SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Hagenbecks Tiger-Quartett Nun auch draußen zu sehen

Vier Monate nach der Geburt der Tigerwelpen im Tierpark Hagenbeck darf das wilde Quartett auch die Außenanlage erkunden. Im Mutter-Kind-Gehege haben Mischa, Vitali, Anuschka und Dascha bereits gerangelt, sich gegenseitig gejagt und ihre Kräfte gemessen. Nun zu den Hamburger Herbstferien können sich die Kleinen auch draußen austoben. 

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Tigernachwuchs im Tierpark Hagenbeck

Angebot in den Herbstferien

15 Jahre lang hat es im Tierpark Hagenbeck keinen Tigernachwuchs gegeben. Umso größer war die Freude als die vier Tigerwelpen am 15. Juni 2017 zur Welt kamen. Damit alle Kinder die putzmunteren Tiger sehen können, reduziert der Tierpark die Eintrittpreise in den Herbstferien erheblich. Anstatt 15 Euro zahlt jedes Kind zwischen 4 und 16 Jahren vom 16. bis inklusive zum 31. Oktober nur fünf Euro Eintritt. Außerdem gibt es jeden Tag ab 11:30 Uhr eine Tierpfleger-Sprechstunde oder das Wissensmobil der Li-Zooschule vor dem Tigergehege.

16. bis 19. Oktober: Tierpfleger, 11:30 bis 12 Uhr
20. Oktober: Zooschulmobil, 11:30 bis 13 Uhr
21. bis 22. Oktober: Tierpfleger, 11:30 bis 12 Uhr
23. bis 29. Oktober: Zooschulmobil, 11:30 bis 13 Uhr
30. bis 31. Oktober: Tierpfleger, 11:30 bis 12 Uhr

Über die Namen der Tiger

Am 15. Juni 2017 erblickten vier Tiger im Tierpark Hagenbeck das Licht der Welt. Die weiblichen Jungtiere wurden Dascha und Anushka, die männlichen Mischka und Vitali genannt, nachdem der Tierpark kurz nach der Geburt der Tiger zu einer Namensaktion aufgerufen hatte. Aus einer Liste von zehn russischen Namen, die der Tierpark Hagenbeck zusammengestellt hatte, konnten Tierpark-Freunde per E-Mail über die Namen abstimmen. Die Mails kamen aus Deutschland, den Nachbarstaaten aber auch aus Australien, Singapur, Großbritannien und anderen Ländern. "Mit so einer starken Resonanz hatten wir gar nicht gerechnet", so Tierpfleger Tobias Taraba. Die Namen passen zum heutigen Verbreitungsgebiet des Sibirischen Tigers im Fernen Osten Russlands und den angrenzenden Gebieten von Nordkorea und China. Die Tigerwelpen verbrachten die ersten Tage mit ihrer Mutter in der Wurfbox des Tigerhauses. Seit dem 3. August waren sie zudem im Mutter-Kind-Gehege zu sehen. 

Happy End für Maruschka und Yasha

Für den Tierpark ist die Geburt der vier Welpen eine besondere Freude: 15 Jahre wartete man bei Hagenbecks auf gesunden Tigernachwuchs. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung war zunächst das Kennenlernen der Tigereltern im Jahr 2016, nachdem der damals erst einjährige Tigerkater Yasha bei Hagenbecks eingezogen war.
Dass die beiden nun schon in diesem Jahr Nachwuchs bekamen, ist auch für den Tierpark eine besondere Überraschung: Tiger werden für gewöhnlich erst im Alter von drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Vater Yasha muss sich jedoch noch ein wenig gedulden - um seine Welpen kennen zu lernen, müssen sie noch ein wenig älter werden. 

Sibirische Tiger sind stark bedroht

Tiger sind weltweit stark vom Aussterben bedroht. Ihr Bestand dezimierte sich während des 20. Jahrhunderts von ehemals 100.000 auf etwa 3.500 frei lebende Tiere. Von der Unterart der Sibirischen Tiger, auch Amurtiger genannt, leben heute nur noch rund 500 Tiere in freier Wildbahn. Daher zeigt sich auch das Europäische Erhaltungszucht-Programm (EEP) erfreut über den besonderen Erfolg in Hagenbecks Tierpark. Dieses arbeitet eng mit Zoologischen Gärten zusammen und entscheidet unter anderem, welche Tierpaare züchten dürfen. Die vier Welpen, die später einmal bis zu 200 Kilogramm schwer und rund 1,00 Meter hoch werden, sind für den Erhalt der Tierart daher von großer Bedeutung.