Timmermoor
(Ehlers)
Bemerkungen/Kurzbeschreibung:
Abflusslose Hohlformen (Sölle) sind vor allem in den Jungmoränengebieten Norddeutschlands weit verbreitet. Das Timmermoor ist eine solche kleine, vermoorte Senke.
Es liegt auf einem Grundmoränenplateau. Die Fläche liegt innerhalb des Gebietes der Weichselvereisung. Geschlossene Hohlformen können auf verschiedene Weise entstehen: durch Ausblasung (Deflation), durch Auskolkung (Strudellöcher) oder durch Sackung über Toteis.
Da diese Hohlform mitten in einer Grundmoränenfläche liegt, ist die Entstehung als Strudelloch wenig wahrscheinlich. Da Geschiebelehm für die Ausblasung keine günstigen Voraussetzungen bietet und da auch in der näheren Umgebung keine äolischen Ablagerungen bekannt sind, dürfte auch Ausblasung als Entstehungsursache nicht in Frage kommen. Man nimmt daher an, dass die Senke des Timmermoores durch Sackung über Toteis entstanden ist.
(LGV)
| Objekt-Nr.: | 25 |
| Ortsbezeichnung: | Bergstedt |
| Bundesland: | Hamburg |
| TK 25-Nr.: | 2326 Fuhlsbüttel |
| Rechts- u. Hochwert: | R 35 755, H 59 486 |
| Geländehöhe: | NN + 37 m |
| Geotoptyp: | Toteisloch |
Regionalgeologische | Randzone der Weichsel-Vereisung |
Stratigraphische Stellung | Weichsel-Eiszeit |
Petrographische | - |
| Genese: | Sackung von Bodenschichten über tauendem Toteis |
| Aufschlussart: | glazial geprägte Geländeform |
| Größe des Objekts: | 4 ha |
| Erreichbarkeit: | gut |
| Nutzung: | keine |
Zustand des | gut |
Schutzstatus: | Naturdenkmal |
Das Timmermoor ist eine kleine, vermoorte Senke auf einem Geestplateau, die durch Sackung über Toteis entstanden ist.
Literatur:
keine
Bearbeiter: Ehlers

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