Große Freiheit
von Andres Lehmann
Öffentliche Verkehrsmittel:
S1 und S3 Haltestelle Reeperbahn, U3 Haltestelle St. Pauli
Buslinie 112, Schnellbusse 36 und 37 HVV-Fahrplanauskunft
Parkplätze: Reeperbahn-Garagen, Spielbudenplatz 5
Einst galt auf der "Großen Freiheit" eine Religions- und Gewerbefreiheit, die Handwerkszunft bezog Quartier in dem heutzutage weltberühmten Straßenzug.
Erst in den vierziger Jahren wurde der Mythos der Großen Freiheit als bunte Amüsiermeile geboren. Nachtclubs öffneten ihre Pforten – und auf den Bühnen wurde von den zuweilen leicht bekleideten Protagonisten mehr als nur ein Striptease dargeboten.
Neben dem Hans-Albers-Platz und dem Hamburger Berg zählt die Freiheit zu den wichtigsten "Nebenschauplätzen" des Kiez.
Blick in die Große Freiheit
Im Kaiserkeller in der "Großen Freiheit 36" traten einst die Beatles auf.
In der Straße gibt es Clubs, Diskotheken und Striplokale wie das Dollhouse.
Bei vielen Junggesellenabschieden ist das Dollhouse "gesetzt".
Im Safari geht es auf der Bühne "zur Sache".
Noch mehr Tische und Tänzerinnen...
Zwischen 1962 und 1969 traten im Star-Club unter anderem die Beatles, Jimi Hendrix, Chuck Berry und Black Sabbath auf.
In der Großen Freiheit befindet sich auch Hamburgs älteste Disco – das Grünspan.
Inmitten der Großen Freiheit steht die katholische St. Joseph Kirche.
Kehraus in der Großen Freiheit – oft erst in den Morgenstunden
Moin Moin, Rock'n'Roll
Doch neben freizügigen "Tanzeinlagen" wurde der "kleine Bruder" der Reeperbahn durch den Rock'n'Roll geprägt. Einige junge Musiker aus Liverpool etwa kamen im Jahre 1960 nach Hamburg, um zunächst im Indra, später im Kaiserkeller und dem Star Club aufzutreten: The Beatles.
An den Star Club erinnert in einem Hinterhof nur noch ein Gedenkstein mit einer Auflistung jener Bands, die einst mit ihren E-Gitarren in den Clubs der Freiheit wirbelten. Die weiteren "Originalstätten" können unter anderem im Zuge von angebotenen Kiez-Touren noch immer bestaunt werden.
Seit 2008 weist dem Besucher der aufwendig gestaltete Beatles Platz in Form einer überdimensionierten Schallplatte den Weg in die Große Freiheit.
Leuchtend und blickend
Gerade am Wochenende wird die Freiheit touristisch stark frequentiert. Viele Junggesellenabschiede etwa enden in der Striptease-Bar "Dollhouse" – nicht ohne zuvor alberne Utensilien zur Finanzierung des oft kostspieligen Ausflugs zu verhökern.
Bis heute finden in den zahlreichen Diskotheken und Partykellern Konzerte statt. Große Leuchtbanner überspannen dabei die Gasse des Vergnügens.
Früher, zu Zeiten der Handwerkszünfte, ging es entlang der Großen Freiheit wohl noch etwas beschaulicher zu.
Weitere Sehenswürdigkeiten
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