Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Tipps und Informationen Was tun bei Sommerhitze?

Hitze kann für den menschlichen Organismus sehr belastend sein. In den meisten Fällen reicht es aus, sich mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen darauf einzustellen. 

Was tun bei Sommerhitze?

Tagesaktuelle Informationen, ob in Hamburg große Hitze zu erwarten ist, werden vom Deutschen Wetterdienst ausgegeben.

Während gesunde Erwachsene auch bei längeren Hitzeperioden durch normale Lebensführung sowie ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme Beeinträchtigungen vermeiden können, bestehen insbesondere für ältere und kranke Menschen gesundheitliche Gefahren. Weiterführende Hinweise für Personen, die sich zu Hause um einen kranken oder pflegebedürftigen Menschen kümmern, und für Eltern von kleinen Kindern finden Sie unten als Download. Die Merkblätter sind in den Sprachen Deutsch, Englisch, Farsi, Polnisch, Russisch und Türkisch sowie in Leichter Sprache verfügbar.

In den meisten Fällen reicht es aus, als gesunder Erwachsener einige einfache Regeln zu beachten und sich in seinem Verhalten auf die Hitze einzustellen, um Beeinträchtigungen und Gesundheitsgefahren zu minimieren:

Vor Hitze Schutz suchen

  • Passen Sie Ihren Tagesablauf der Hitze an: Vermeiden Sie nach Möglichkeit, während der heißesten Tageszeit den Aufenthalt im Freien. Dies gilt insbesondere für körperliche Belastungen: Sport, Gartenarbeit, Arbeiten am Haus.
  • Nutzen Sie für Tätigkeiten im Freien die Morgen- und Abendstunden. Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie ausreichend - pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks.
  • Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen, halten Sie sich im Schatten auf. Tragen Sie eine Kopfbedeckung und weite, luftdurchlässige, helle Kleidung. Nehmen Sie eine Flasche Wasser mit.
  • Lassen Sie niemals Kinder, gesundheitlich geschwächte Personen oder Tiere in einem geparkten Fahrzeug zurück – auch nicht für kurze Zeit.

Kühlen

  • Halten Sie sich im kühlsten Raum Ihrer Wohnung auf.
  • Schließen Sie die Läden und Vorhänge der Fenster, die der Sonne ausgesetzt sind.
  • Lassen Sie die Fenster geschlossen, wenn die Außentemperatur höher ist als die Raumtemperatur.
  • Öffnen Sie die Fenster nachts und lüften Sie dann durch. Zur Abkühlung können Sie duschen oder baden.
  • Erfrischen Sie sich mit einem nassen Waschlappen oder einer Sprühflasche. Befeuchten Sie Ihre Kleidung.

Essen und Trinken

  • Trinken Sie ausreichend und gleichmäßig über den Tag verteilt alkoholfreie Getränke – zum Beispiel Wasser, kalten Tee, Saftschorle, Fruchtsaft – auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Empfohlen werden mindestens zwei Liter am Tag.
  • Bitte beachten: Bei manchen Krankheiten muss die Flüssigkeitszufuhr sorgfältig kontrolliert werden. Wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt und lassen sie sich einen Trinkplan erstellen.
  • Trinken Sie keine alkoholischen Getränke. Meiden Sie Getränke mit viel Zucker.
  • Meiden Sie sehr kalte Getränke – sie können zu Magenbeschwerden führen. 
  • Essen Sie auch ausreichend, am besten verteilt auf mehrere kleine und leichte Mahlzeiten.
  • Essen Sie Obst und Gemüse – so können Sie zusätzlich Flüssigkeit aufnehmen.

Schutz vor gefährlicher UV-Strahlung

  • Setzen Sie sich nicht ungeschützt der Hitze aus. Besonders zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie es möglichst vermeiden, sich längere Zeit ungeschützt im Freien aufzuhalten.
  • Nutzen Sie Sonnenschutzmittel. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie stark welches Produkt vor UV-Strahlen schützt. Empfehlenswert ist eine wasserfeste Sonnencreme, die dem Hauttyp entspricht. Regelmäßiges Nachcremen nicht vergessen.
  • Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf Sonnenstrahlen und braucht deshalb besonders guten Schutz. Setzen Sie Kinder nicht lange der Sonne aus und schützen Sie sie durch Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Säuglinge und Kleinkinder sollten der direkten Sonne möglichst gar nicht ausgesetzt werden.
  • Ein sehr guter Schutz vor Sonnenstrahlen ist angepasste Kleidung. Lange Ärmel und Hosenbeine, Sonnenhüte und Sonnenbrillen verhindern effektiv, dass gefährliche UV-Strahlen die Haut erreichen. Helle Farben sind besonders von Vorteil.

Wer wissen möchte, wie gefährlich die Sonne gerade ist, kann den UV-Index zu Rate ziehen. Das UV-Informationssystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) berechnet aus aktuellen Vorhersagen für die Dicke der Ozonschicht und aktuellen Wettervorhersagen die erwartete UV-Strahlung und bewertet das Risiko. Auf den Internetseiten des DWD finden Sie tagesaktuelle UV-Informationen zur erwarteten Gesundheitsgefährdung durch UV-Strahlung in Deutschland.

Die entscheidende Rolle für die Entstehung von Hautkrebs spielt die UV-Strahlung der Sonne und der Solarien. Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere wichtige Informationen zu diesem Thema:

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