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Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Geologisches Landesamt und HAMBURG WASSER kooperieren

3-D-Modell der Grundwasserströmung im Raum Schnelsen

Das Geologische Landesamt Hamburg und der Bereich Grundlagen und Systementwicklung von HAMBURG WASSER haben am 7. Oktober 2008 eine Kooperationsvereinbarung über die Erstellung eines dreidimensionalen Grundwasserströmungsmodells für die Einzugsgebiete der Wasserwerke Schnelsen und Stellingen unterzeichnet. 

Das Geologische Landesamt Hamburg und der Bereich Grundlagen und Systementwicklung von HAMBURG WASSER haben am 7. Oktober 2008 eine Kooperationsvereinbarung über die Erstellung eines dreidimensionalen Grundwasserströmungsmodells für die Einzugsgebiete der Wasserwerke Schnelsen und Stellingen unterzeichnet. 

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Hamburg Wasser und dem Geologischen Landesamt

(Caren Krüger, Hamburg Wasser)

Grundwassermodelle sind heute nahezu unverzichtbare moderne Instrumente zur Klärung komplexer wasserwirtschaftlicher Fragestellungen. Der Aufbau regional großräumiger Modelle ist jedoch allein schon aufgrund der immensen Datenfülle, die dafür verarbeitet werden muss, eine sehr aufwendige Aufgabe. Durch die vereinbarte Kooperation kann dies nun arbeitsteilig bewältigt werden. 

Das Geologische Landesamt liefert das geologische Gerüst für die Grundwassermodellierung: Der Aufbau des Untergrundes im Untersuchungsgebiet wird dafür anhand von tausenden von Bohrungen aus dem Bohrarchiv des Landesamtes sowie aus den Daten von ergänzenden geophysikalischen Untersuchungen dreidimensional rekonstruiert. HAMBURG WASSER liefert die erforderlichen hydraulischen Daten und setzt alle Informationen in ein numerisches Grundwasserströmungsmodell um, das anschließend von beiden Partnern genutzt wird.

Dreidimensionales Bild der eiszeitlichen Ellerbeker Rinne im Hamburger Untergrund Dreidimensionales Bild der eiszeitlichen Ellerbeker Rinne im Hamburger Untergrund

(Jens Kröger, BSU/U4)

Von dem gemeinsamen Grundwassermodell profitieren sowohl die BSU als auch HAMBURG WASSER gleichermaßen. Die BSU kann das Modell z. B. für die Vergabe von wasserrechtlichen Erlaubnissen, die Ausweisung von Wasserschutzgebieten oder die langfristige Wasserversorgungsplanung einsetzen. HAMBURG WASSER kann mit Hilfe der Modellierung z. B. die Grundwasserentnahmen für die Wasserwerke Schnelsen und Stellingen präziser steuern. Außerdem unterstützt das Grundwassermodell ein nachhaltiges und einzugsgebietsweit abgestimmtes Ressourcenmanagement, wie es in der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird.

Beispiel für eine Grundwassermodellierung Beispiel für eine Grundwassermodellierung

(Lothar Moosmann, BSU/U4)

Das Grundwasserströmungsmodell soll bereits im Sommer 2009 nutzbar sein. In einem weiteren Schritt, der noch erhebliche intensive fachliche Detailarbeit auf Seiten beider Partner erfordern wird, soll das Grundwassermodell Schnelsen mit den bereits für die Einzugsgebiete der Este, Seeve und Bille vorliegenden Strömungsmodellen kombiniert werden, um so ein Gesamtmodell für die Metropolregion Hamburg zu erhalten. Damit wird ein leistungsfähiges Instrument zur Verfügung stehen, mit dem die wertvollen Grundwasserressourcen optimal und nachhaltig bewirtschaftet werden können.

Kontaktmöglichkeit
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (U) Dr. Renate Taugs Geologisches Landesamt Billstraße 84 20539 Hamburg
Tel.: E-Mail: