dove-Elbe, erst durch die Begradigung der Dove-Elbe und den Bau der Regattastrecke entstand der heutige Badesee. »

 

Versunkene Insel Zollenspieker

137_Versunkene_Insel / Ehlers

Die Schmelzwässer der Weichsel-Eiszeit haben sich im Elbe-Urstromtal tief in den Untergrund eingeschnitten und die älteren Schichten meist bis in eine Tiefe von über 15 m unter NN erodiert. Dabei sind jedoch Inseln im Urstrom zurückgeblieben. Eine solche Insel lag beim Fähranleger in Zollenspieker. »

 

145_Inversionsruecken / Ehlers (Auswertung von Hoehendaten von LGV)

Alte Mäander

Unter dem Einfluss der Gezeiten ist die Elbmarsch der Vier- und Marschlande durch junge Priele zerschnitten worden, in denen eine teils rasche Aufsandung erfolgte, teils Torf und Mudde abgelagert wurden. »

 

150_Billetal / LGV

Billetal

Die Bille ist in der Weichseleiszeit entstanden. Durchs Billetal strömte das Schmelzwasser vom Eisrand in Richtung Elbe-Urstromtal. Die Bille fällt auf durch ihre großen Mäander. »

 

156_Abdaemmung_Gose_Elbe / LGV

Gose Elbe

Der Verlauf der Elbe und ihrer Seitenarme in und um Hamburg ist im Laufe der Geschichte durch menschliche Eingriffe stark verändert worden. Bereits kurz nach 1300 ist die Gose Elbe abgedämmt worden. »

 

157_Abdaemmung_Dove_Elbe / LGV

Dove Elbe

1437/38 wurde die Dove Elbe vom Hauptstrom beim Gammer Ort abgetrennt. Um 1570 wurde schließlich der Spadenländer Busch durchtrennt, um einen geradlinigeren Verlauf der Norderelbe herbeizuführen. »

 

189_Boberger_Duenen / Ehlers

Boberger Dünen

Das ursprüngliche Dünengelände der Boberger Dünen ist durch menschliche Eingriffe seit dem Mittelalter stark verändert und durch Sandentnahmen erheblich verkleinert worden. »

 

197_Boberger_Moor / Ehlers

Boberger Moor

Während in der Nähe der Elbe und ihrer Seitenarme bei Überflutungen der Uferbereiche Klei abgelagert wurde, kam es in den flussferneren Bereichen zur Seebildung und schließlich zur Vermoorung. »

 

223_Vogtsbrack / Ehlers

Vogts-Brack

Bracks sind Kolke, die durch Deichbrüche entstanden sind. Eine Gruppe von Bracks liegt in Ochsenwerder. Hierzu gehört das Vogtsbrack (früher: Vossort).  »

 

224_Herrenbrack_I / LGV

Herrenbrack I

Zu den Bracks in Ochsenwerder gehören die vier Herrenbracks (hier das Herrenbrack I). Die Bracks müssen älter als 1785 sein, da sie auf einer Karte aus diesem Jahr bereits eingezeichnet sind. »

 

225_Herrenbrack_II / LGV

Herrenbrack II

Das Herrenbrack II ist das größte der Herrenbracks. Es ist etwa so alt wie seine Nachbarn. Damals waren die schwachen Deiche bei jeder Sturmflut gefährdet. »

 

226_Herrenbrack_III / LGV

Herrenbrack III

Das Herrenbrack III ist ebenfalls älter als 1785, da sie auf einer Karte aus dem Staatsarchiv aus diesem Jahr bereits eingezeichnet ist. Die Bracks gehören zum Landschaftsschutzgebiet Ochsenwerder. »

 

227_Langenbrack_beim_Vogtsbrack / LGV

Langenbrack

Eine Gruppe von Bracks liegt in Ochsenwerder. Das Langenbrack liegt zwischen dem Herrenbrack II und dem Herrenbrack III und ist genau wie diese vor 1785 entstanden. »

 

226_Herrenbrack_IV / LGV

Herrenbrack IV

Das Herrenbrack IV ist das östlichste aus der Gruppe von Bracks zwischen Ochsenwerder Landscheideweg und der Elbe. Hierzu gehören Herrenbrack I, Herrenbrack II, Herrenbrack III, Langenbrack und Herrenbrack IV. »

 

229_Kuesterbrack / LGV

Küsterbrack

Das Küsterbrack ist bereits 1613 im Ochsenwerder Kirchenbuch erwähnt worden. 1642 und 1643 brach der Deich bei der Ochsenwerder Windmühle. Dadurch erhielt das Küsterbrack vermutlich seine heutige Größe. »

 

230-Sandbrack / Ehlers

Sandbrack

Das 3,6 m tiefe Sandbrack ist vor 1400 entstanden. Die Karte „Vorstellung eines Theils des Elbstrohms“ aus dem Jahr 1702 zeigt es bereits etwa in der heutigen Form. »

 

Carlsbrack / Ehlers

Carlsbrack

Das Carlsbrack ist - wie das benachbarte, kleinere Riepenburger Brack – unbekannten Alters. Das Carlsbrack ist seit 1988 Teil des Naturschutzgebietes Zollenspieker. »

 

232_Riepenburger_Brack / LGV

Riepenburger Brack

Das Alter des Riepenburger Bracks ist unbekannt. Seit 1988 gehört es zum Naturschutzgebiet Zollenspieker. »

 

233_Kiebitzbrack_2008 / Ehlers

Kiebitzbrack

Das Kiebitzbrack ist Teil einer Gruppe von fünf Bracks. Nach einer Karte des Staatsarchivs bildete das Kiebitzbrack früher mit den umliegenden Bracks eine einzige große Wasserfläche. »

 

234_Albersbrack / LGV

Albersbrack

Das Albersbrack ist das nordöstlichste der Kraueler Bracks. Es liegt nördlich des Kiebitzdeiches und ist heute von Wohnhäusern umgeben. »

 

235_Karte / LGV

Rieckmersbrack

Das Rieckmersbrack gehört genau wie das benachbarte Albersbrack zu den Bracks am Kiebitzdeich in Achterdeich. »

 

237_Langenbrack_bei_Kiebitzbrack / LGV

Langenbrack

Das Langenbrack ist Teil einer Kette von fünf weiteren Bracks, die von Wald und Weideland umgeben sind. Sie gehören sämtlich zum Naturschutzgebiet Kiebitzbrack.  »

 

236_Karte / LGV

Kückenbrack

Das Kückenbrack liegt in Achterndeich südlich des Kiebitzdeiches. Im Gegensatz zu Albersbrack und Rieckmersbrack ist die Wasserfläche nach dem Deichbruch ausgedeicht worden. »

 

Gasspeicher Allermöhe

239_Gasspeicher_Allermoehe / LGV

Auf Grund der überhöhten Förderraten fiel der Lagerstättendruck im Erdölfeld Reitbrook rasch ab. Die Ölförderung in Reitbrook wurde 1973 eingestellt; seitdem wird Reitbrook als Gasspeicher genutzt. »

 

Nassbaggerei Billbrook

245_Nassbaggerei / LGV

Sand und Kies werden heute meist außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs gewonnen. Die einzige Sandgrube, die heute noch in Betrieb ist, liegt in Billwerder, wo in einer Nassbaggerei der Sand und Kies des Elbe-Urstromtales gewonnen wird. »

 

238_Flamme_von_Neuengamme / Gaz de France

Flamme von Neuengamme

Eine Wasserbohrung bei Neuengamme stieß am 4. November 1910 überraschend in 280 m Tiefe auf Erdgas, das mit großer Gewalt aus dem Bohrloch schoss und sich kurz danach entzündete. Die Flamme von Neuengamme war weithin sichtbar. »

 

047_Verlo-Stein / Ehlers

Verlo Stein

Der Verlo-Stein in Bergedorf, der eine Größe von 1,00 x 1,50 m hatte, und der früher als Grenzstein diente, ist später zerstört worden. Ein kleiner Rest findet sich im Schlosspark in Bergedorf. »

 

069_Grenzstein / Ehlers

Grenzstein

Der Grenzstein am Bergedorfer Bahnhof wurde 1726 vom Herzog Carl-Friedrich von Holstein-Gottorp errichtet, um seine Ortschaft Sande gegen das beiderstädtische Amt Bergedorf abzugrenzen. »

 

070_Grenzstein_preussische_Grenze / Ehlers

Alte preussische Grenze

Als 1876 das Herzogtum Lauenburg in die preußische Provinz Schleswig-Holstein eingegliedert wurde, wurden an Eckpunkten der Grenze Grenzsteine aufgestellt. »

 

202_St._Nicolai-Kirche / Ehlers

St. Nicolai-Kirche

In den Niederungsgebieten der Nordseeküste hat man zunächst Wohnhügel errichtet, bevor man dazu übergegangen ist, größere Flächen durch Deiche zu schützen. Die St. Nicolai-Kirche in Moorfleet steht auf einer solchen Wurt. »

 

206_ehemaliger_Flusslauf / Ehlers

ehemaliger Flusslauf

Während die Elbmarsch vom Boden aus vollkommen flach wirkt, kommen in der Höhendarstellung der Laserscan-Befliegung zahlreiche Details zum Vorschein, die sonst niemand wahrnehmen würde. In Neu-Allermöhe ist am auffälligsten ein ehemaliger Flusslauf. »

 

Plastik

Plastik "geöffnete Form"

In Neu-Allermöhe liegen die beiden Hälften eines „Findlings“ aus Fürstensteiner Granit aus Aicha vorm Wald bei Passau (Bayern). Die Bildhauerin Michaela Biet aus Oberasbach hat aus diesem Stein die Skulptur „Geöffnete Form“ geschaffen. »