Geotouristische Objekte im Bezirk Hamburg-Mitte
Geologisches Landesamt
Das Geologische Landesamt ist die zentrale Auskunftstelle der Freien und Hansestadt Hamburg für geowissenschaftliche Informationen und Daten. Das Geologische Landesamt berät Behörden und Privatleute in allen Fragen zur Geologie. »
Hamburger Rathaus
Beim Bau des Rathauses im Jahre 1897 sind Oberkreide-Sandsteine aus dem Elbsandsteingebirge sowie Obernkirchener Sandstein aus der Umgebung von Hannover verwendet worden (Wealden, Unterkreide). »
Bismarck-Denkmal
Das Bismarck-Denkmal besteht aus Granit aus dem Schwarzwald, sogenanntem Oberkirch-Granit. Charakteristisch sind die großen, meist eingeregelten Feldspatkristalle und der graue Gesamteindruck. »
Fölsch-Block
Auch für den 1952 fertiggestellten Fölsch-Block am Hamburger Rathausmarkt ist Obernkirchener Sandstein für die Fassade verwendet worden. »
Hauptbahnhof
Die Fassade des 1905 erbauten Hamburger Hauptbahnhofs besteht im Unterschied zu anderen Repräsentativbauten in der Hamburger Innenstadt aus Tuff und Muschelkalk. »
Straßenpflaster Colonnaden
Der Fußgängerbereich in den Colonnaden zwischen dem Neuen Jungfernstieg und der Fehlandstraße ist mit „Rotem Yorkshire-Sandstein“ gepflastert. Die Platten lagen früher auch im Innenhof des Rathauses. »
Straßenpflaster Deichstraße
Wesersandstein ist früher häufig als Pflasterstein für Gehwege verwendet worden. Neue Gehwegplatten aus Wesersandstein findet man zum Beispiel in der Pflasterung des Gehweges in der Deichstraße. »
Rathausmarkt
Der „rote“ Granit, der 1983 bei der Neugestaltung des Rathausmarktes benutzt worden ist, ist sogenannter Bohusgranit aus Westschweden. Die rote Färbung kommt bei Regenwetter und im Anschliff am besten zur Geltung (z. B. auf den Sitzbänken). »
Larvikit-Streifen
In der Hamburger Innenstadt finden sich im Straßenpflaster der Bürgersteige der Mönckebergstraße und der Spitalerstraße schmale Streifen von Larvikit. Das ist ein Gestein, dessen Herkunft man genau kennt - ein wichtiges eiszeitliches „Leitgeschiebe“. »
heller Larvikit
In der Hamburger Innenstadt gibt es im Pflaster der Bürgersteige Streifen von Larvikit. Neben der dunkel blaugrauen Varietät gibt es den Larvikit auch in hellgrau. Davon sind einige Platten auf der Nordseite der Mönckebergstraße zu finden. »
Colombo-Granit
Vor der Laeisz-Halle findet sich eine Pflasterung aus einem exotischen Gestein. Dieser rote Granit wird in Deutschland unter dem Namen "Colombo" verkauft - er kommt jedoch keineswegs aus Sri Lanka, sondern aus der Ukraine. »
Niendorfer Moräne
Die Niendorfer Moräne der Saale-Kaltzeit ist stark tonig, flint- und kreidereich. Wenn Sie vor der Staatsoper ein Loch graben, werden Sie auf diese kreidereiche Moräne treffen. »
Die Alster
Die Alster ist ein künstlicher, ursprünglich zum Betrieb einer Wassermühle aufgestauter See. Der Wasserspiegel liegt bei 3,1 m über NN. Die Alster ist nur wenige Meter tief. »
Öjendorfer See
Der Öjendorfer See ist durch Bodenaushub entstanden. Von 1925 bis 1929 wurde das ehemals landwirtschaftlich genutzte Gelände auf eine Tiefe von 10-12 m ausgebaggert. »
Begrabener Wald Industriekanal
Beim Aushub des Industriekanals 1924 waren unter einer Klei- und Muddeschicht von 2 – 3m zahlreiche Baumstämme und Stubben freigelegt worden. Im wesentlichen handelte es sich um Eichen. »
Schwarze Brücke - begrabener Wald
Bei Bauvorhaben im Raum Billbrook/Hammerbrook werden auch heute noch nicht selten Reste eines begrabenen Waldes im Untergrund angetroffen (z.B. bei der Schwarzen Brücke). »
Wurten in Finkenwerder
Außer den Deichen sieht man entlang der Deichlinien unregelmäßig verteilt einige kleine Hügel, die im Gelände kaum auffallen, wenn man nicht speziell darauf achtet. Das sind die Wurten. »
Speicherstadt
Die für die 1886-1912 erbaute Speicherstadt benutzten Backsteine und Glasurziegel kamen aus Kehdingen. Es gab mehr als 120 Ringöfen linkselbisch, die an 2 Millionen Steine jährlich lieferten. »
Ammoniten in Fußbodenplatten
Ammoniten in versteinerter Form sind in Hamburg in Bausteinen zahlreich vertreten, nicht nur im Fußboden der Europa-Passage, sondern auch in Treppen und Fensterbänken zahlreicher Privathäuser. »
Granit und Sandstein
Der Sockel des Cinemaxx ist mit Granit verkleidet (siehe Bild), der obere Teil dagegen mit Obernkirchener Sandstein. »
Universität Flügelbau Ost
Das 1802 von Johann August Arens geschaffene Sandstein-Denkmal ist nach mehrfachem Standortwechsel erst 1984 an seinen heutigen Standort gelangt. »
Bundesbank
Ein markanter Verblendstein ist für das Dienstgebäude der Bundesbank in der Willy-Brandt-Str. 73 verwendet worden. Dieses Gestein, das unter dem Handelsnamen „Orienta-Granit, rötlich-grau“ geführt wird, kommt aus der Ukraine. »
Baugrube Sternschanze
Wie der Untergrund Hamburgs aussieht, kann man meist nur bei größeren Bauvorhaben wirklich beobachten. Beim Umbau des Wasserturms im Sternschanzenpark waren Schmelzwassersande der Saale-Eiszeit aufgeschlossen. »
Klärwerk Köhlbrandhöft
Die Einleitung von Schadstoffen in die Elbe ist erheblich zurückgegangen, und das Abwasser Hamburgs wird gründlich gereinigt, bevor es den Fluss erreicht. Die erste Stufe der Reinigung erfolgt in diesen zehn Faultürmen des Klärwerks Köhlbrandhöft. »
Alter Elbtunnel
Der Bau des ersten Elbtunnels begann 1907. Tunnelbau war damals noch in starkem Maße Handarbeit, und so ist es nicht verwunderlich, dass zahlreiche geologische Erkenntnisse gewonnen wurden. »
Düker Dradenau
Der Tunnel für den Tiefdüker Dradenau wurde 1985/86 im offenen Schildvortrieb durch den Glimmerton unter dem Köhlbrand gebaut. Hier konnte man sehen, wie stark die Gletscher der Eiszeit den Untergrund beansprucht hatten. »









