Das Mammografie-Screening-Programm nun auch in Hamburg!
(SK)
Die Mammografie ist eine Röntgenuntersuchung, mit der Brustkrebs früher erkannt werden kann. Unter Screening versteht man Reihenuntersuchungen von Personen die keine Krankheitssymptome haben.
Die Teilnahme an diesem Programm ist freiwillig. Die Kosten für das Screening-Programm tragen die Krankenkassen.
Im Rahmen des jetzt in Hamburg anlaufenden Screening-Programms erhalten im Verlauf der nächsten zwei Jahre alle Frauen der genannten Altersgruppe eine erste Einladung.
Die Daten dafür werden von den Einwohnermeldeämtern zur Verfügung gestellt. Frauen die auf eine Einladung nicht warten möchten, haben die Möglichkeit sich direkt an die Zentrale Stelle zu wenden um einen Untersuchungstermin zu vereinbaren. Die Zentrale Stelle Mammographie-Screening Hamburg/Bremen sitzt in Bremen, Horner Straße 60/70, 28203 Bremen.
In Hamburg finden die Untersuchungen im neu eröffneten Mammographie-Screening-Zentrum in der Mönckebergstraße 11 statt. www.mammascreening-hamburg.de
Das Mammografie-Screening-Programm entspricht höchsten Qualitätsanforderungen. Diese hohen Ansprüche an die Qualität umfassen alle Schritte der Versorgungskette, d. h. nicht nur die Röntgenuntersuchung und die Beurteilung der Röntgenaufnahme sondern z. B. auch die Einladung, die Information der Patientin, die Dokumentation sowie auch die evtl. notwendig werdende Diagnostik zur Abklärung auffälliger Befunde.
Trotz aller Bemühungen, das Mammografie-Screening-Programm so sicher und wirkungsvoll wie möglich zu gestalten, gibt es auch Gründe, die gegen eine Teilnahme sprechen. Die Entscheidung zur Teilnahme am Mammografie-Screening-Programm hängt nicht nur von der wissenschaftlichen Bewertung, sondern immer auch von der persönlichen Lebenssituation und der inneren Einstellung einer Frau ab.
Jede Frau kann und sollte selbst entscheiden, ob sie an der Untersuchung teilnimmt. Dazu braucht sie verlässliche Informationen über die Chancen, aber auch über die Risiken, die mit der Untersuchung verbunden sind.
Umfassende Informationen zu den Vor- und Nachteilen des Mammografie-Screening-Programms sind von verschiedenen Organisationen zusammengestellt worden:
Eine ist die Broschüre 'Brustkrebs Früherkennung', die von dem Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit erarbeitet worden ist:
www.nationales-netzwerk-frauengesundheit.de/index.htm
Hier können Sie die Broschüre 'Brustkrebs Früherkennung' telefonisch bestellen:
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Telefon: 040 42837-1999
Weitere Informationen finden Sie im Internetauftritt der Deutschen Krebsgesellschaft:
www.krebsgesellschaft.de/mammografie.html?markierung=mammografie%7Cscreening
Im Internetauftritt der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, die das Screening bundesweit koordiniert, finden Sie außerdem genaue Informationen zur Durchführung der Untersuchung:
www.mammo-programm.de/screening-programm/untersuchung.php
Bitte beachten Sie:
Unabhängig von diesem Mammografie-Screening-Programm kann Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin jederzeit eine Mammografie veranlassen, wenn ein konkreter Grund dafür vorliegt: Zum Beispiel weil ein Knoten in der Brust tastbar ist, der genauer untersucht werden sollte. Die Kosten für diese so genannte diagnostische Mammografie werden ganz unabhängig vom Alter der Patientin ebenfalls von der Krankenkasse übernommen.
Weiterhin bleibt auch die jährliche Untersuchung zur Krebsfrüherkennung durch den Gynäkologen/die Gynäkologin ein wichtiger Bestandteil der von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Vorsorgeuntersuchungen. Hierbei erfolgt unter anderem die Tastuntersuchung der Brust und der Achselhöhlen.

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