Gemeinsame Empfehlungen
Runder Tisch „Sexuelle Dienstleistungen“ legt Ergebnisbericht vor
(Foto: www.mediaserver.hamburg.de/Christian Spahrbier))
Zu den im Bericht genannten Empfehlungen zählen u. a. die Forderung nach besseren Regelungen für Prostitutionsstätten (z. B. durch Einführung einer Erlaubnispflicht), eine einheitliche Anwendung bestehender Bestimmungen (z. B. aus dem Baurecht oder der Arbeitsstätten-Verordnung) oder die Förderung der Selbstorganisation von Prostituierten (z. B. hinsichtlich Wissen um Rechte und Pflichten oder zu Hilfe- und Beratungsmöglichkeiten). Eine Selbstorganisation könnte zudem zukünftig die Informationsvermittlung bzw. den Austausch mit Prostituierten unterstützen, so dass in weiteren Schritten nicht nur über sie, sondern auch direkt mit ihnen gesprochen werden kann.
Einig waren sich die Vertreterinnen und Vertreter am Runden Tisch auch, dass lokale Besonderheiten im Blick behalten werden müssen. Dies ist notwendig, um vor Ort, z. B. mit einem Runden Tisch Sexuelle Dienstleistungen St. Georg, spezielle Konflikte aufzuarbeiten und zu lösen. Weiter gilt es auch, das bestehende Angebot zum Ausstieg aus der Prostitution im Auge zu behalten, um gesicherte Erkenntnisse über Ausstiegsmotivation oder über die Möglichkeiten, einen Einstieg in die Prostitution zu verhindern, zu gewinnen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass hinsichtlich vieler Bewertungen oder Handlungsoptionen Einverständnis hergestellt wurde. Hingegen wurde, z. B. in der Haltung zu einer Meldepflicht für Prostituierte, keine gemeinsame Haltung gefunden.
Unter Koordination der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz waren beim Runden Tisch Sexuelle Dienstleistungen neben anderen Fachbehörden (u. a. JB und BfI) und verschiedenen Bezirken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Café Sperrgebiet (Diakonisches Werk), von ragazza e. V, amnesty for women, TAMPEP/INDOORS, team.arbeit.hamburg, Ratschlag Prostitution, Koofra e. V. (Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel), der Kaffeeklappe (Diakonisches Werk), Basis-Projekt e. V., der Agentur für Arbeit und des Grone Netzwerks Hamburg vertreten. Die Empfehlungen werden nun mit den Spitzen anderer Behörden beraten, um weitere Schritte absprechen zu können.
Der Ergebnisbericht steht Ihnen unten als Anlage zur Verfügung.
(Foto: www.mediaserver.hamburg.de/Christian Spahrbier)

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