Große Freiheit Berühmte Seitenstraße in St. Pauli

Auf der wohl bekanntesten Seitenstraße der Reeperbahn, der Großen Freiheit, tummeln sich gerade an Wochenenden Partygänger und Touristen. 

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Große Freiheit in Hamburg

Adresse
Große Freiheit, 22767 Hamburg
Öffentliche Verkehrsmittel
S1, S3 Haltestelle Reeperbahn
U3 Haltestelle St. Pauli
Buslinie 111 Haltestelle S Reeperbahn,
Parkplätze
Reeperbahn-Garagen, Spielbudenplatz 5

Nachtclubs und freizügige Tänze 

Neben dem Hans-Albers-Platz und dem Hamburger Berg zählt die Große Freiheit heutzutage zu den beliebtesten Anlaufstellen des Kiez. Doch erst in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Mythos der Großen Freiheit als bunte Amüsiermeile geboren. Nachtclubs öffneten ihre Pforten und auf den Bühnen wurde von den zuweilen leicht bekleideten Protagonisten mehr als nur ein Striptease dargeboten.  

The Beatles und Rock'n'Roll

Doch neben freizügigen Tanzeinlagen wurde die Seitenstraße der Reeperbahn vor allem durch den Rock'n'Roll geprägt. Einige junge Musiker aus Liverpool kamen im Jahre 1960 nach Hamburg, um zunächst im Indra, später im Kaiserkeller und danach im Star Club aufzutreten. Bei den Herren handelt es sich um die Beatles. An den Star Club erinnert in einem Hinterhof nur noch ein Gedenkstein mit einer Auflistung jener Bands, die einst mit ihren E-Gitarren in den Clubs der Freiheit wirbelten. Weitere Originalschauplätze der Band können im Zuge von angebotenen Kiez-Touren noch immer bestaunt werden. Seit 2008 weist dem Besucher der aufwendig gestaltete Beatles-Platz in Form einer überdimensionierten Schallplatte den Weg in die Große Freiheit.

Vergnügungsmeile in Hamburg

Gerade am Wochenende ist die Große Freiheit bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Viele Junggesellenabschiede enden in der Striptease-Bar Dollhouse – nicht ohne zuvor alberne Utensilien zur Finanzierung des oft kostspieligen Ausflugs zu verkaufen. Auch die übrigen Clubs der Straße werden mit riesigen Leuchtbannern beworben und überspannen dabei die gesamte Straße. Zudem werden in zahlreichen Lokalitäten Konzerte angeboten, die bekannteste ist die Große Freiheit 36. Nach einer langen Nacht steuern Kiezgänger den Fischmarkt an der Elbe an.

Die historische Große Freiheit 

In den Jahren 1611/12 wurde ein besonderer Bezirk namens Freiheit eingerichtet, der damals zu Altona gehörte. Zwei bereits existierende Straßen wurden in Große und Kleine Freiheit umbenannt. Handwerker konnten gegen eine jährliche Abgabe – unabhängig von der Zugehörigkeit zu den Zünften – ihrem Gewerbe nachgehen. Die Straßen wurden somit zu einer besonderen Wirtschaftszone. Religiöse Minderheiten wurden hier ebenfalls nicht behelligt. Ab 1660 wurde die katholische Kirche St. Joseph am nördlichen Ende der Straße gebaut. Die Privilegien der Großen Freiheit galten auch für die benachbarte Kleine Freiheit, die heute die Grenze zwischen Altona und St. Pauli bildet. Erst seit dem Groß-Hamburg-Gesetz in 1937/38 gehören die Große und Kleine Freiheit zu Hamburg. 

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Berühmte Seitenstraße in St. Pauli
Auf der wohl bekanntesten Seitenstraße der Reeperbahn, der Großen Freiheit, tummeln sich gerade an Wochenenden Partygänger und Touristen. 
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20150204 16:02:23
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