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Kindergesundheit in Hamburg

Bericht zur Kindergesundheit in Hamburg

Kindergesundheitsbericht Bild

(Kindergesundheit in Hamburg)

Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) hat den Bericht „Kindergesundheit in Hamburg“ veröffentlicht. Er ist Teil der neuen Gesamtkonzeption der Gesundheitsberichterstattung, die sich schwerpunktmäßig an den Lebensphasen der Menschen ausrichtet. In dem Bericht werden die gesundheitliche Lage von Kindern zwischen einem und 14 Jahren in Hamburg beschrieben und bewertet sowie erste Handlungsansätze aufgezeigt.

Die in dem Bericht gewonnenen Erkenntnisse geben wichtige Impulse für die gesundheitliche Entwicklung von Kindern in Hamburg. In vielen Bereichen sind bereits erfreuliche Erfolge verzeichnen. Dazu zählen z. B. die Aktivitäten zur weiteren Steigerung der Teilnahme an Vorsorgeangeboten oder die Maßnahmen zur Umsetzung unseres Konzepts einer drogenfreien Kindheit und Jugend. Wesentliche Ansatzpunkte die Gesundheitskompetenz – also das Wissen über gesundheitsförderndes Verhalten – von Familien zu stärken sowie die Lebenswelten gesundheitsförderlicher zu gestalten. Der vorliegende Bericht soll die handelnden Akteure ermutigen, noch intensiver an dem großen Ziel zu arbeiten, die Gesundheit von Kindern in Hamburg weiter zu verbessern.

Positive Entwicklungen:

Die Entwicklung der Kindergesundheit in Hamburg ist in vielen Bereichen erfreulich. Die Kindersterblichkeit geht zurück, das Vorsorgeverhalten hat sich in vielen Bereichen verbessert. So werden Kinder-Früherkennungsuntersuchungen verstärkt wahrgenommen und auch beim Impfschutz sind erste Erfolge zu verbuchen. Die Zahngesundheit hat sich sogar deutlich verbessert. Überdies gibt es erste positive Signale bei der Verhütung von Kinderunfällen - Tödlich verlaufende Unfälle werden seltener.

Der Bericht zeigt auf, dass die Gesundheit von Kindern besonders in ihren Lebenswelten gefördert wird: Familie, Verwandte und Freunde aber auch Kindertageseinrichtungen und Schulen haben maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder. In Hamburg gibt es zahlreiche erfolgreiche gesundheitsbezogene Leistungen für Familien sowie in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Dazu gehören Angebote der Bewegungsförderung, der Ernährungserziehung, der Sprachförderung oder auch der Sucht- und Gewaltprävention.

Ebenso für die Erfolge mitverantwortlich ist das funktionierende Hamburger Netz von Hilfs- und Beratungsangeboten. Notwendige ambulante Hilfen und Therapien werden über nahezu 140 Kinderärztinnen und Kinderärzte, über 20 niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie über 60 niedergelassene Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen und -therapeuten sichergestellt. In Hamburger Krankenhäusern stehen über 600 vollstationäre Betten und 35 teilstationäre Behandlungsplätze für die Kinder- und Jugendmedizin und die Kinder- und Jugendpsychiatrie zur Verfügung. Zahlreiche Spezialangebote wie z. B. die Kinderkardiologie und die Kinderherzchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf oder aber spezielle Angebote für Schwerbrandverletzte und der Kinderonkologie garantieren die Versorgung bei besonderen Erkrankungen.

Ergänzt werden diese Leistungen durch zielgruppenspezifische Angebote des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Mütterberatungen, der Schulärztliche Dienst sowie weitere Beratungsleistungen zu besonderen Gesundheitsgefährdungen fördern und schützen die Gesundheit der Kinder.

Handlungsbedarfe:

Der Bericht weist aber auch Handlungsbedarfe auf. So werden aktuell mehr übergewichtige und fettleibige Kinder eingeschult als vor 10 Jahren, es wird eine Zunahme von Entwicklungsauffälligkeiten beobachtet und Kinder greifen bereits in sehr jungem Alter zur Zigarette oder zu alkoholischen Getränken. Zudem gibt es Hinweise auf eine Zunahme psychischer Auffälligkeiten und einigen chronischen, Erkrankungen wie Allergien und Asthma. Hand­lungsbedarf zeigt sich auch bei der Vermeidung frühkindlicher Unfälle zuhause und in der Freizeit.

Um die Gesundheit der Kinder weiter zu fördern, sind zielgerichtete Schritte notwendig:

Kinder psychisch kranker Eltern sollten stärker in den Blick genommen werden, frühe Hilfen (Frühförderung) für entwicklungsauffällige und entwick­lungsverzögerte Kinder sind zu gewährleisten und zu koordinieren, Aufklärung zur Verhütung von frühkindlichen Haus- und Freizeitunfällen ist zu verstärken, Impfkampagnen für eine bessere Akzeptanz der Impfungen gegen Masern, Mumps und Rö­teln müssen durchgeführt werden,  die Teilnahme an den Kinderfrüherkennungsuntersuchungen ist weiter zu steigern und es müssen gezielte Strategien gegen das Übergewicht und die Fettleibigkeit von Kindern weiterentwickelt werden.

Bezugsmöglichkeit:

Der Bericht steht unten als Download zur Verfügung.

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Kontaktmöglichkeit
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Uwe Saier Gesundheitsberichterstattung Billstraße 80 a 20539 Hamburg
Tel.: Fax: E-Mail:
040 42837-2219 040 4273-10091 uwe.saier@bgv.hamburg.de

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