Tierpark Hagenbeck Elefantenbaby auf Kanja getauft

Zehn Wochen nach seiner Geburt wurde Hagenbecks jüngster Elefantenspross auf den Namen Kanja getauft. Der kleine Dickhäuter wurde traditionell mit Kokosmilch gesegnet nachdem er seine anfängliche Scheu überwunden hatte. Seine Paten sind Ärzte des UKE, die die Patenschaft auf einer Versteigerung zugunsten des Neubaus der universitären Kinderklinik ersteigert hatten.

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Taufe des Elefantenbullen Kanja

Die Taufe

Mit viel Respekt gegenüber den Dickhäutern bewegten sich die Paten Dr. Wilfried Fehrle und May Shaana durch das Gehege und tauften den kleinen Kanja traditionell mit Kokosmilch, was sich aber als schwierig erwies. Der kleine Elefant versteckte sich immer wieder hinter seinen Verwandten oder tollte mit seiner Schwester Anjuli durch das Gehege.

Obwohl die Taufzeremonie binnen kurzer Zeit über die Bühne ging, war dem kleinen Elefantenbullen die Anstrengung anzusehen. Als er von dem Trubel genug hatte, ließ er sich zu einem kleinen Mittagsschläfchen auf einem Heuhaufen nieder und schlief ein. "Das ist wie bei Menschenkindern. Die neuen Eindrücke müssen sie erstmal verarbeiten", so Elefantenpfleger Thorsten Köhrmann. 

Kanja als tierischer Botschafter

Taufpaten waren Dr. Wilfried Fehrle, Arzt im UKE und seine Frau May Shaana. Auf einer Versteigerung zugunsten des Neubaus der Universitären Kinderklinik des UKE hatten die beiden amerikanischen Elefantenfans, die seit einiger Zeit in Hamburg leben, die Taufe für sich ersteigert. Sie hatten 1350 Euro für die Patenschaft geboten. Das gesamte Spendengeld von rund 20.000 Euro fließt in den Neubau der Kinderklinik des UKE. 

Am Dienstag, 22. März 2016, war es dann endlich so weit. Der kleine Elefantenbullen wurde getauft. Die Taufpaten hatten sich schon immer einen Elefanten gewünscht, aber als Haustier sei er doch zu groß. "Wenn es Zwergelefanten geben würde, dann hätten wir einen in unserem Garten", erzählt Dr. Wilfried Fehrle, "Als ich Kanja sah, war es für mich keine Frage Pate zu werden. Wir haben uns schon seit Monaten gefreut. Es ist nur schade, dass er so scheu ist." Am Ende fügt er noch hinzu: "Wir werden öfters vorbeikommen und ihn begrüßen."

Auch das UKE freut sich über die einmalige Aktion des Tierpark Hagenbecks. "Wir danken dem Tierpark Hagenbeck für diese außergewöhnliche Idee und Unterstützung unserer neuen Klinik, die im Herbst nächsten Jahres die ersten Patienten aufnehmen wird", erklärt der Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE. 

Hagenbeck schreibt Tiergeschichte

Kanjas Mutter Kandy war Deutschlands erste Herdengeburt. Ihre natürliche Geburt im Kreise der Familie zuzulassen, war ein gewagtes Experiment von Hagenbeck, das bis zu dem Datum in keinem zoologischen Garten stattgefunden hatte. Seitdem kommen im Tierpark alle Elefanten auf diese Weise zur Welt. 
Kanja ist der erste Elefant deutschlandweit, der in zweiter Generation innerhalb einer Herde geboren wurde. Der kleine Dickhäuter erblickte am 11. Januar 2016 das Licht der Welt. Zehn Wochen nach seiner Geburt bringt er bereits 200 Kilogramm auf die Waage. Bei seiner Geburt war er bereits 86 Zentimeter groß und wog 90 Kilogramm.

Die Elefantengeburt als Video

Elefantenbaby auf Kanja getauft
Zehn Wochen nach seiner Geburt wurde Hagenbecks jüngster Elefantenspross auf den Namen Kanja getauft. Der kleine Dickhäuter wurde traditionell mit Kokosmilch gesegnet nachdem er seine anfängliche Scheu überwunden hatte. Seine Paten sind Ärzte des UKE, die die Patenschaft auf einer Versteigerung zugunsten des Neubaus der universitären Kinderklinik ersteigert hatten.
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