Behörde für Umwelt und Energie

Aktuelles zur Gründachstrategie Wärmebildanalyse zeigt Kühlwirkung vom Gründach

Gründächer kühlen. Eine aktuelle Studie von der HafenCity Universität macht die Kühlwirkung jetzt auch direkt sichtbar. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurden an einem warmen Sommertag Infrarotaufnahmen vom Gründach der Behörde für Umwelt und Energie und von benachbarten, nicht begrünten Flachdächern genommen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass das Gründach kühler ist - und zwar um rund 30 Grad!

Wärmebildanalyse zeigt Kühlwirkung vom Gründach

vergrößern Wärmebid Gründach (Bild: HCU - Zamna A. Rodríguez Castillejos) Die Kühlwirkung eines Gründachs hat entscheidende Vorteile für das Raumklima im Gebäude und sorgt direkt für niedrigere Energiekosten bei der Klimatisierung. Zudem heizt die Stadt weniger auf und die Lebensqualität bleibt auch an heißen Sommertagen hoch. Somit sind Gründächer nicht nur eine interessante Maßnahme für Gebäudeeigentümer, sondern auch eine Maßnahme, die dabei hilft, Hamburg auf den Klimawandel vorzubereiten.


Was zur Vorbereitung auf das zukünftige Klima getan werden kann, wird unter anderem im Rahmen des KLIQ-Projektes an der HafenCity Universität untersucht. Dieses Projekt analysiert hochverdichtete innerstädtische Quartiere im Bezug auf den Klimawandel. Durch die Versiegelung kann Regenwasser nicht mehr versickern und die Siele stoßen bei Starkregen an ihre Grenzen. Zudem heizen Gebäude sich besonders stark auf und damit bleibt diese Hitze in der Stadt hängen. Mit einer Begrünung auf dem Dach oder an der Fassade heizt das Gebäude sich, wie die Ergebnisse zeigen, viel weniger auf. Auch deswegen fördert der Senat den Bau von Gründächern.