Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Gutsbrack

Gutsbrack

vergrößern Teich- und Baumlandschaft Gutsbrack

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Das Gutsbrack im Alten Land ist eines von vielen Zeugnissen früherer Sturmfluten. Die Bezeichnung "Altes Land" geht darauf zurück, dass das Gebiet bereits früh eingedeicht wurde.

Die Eindeichung der sogenannten "Dritten Meile" von der Este bis Hohenwisch war bereits um 1240 abgeschlossen. Die frühen Deiche boten nur einen begrenzten Schutz vor Überflutungen. Die Häuser wurden deshalb selbst im bedeichten Gebiet noch auf Wurten angelegt.

vergrößern Bodenprofil Schnitt durch den Boden

Das 0,78 ha große Gutsbrack geht auf einen Schleusenbruch bei der Petriflut am 22. Februar 1651 zurück. Seine heutige Ausdehnung erfuhr es in der Markusflut am 7. Oktober 1756, als hier der Deich zum zweiten Mal brach. Das Gutsbrack wurde früher als "Prophetenbrack" oder "Wetterfrosch" bezeichnet, da sich sein Wasser bei bevorstehendem Unwetter gelb färbte. Diese Erscheinung ist seit der Umgestaltung des Nordrandes des Bracks in Folge der Sturmflut von 1962 nicht mehr beobachtet worden.

Kartenausschnitt, kleiner Maßstab  

Objekt-Nr.:11
Ortsbezeichnung:Francop
Bundesland:Hamburg
TK 25-Nr.:2425 Hamburg
Rechts- u. Hochwert:R 35 581, H 59 311
Geländehöhe:NN + 1 m
Geotoptyp:wassererfüllte Auskolkung durch Deichbruch im Uferbereich der Süderelbe

Regionalgeologische
Zuordnung:

Landschaftsform des Elbtals

Stratigraphische Stellung
(geologische Einheit):

historische Zeit bis Gegenwart

Petrographische
Beschreibung:

Die Auskolkung hat im Zuge des jeweiligen Sturmflutgeschehens auch die holozänen Elbsande erfasst. Deshalb besteht die Basisfläche der Kolke aus diesen holozänen Sanden.
Genese:

Das Gutsbrack ist eine durch einen Deichbruch im Zuge einer Sturmflut entstandene tiefe Auskolkung.

Aufschlussart:historisch entstandene Landschaftsform
Größe des Objekts:1 ha
Erreichbarkeit:

gut

Nutzung:

Park

Zustand des
Objektes:

gut

Schutzstatus:

Naturdenkmal (seit 1981)

Bemerkungen/Kurzbeschreibung:

Das Gutsbrack ist durch Deichbrüche infolge von Sturmfluten im 17. und 18. Jahrhundert entstanden.

Literatur:

Röper, C. (1988): Bilder und Nachrichten aus dem Alten Land und seiner Umgebung, Band 3. Jork, 1988.

Bearbeiter: Ehlers

2. September 2003