Das Boberger Moor
(Ehlers)
Das Boberger Moor ist eines der am besten erhaltenen Randmoore des Elbe-Urstromtales im Hamburger Raum. Als in der zweiten Hälfte des Atlantikums der steigende Meeresspiegel in etwa das Niveau des heutigen Meeresspiegels erreicht hatte, kam es im Bereich des Elbe-Urstromtales durch den Einfluss der Gezeiten zu stärkerer Vernässung. Während in der Nähe der Elbe und ihrer Seitenarme bei Überflutungen der Uferbereiche perimariner Klei abgelagert wurde, kam es in den flussferneren Bereichen zur Vermoorung. Die Torfmächtigkeit beträgt maximal gut 6 m. Im Westteil wird der Torf von geringmächtigem jungen Klei überlagert. Ein Teil des Moores ist abgetorft worden; in den den Torfstichen finden sich heute offene Wasserflächen, die als Angelgewässer genutzt werden. Das Boberger Moor ist Teil des Naturschutzgebietes Boberger Niederung.
(Ehlers)
(Ehlers)
(LGV)
| Objekt-Nr.: | 4 |
| Ortsbezeichnung: | Boberg |
| Bundesland: | Hamburg |
| TK 25-Nr.: | 2426 Wandsbek |
| Rechts- u. Hochwert: | R 35 752 - 35 764, H 59 322 - 59 331 |
| Geländehöhe: | NN + 0,5 bis 1 m |
| Geotoptyp: | Niedermoor |
Regionalgeologische | nördliches Randmoor des Elbtales |
Stratigraphische Stellung | Holozän |
Petrographische | Torf, Mudde |
| Genese: | Die Entstehung der Randmoore des Elbtales lässt sich bis in die ausgehende Weichsel-Kaltzeit zurückverfolgen. Zum Teil wurden bereits im Spätglazial Kalkmudden als basale Teile der Moore abgelagert. Darüber bildeten sich zunächst in abgeschnürten Altarmen des Elbe-Urstromtales und im Schutz der Dünen organogene Tongyttjen, die später von Flachmoorbildungen überdeckt wurden. Im Gegensatz zu den südlichen Randmooren des Elbtales kam es hier nicht zur Bildung von Hochmooren. |
| Aufschlussart: | Der Bau des Moores ist durch Bohrungen gut bekannt. |
| Größe des Objekts: | ca. 75 ha |
| Erreichbarkeit: | Das Gebiet ist durch einen Wanderweg randlich zugänglich. |
| Nutzung: | - |
Zustand des | Naturschutzgebiet (seit 1991) |
Schutzstatus: | Naturschutzgebiet |
Lagekarte:
Das Boberger Moor und seine Umgebung sind auf der Lagekarte (links) dargestellt. Klicken Sie auf die Lupe, um eine größere Version der Karte angezeigt zu bekommen. Die Vergrößerung erfolgt in zwei Stufen.
Literatur:
Köpke, A., Pump, K. & Thannheiser, D. (1999): Das Naturschutzgebiet Boberger Niederung. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 127-136.
Bearbeiter: Ehlers

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