Hamburger Suizidbericht 2005
Die Zahl der Suizide in Hamburg nimmt ab!
Der Hamburger Suizidbericht 2005 zeigt Entwicklungen und Ursachen, präsentiert Hilfs- und Behandlungsangebote und verdeutlicht erste Ansatzpunkte, Suizide im Sinne zielgerichteter Prävention zu verhindern. Diese Ansätze werden zusammen mit Hamburger Fachleuten diskutiert, mit dem Ziel, bestehende Versorgungs- und Präventionsstrukturen weiter zu entwickeln.
Suizid, so belegt der Bericht, ist eine Folge von Verlust: Verlust von Beziehungen, von Gesundheit oder von Arbeit. Er zeigt aber auch, dass sich die Zahl der Suizide weiter verringern lässt und alle Hamburgerinnen und Hamburger, ob im privaten oder im professionellen Bereich, dazu einen Betrag leisten können, indem sie mit der nötigen Aufmerksamkeit und Sensibilität auf Menschen in persönlichen Lebenskrisen achten.
Wer Hilfe braucht findet in Hamburg gut entwickelte Angebote vor. Ein neues Faltblatt informiert über die Hilfsangebote in Hamburg.
In den vergangenen sechs Jahren haben sich im Durchschnitt jährlich 180 Männer und über 90 Frauen das Leben genommen. Bis Mitte der achtziger Jahre lag die Suizidrate in Hamburg noch erheblich höher. Seitdem hat sich die Situation deutlich verbessert. Trotz des erfreulichen Rückgangs sterben in Hamburg aber immer noch fünfmal mehr Menschen an Suizid als an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Über 40 Prozent aller Suizidfälle entfallen auf Menschen im Alter von über 60 Jahren. Bei Frauen liegt sogar jeder zweite Suizid in dieser Altersgruppe. Der Anteil junger Menschen unter 20 Jahren ist mit etwa zwei Prozent bezogen auf alle Suizidfälle vergleichsweise gering, aber Betroffenheit und Anteilnahme sind dafür besonders groß.
Bezugsmöglichkeit:
Der Bericht steht unten als Download zur Verfügung.

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