Eisbären, Pinguine & Co Eisige Welten bei Hagenbeck

In der modernen Anlage des Eismeers leben Tiere aus arktischen und antarktischen Regionen unter naturnahen Bedingungen. Eisbären, Walrosse und Pinguine toben im Wasser und auch Besucher tauchen mithilfe von Panoramascheiben ab. 

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Das Eismeer in Hagenbecks Tierpark Hamburg

Lebensraum Eismeer

Wer Hagenbecks Eismeer besucht, begibt sich auf eine spannende Reise an einige der entlegensten Orte der Welt. Wie in der Antarktis und am Nordpol begegnet man dort Walrossen, Eisbären, munteren Pinguinen und Seevögeln in einer begehbaren Voliere, die auf die beste Welle zum Surfen warten. 

Die innovative Anlage des Eismeers, ist ein modernes Beispiel für naturnahe Tierhaltung: Mehr als sieben Meter tiefe Tauchbecken, viel Platz zum Schwimmen, Felsen und eine Wellenanlage bieten den Tieren aus Polarregionen möglichst naturnahe Lebensbedingungen. Über 100 verschiedene Arten leben in dem kalten Wasser, das aus 180 Metern Tiefe hinaufbefördert wird, um eine kühle Temperatur zu gewährleisten. 

Auf dem 750 Meter langen Weg durch das Eismeer können Besucher mithilfe von Panoramascheiben besondere Einblicke in das Leben der Tiere erhalten. Neben Eisbären, Seebären und arktischen Seevogelarten lebt in Hagenbecks Eismeer auch die einzige Walross-Gruppe eines deutschen Zoos. Walrosse haben in der Polarlandschaft des Tierparks ohnehin eine lange Tradition: Das wohl berühmteste Walross Antje wurde sogar zum NDR-Fernsehstar. 

Eisbären und Walrosse 

Eisbären zählen zu den bekanntesten Tieren, die ihren Lebensraum am Nordpol, also in der Arktis haben. Zwei von ihnen leben im Eismeer. Besucher können die großen Raubtiere nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser beobachten. Durch speziell verdickte Panoramascheiben schaut man der Eisbärendame Victoria und ihrem Freund, dem Eisbären Blizzard, beim Schwimmen und Tauchen zu. 

Direkt nebenan leben fünf Walrosse, die von den Bären durch für Besucher unsichtbare Gräben getrennt sind. Mit den Tieren, die im Eismeer leben, nimmt der Tierpark Hagenbeck am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teil, um der Ausrottung vieler bedrohter Tierarten entgegenzuwirken. Nachdem bei den Walrossen bereits im Jahr 2014 ein kleines Walrossbaby geboren wurde, hofft der Tierpark auch bei dem Eisbären-Paar auf Nachwuchs. 

Die Reise der Pinguine

Durch das Eismeer watscheln auch niedliche Frackträger aus der Antarktis: Esels- und Königspinguine sowie Humboldt-Pinguine, die übrigens nach ihrem Entdecker, dem Wissenschaftler Alexander von Humboldt benannt sind, tummeln sich in ihrem Gehege. Das Konzept des Eismeers sieht es vor, dem natürlichen Lebensraum der Tiere möglichst gerecht zu werden. Daher können die Pinguine in ihm springen, hüpfen, klettern und natürlich auch schwimmen, um ihre angeborenen Bewegungsabläufe zu fördern. 

Das ehemalige Nordland-Panorama

Das Eismeer ist nicht die erste Anlage des Parks, die speziell für Tiere aus polaren Regionen gebaut wurde: Mit der Tierpark-Eröffnung 1907 weihte der Gründer Carl Hagenbeck das „Nordland-Panorama“ ein und präsentierte erstmalig eine arktische Landschaft mit Tieren, die nur durch Gräben von den Besuchern getrennt waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage weitestgehend zerstört und später nie wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Bis zum Abriss des Gebäudes im Frühjahr 2009 bewohnten Seebären, Mähnenrobben, Humboldt-Pinguine und Eisbären die Felsen. Das heutige Eismeer orientiert sich architektonisch eng am historischen Vorbild, um den Denkmalschutzvorgaben zu entsprechen und der Idee des Gründers zu entsprechen.

Weitere Informationen: Eismeer Hagenbeck


Quelle: Tierpark Hagenbeck

Hagenbeck in Bildern


Eisige Welten bei Hagenbeck
In der modernen Anlage des Eismeers leben Tiere aus arktischen und antarktischen Regionen unter naturnahen Bedingungen. Eisbären, Walrosse und Pinguine toben im Wasser und auch Besucher tauchen mithilfe von Panoramascheiben ab. 
20180619 15:53:09