Interkulturelle Beratung für Opfer von häuslicher Gewalt und Zwangsheirat
Angebote
Die Beratungsstellen bieten den Betroffenen Hilfestellungen auf ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben an und informieren auch über rechtliche Möglichkeiten. Sie bieten Themenabende für Multiplikatoren und Eltern an. Damit sollen insbesondere das Unrechts- und Problembewusstsein gegenüber Zwangsverheiratungen in der Öffentlichkeit erhöt und Handlungsmöglichkeiten zur Prävention aufzuzeigt werden.
(Logos der Interkulturellen Beratungsstellen)
Die Beratung ist freiwillig, einzelfallbezogenen und kostenlos. Das Beratungsangebot ist bei zwei Integrationszentren angebunden.
Nähere Informationen zu den Beratungszeiten und - sprachen erhalten Sie auf den Webseiten der Beratungsstellen:
- i.bera - Interkulturelle Beratungsstelle (Träger: Verikom)
- LÂLE - Interkulturelle Beratungsstelle (Träger: Interkulturelle Begegnungsstätte e.V.)
Zum Hintergrund Die Betroffenen benötigen Angebote,
Deshalb ist der vielschichtige interkulturelle Beratungsansatz für einen erfolgreichen Zugang der Zielgruppe entscheidend. Zur spezifischen Gewaltproblematik von Migrantinnen kommt häufig erschwerend hinzu, dass viele Migrantinnen nicht über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse und über eine Schul- bzw. Berufsausbildung verfügen. Hierdurch gestaltet sich der Aufbau einer eigenständigen ökonomischen Existenz als besonders schwierig, was die Herauslösung aus bestehenden Gewaltverhältnissen erschwert. Vor allem Migrantinnen haben daher einen breiten und längerfristig angelegten Beratungsbedarf. Die bestehenden Barrieren hinsichtlich der Inanspruchnahme von Hilfen sollen durch einen interkulturellen und thematisch breit gefassten Beratungsansatz abgebaut werden. Die Beratungsstellen wurden im Haushaltsjahr 2011 von der Stadt Hamburg zusammen mit rund 275.000 Euro gefördert. Evaluation Die Arbeit der beiden interkulturellen Beratungsstellen wurde 2011 im Auftrag der Sozialbehörde evaluiert. Dokumentation des Fachtages „Gewalt kennt keine Grenzen“ Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, die von häuslicher oder familiärer Gewalt/Zwangsheirat betroffen sind, erleben oftmals eine Verharmlosung ihrer familiären Situation. Kulturbedingte Zuschreibungen führen häufig zur Bagatellisierung der erlebten und miterlebten Gewalt. Familiäre Gewalt und Zwangsheirat erfordern einen sensiblen Umgang in der sozialpädagogischen Arbeit. Der Fachtag „Gewalt kennt keine Grenzen - Zwischen Stigmatisierung und Verharmlosung“ am 20.10.2011 hatte zum Ziel, Impulse für eine gelingende Unterstützungsarbeit der beteiligten Fachkräfte zu geben. Unter www.ikb-lale.de steht die Dokumentation als Download (PDF, 14 MB) zur Verfügung. |

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