Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Kinder und Familien Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte

Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte

vergrößern Deckblatt zum Leitfaden: Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Bild: BGV) Die Gesundheitsbehörde, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und die Techniker Krankenkasse haben gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern bereits 1997 einen Hamburger Leitfaden "Gewalt gegen Kinder" entwickelt, der bereits  in der dritten Auflage erschienen ist.

Dieser Leitfaden soll Ärztinnen und Ärzten helfen, Kindesmisshandlungen, Vernachlässigungen und sexuellen Missbrauch zu diagnostizieren.  In einem Fallmanagement in Kooperation mit anderen psychosozialen Berufsgruppen werden Lösungswege vorgeschlagen.

In diesem Leitfaden werden den Praktikern ganz konkrete Hilfen zur Diagnostik und Befunderhebung an die Hand gegeben. Es werden alle Hamburger Einrichtungen in den Bezirken, Beratungsstellen, Institutionen und Einrichtungen mit Adressen für ein praxis-übergreifendes koordiniertes Fallmanagement benannt.

Mittlerweile gibt es Leitfäden nach dem Hamburger Vorbild in fast allen Bundesländern. Der Leitfaden liegt den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und allen Hamburger Hilfeeinrichtungen vor.

Zur Erhöhung der Handlungssicherheit beim Thema 'Gewalt gegen Kinder und Jugendliche' wurden in Kooperation mit der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg und der Techniker Krankenkassen eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen durchgeführt.

Inzwischen liegt eine Evaluation zum Hamburger Leitfaden 'Gewalt gegen Kinder und Jugendliche' durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und die Techniker Krankenkasse (TK) vor.

Die Befragung macht deutlich, dass sich Ärzte wesentlich sicherer bei der Diagnostik von Misshandlungen fühlen, wenn sie sich im Verdachtsfall an einem Leitfaden orientieren können. Danach befragt, ob der Hamburger Leitfaden "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" für sie hilfreich ist, gaben 70 Prozent an, dass ihnen der Leitfaden mehr Sicherheit im Umgang mit diesem schwierigen Thema vermittelt.

"Unser Ziel war und ist es weiterhin, die Sinne von Ärzten und anderen Berufsgruppen zu schärfen, damit sie Kindesmisshandlungen besser erkennen und Hilfsmaßnahmen einleiten können. Die Reaktionen zeigen, dass sich der Leitfaden bewährt hat", so der Sprecher der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg.

Den Leitfaden finder Sie unten als Download.

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Kerstin Ehlers
Fachabteilung Gesundheitsdaten und Gesundheitsförderung
Billstraße 80
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