Wohldorfer Wald
(Ehlers)
Nur an wenigen Stellen hat die Weichsel-Vereisung innerhalb Hamburgs deutlich ausgeprägte Endmoränen hinterlassen. Die Höhen des Wohldorfer Waldes sind eine der wenigen Ausnahmen. Sie sind vermutlich durch Gletscherstauchung entstanden. Der Wohldorfer Wald ist Teil eines großen Endmoränenzuges, der sich über den Schübarg und den Bredenberg bis nach Groß-Hansdorf verfolgen läßt, und der sich in der Gegenrichtung über Tangstedt nach Nordwesten fortsetzt.
(Ehlers)
Dieser Endmoränenzug markiert nicht die äußerste Eisrandlage der Weichsel-Vereisung, sondern ein Rückzugsstadium, etwa 5 km von der Maximalposition entfernt. Geschlossene Hohlformen zeigen an, dass vermutlich bei der Gletscherstauchung auch größere Mengen Toteis mit erfasst worden sind. Als dieses schließlich auftaute, blieben wassergefüllte Senken zurück. Die Verlandungsablagerungen dieser Tümpel sind im Profilschnitt deutlich zu erkennen.
(LGV)
| Objekt-Nr.: | 30 |
| Ortsbezeichnung: | Wohldorf |
| Bundesland: | Hamburg |
| TK 25-Nr.: | 2326 Fuhlsbüttel |
| Rechts- u. Hochwert: | R 35 741 - 35 768, H ... |
| Geländehöhe: | NN + 20 bis 32 m |
| Geotoptyp: | Endmoräne der Weichsel-Eiszeit |
Regionalgeologische | Eisrandbildungen der Weichsel-Eiszeit |
Stratigraphische Stellung | Quartär |
Petrographische | Sand und Geschiebelehm/-mergel, in den Senken zum Teil auch Schluff und Mudde |
| Genese: | Endmoräne; an der Stirn eines vorrückenden Gletschers oder Inlandeises wallartig aufgeschobene Schichten (Stauchendmoräne) |
| Objektklasse: | Oberflächenform |
| Größe des Objekts: | 346 ha |
| Erreichbarkeit: | gut |
| Nutzung: | Wald |
Zustand des | gut |
Schutzstatus: | der östliche Teil (135 ha) ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen; der Rest steht unter Landschaftsschutz |
Bemerkungen/Kurzbeschreibung:
Die Höhen des Wohldorfer Waldes sind Endmoränen, die vermutlich durch Gletscherstauchung vor dem Eisrand der Weichsel-Vereisung entstanden sind. Die Endmoräne ist Teil eines großen Endmoränenzuges, der sich von Groß-Hansdorf über den Bredenberg und den Schübarg bis nach Wohldorf verfolgen läßt, und der sich über Tangstedt nach Nordwesten fortsetzt. Dieser Endmoränenzug markiert nicht die äußerste Eisrandlage der Weichsel-Vereisung, sondern ein Rückzugsstadium.
Literatur:
Möller, I. (1999): Das Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald. – In: Köpke, A. & Thannheiser, D. (Hrsg.): Grüne Oasen in Hamburg. Ausgewählte Naturschutzgebiete Hamburgs (Teil 2): 13-21.
Bearbeiter: Ehlers

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