Die Arbeit der Familienhebammen in Hamburg
Ergebnisse der Einzelfallevaluation 2006-2007
Aktuell sind mehr als 20 Familienhebammen an 16 Standorten in Hamburg tätig. Die für die Gesundheit zuständige Behörde evaluiert fortlaufend die Arbeit der Familienhebammen. In einer ersten Auswertung wurden alle Betreuungsfälle berücksichtigt, die 2006 und 2007 abgeschlossen wurden. Die Ergebnisse der Evaluation wurden im April 2009 in einem Gesundheitsbericht veröffentlicht. Der Bericht vermittelt einen Eindruck von der erfolgreichen Familienhebammenarbeit in Hamburg. Zudem wurde eine Grundlage geschaffen, auf der dieser praxisbewährte Ansatz frühzeitiger Gesundheitsförderung weiter ausgebaut werden kann. Zur Zeit wird diese Evaluation durch eine Befragung der betreuten Mütter ergänzt. Die zahlenmäßigen Ergebnisse der Jahre 2009/2010 sind als Download (siehe unten) abrufbar.
Ergebnisse aus dem Gesundheitsbericht
Die Evaluation belegt, dass die Zielgruppe der Familienhebammenbetreuung „schwangere Frauen, Mütter und Familien in besonderen Problemlagen“ erreicht wird. Es werden Mütter unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft betreut, Erstgebärende ebenso wie Mehrgebärende. Vielfach liegen in den Familien mehrere Probleme zugleich vor, die die Zeit rund um die Geburt belasten. Der Status als alleinerziehende Mutter und/oder Armut prägen häufig die Situation der betreuten Frauen. Besonders junge Mütter sind überproportional vertreten.
Die Familienhebammenbetreuung beginnt im Regelfall geburtsnah und dauert typischerweise etwa sechs Monate. Die klassischen Themen der Hebammenarbeit wie z. B. Schwangerschaftsbeschwerden, die Gesundheit und Pflege des Kindes und insbesondere die Ernährung des Kindes prägen auch die Familienhebammenarbeit. Sowohl die persönliche Einzelberatung als auch die Integration in Gruppen sind fester Bestandteil der Betreuung. Im Anschluss bieten das lokale Netzwerk wie auch die Familie Anknüpfungspunkte.
Ganz überwiegend schätzen die Familienhebammen selbst ein, dass die jeweiligen Betreuungsziele erreicht wurden. Bei der Mehrzahl der betreuten Mütter wurden vordringliche Probleme aus dem hebammenspezifischen Bereich gelöst und vorhandene Kompetenzen und Ressourcen gestärkt. Erfolge sind z. B. dass trotz belastender Umstände eine gute Mutter-Kind-Beziehung entstanden ist oder dass Mutter und Kind in Angebote des Kinder- und Familienzentrums in der Nachbarschaft integriert wurden.
Bestellung
Den Bericht können Sie unter gesundheitslotsen@bgv.hamburg.de bzw. unter der Telefonnummer 428 37-1999 bestellen und steht unten als Download zur Verfügung.
Hier erhalten Sie weitere Informationen zu den Familienhebammen in Hamburg.

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