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Hamburger Kinder in Bewegung

Bericht über Bewegungsverhalten und Bewegungsmotivation Hamburger Kinder

Hamburger Kinder in Bewegung

(Hamburger Kinder in Bewegung)

Je stärker die sportlichen Aktivitäten in der Familie ausgeprägt sind, desto aktiver sind auch die Kinder, sowohl im Alltag als auch im Sportverein. Hamburgs Kinder bewegen sich eher, weil es einfach Spaß macht und weniger, um im Wettbewerb die oder der Erste zu sein. Dies sind nur zwei der Ergebnisse einer Befragung unter 800 Kindern im Alter von ca. zehn Jahren zu ihrem Bewegungsverhalten, den die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) veröffentlicht hat.

Sportärzte und Präventionsexperten raten: Gesunde Kinder sollten sich eine Stunde am Tag intensiv bewegen, d. h. so toben, dass sie dabei deutlich aus der Puste kommen. Bewegung fördert die Sauerstoffaufnahme. Deshalb fühlt sich jeder besser, der sich regelmäßig viel bewegt, hat mehr Energie und ist weniger krankheitsanfällig. Umgekehrt kann Bewegungsmangel zu Übergewicht führen, zu Konzentrationsschwächen oder Schlafproblemen und auch die Lernfähigkeit kann deutlich beeinträchtigt sein. Übergewicht kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen, körperlichen wie auch seelischen.

Die Ergebnisse des Bewegungsberichts zeigen: Viele Hamburger Kinder sind täglich körperlich aktiv. Sie sind dabei fast immer mit ihren Freunden zusammen und bewegen sich bevorzugt draußen. Der Weg zur Schule ist für drei Viertel der Kinder ein alltäglicher Anlass sich zu bewegen. Deutlich mehr als die Hälfte der Kinder sind in einem Sportverein aktiv. Fußball und andere Ballsportarten werden besonders bei Jungen bevorzugt, Mädchen zieht es eher in die Schwimmhalle als auf den Sportplatz.

Andererseits zeigt der Bericht auch, dass sich fast jedes zweite Kind nicht einmal täglich so intensiv bewegt, dass es außer Atem kommt. Ein Grund dafür liegt in der Familie: Je geringer die sportlichen Aktivitäten in der Familie ausgeprägt sind, desto weniger aktiv sind auch die Kinder. Diese benötigen vor allem Erfolgserlebnisse und Spaß an der Bewegung.

Nach den aktuellen Ergebnissen der Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts sind 15 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig, also etwa 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche. Weitere sechs Prozent leiden an Adipositas, ca. 800.000 der 1,9 Mill. übergewichtigen Kinder und Jugendlichen sind sogar stark übergewichtig. Sportärzte haben nachgewiesen, dass sich viele Erkrankungen, wie etwa Typ-2-Diabetes, vermeiden ließen, wenn mehr Sport getrieben würde.

In Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten will die BSG weitere bewegungsfördernde Maßnahmen entwickeln. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der Vorbildfunktion der Eltern, gezielte Motivation der Mädchen oder auch die Gestaltung der Sportangebote. Dadurch sollen auch weniger fitte Kinder Erfolgserlebnisse und Bestätigung erfahren.

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