Stapelfelder Moor
(Ehlers)
Bemerkungen/Kurzbeschreibung:
Das Stapelfelder Moor ist die größte von drei kleinen vermoorten Senken auf einem Geestplateau, die durch Sackung über Toteis entstanden sind. Das Stapelfelder Moor liegt halb auf Hamburger Gebiet; die beiden anderen Hohlformen liegen in Schleswig-Holstein. Das Gebiet liegt außerhalb der Grenze der Weichsel-Vereisung. Es wird von Geschiebelehm und -mergel (Grundmoräne der Saale-Eiszeit) unterlagert.
(Ehlers)
(Ehlers)
Abflusslose Hohlformen (Sölle) gelten als ein Charakteristikum der Jungmoränenlandschaft. Man nimmt an, dass das unruhige Relief, das nach dem Schmelzen des Inlandeises zurückbleibt, spätestens in der nächsten Kaltzeit unter dem Einfluss des Periglazialklimas teils verfüllt, teils zu durchgehenden Tälern verbunden werden.
Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass sie nicht selten auch in Altmoränengebieten vorkommen können. Ein Beispiel hierfür ist das Stapelfelder Moor. Das Stapelfelder Moor ist die größte von drei kleinen, vermoorten Senken auf einem Geestplateau. Das Gebiet liegt außerhalb der Grenze der Weichsel-Vereisung. Es wird durch Grundmoräne der Saale-Eiszeit (Geschiebelehm, Geschiebemergel) unterlagert. Die Hohlformen sind vermutlich durch Sackung über Toteis entstanden. Das Stapelfelder Moor liegt halb auf Hamburger Gebiet; die beiden anderen Hohlformen liegen ganz in Schleswig-Holstein.
(LGV)
| Objekt-Nr.: | 22 |
| Ortsbezeichnung: | Stapelfeld |
| Bundesland: | Hamburg |
| TK 25-Nr.: | 2427 Glinde |
| Rechts- u. Hochwert: | R 35 793, H 59 402 |
| Geländehöhe: | NN + 40,7 m |
| Geotoptyp: | abflusslose Hohlform |
Regionalgeologische | eiszeitliche Bildung der Altmoränenlandschaft |
| Genese: | Sackung von Bodenschichten über tauendem Toteis |
| Aufschlussart: | Untergrund durch Bohrungen bekannt |
| Größe des Objekts: | 28 ha (12 ha davon auf Hamburger Gebiet) |
| Erreichbarkeit: | von Stapelfeld her über Wanderwege erschlossen |
| Nutzung: | keine |
Zustand des | gut |
Schutzstatus: | Naturschutzgebiet seit 1978; der schleswig-holsteinische Anteil ist seit 1995 ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen. |
Literatur:
Haacks, M.. (1999): Das Naturschutzgebiet Stapelfelder Moor. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 121-126.
Bearbeiter: Ehlers

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