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Hamburg mal fair

Gemeinsam für einen Fairen Handel

Ob T-Shirts, Schokolade oder Fußbälle bei „hamburg mal fair“ dreht sich alles um den Fairen Handel. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis entwicklungspolitischer Initiativen gemeinsam mit der Senatskanzlei Hamburg für eine Stärkung des Fairen Handels in der Hansestadt ein. Das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen soll geschärft werden für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel. Auch die Verbreitung von fair gehandelten Produkten spielt eine wichtige Rolle.

 

Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt und Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V.
Die Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt nimmt die Urkunde vom Geschäftsführer Dieter Overath vonTransFair e.V. entgegen.  (Bild: Pressestelle des Senats Anabela de Sousa)

Die Aktion

Die Aktion „hamburg mal fair“ ist seit sechs Jahren erfolgreich. Im Jahr der Fußball WM 2006 wurden fair gehandelte exklusive Hamburg Bälle auf den Markt gebracht. Im folgenden Jahr gab es die „Lizenz zum Fair-Naschen“ mit fair gehandelten Schokoriegeln. 2008 wurden die fairen Hamburg T-Shirts entworfen, die über das Süd-Nord-Kontor und Hamburger Weltläden vertrieben wurden. Ende 2008 kam auch der neue Apfel-Mango-Saft hinzu, der mit Äpfeln aus der Region und Mango-Purre von den Philippinen die Aspekte fair, ökologisch und regional verdeutlicht. Seit 2009 werden Jugendliche ab 12 Jahre gesucht, die sich als Fair Trade Botschafterinnen und Botschafter mit pfiffigen Aktionen für den Fairen Handel stark machen. Im Schuljahr 2011/12 entstehen beim Fotoprojekt „Guck ma“ unter der Schirmherrschaft des renommierten Fotografen Christoph Siegert Fotos für Fairness und Fair Trade. Mitmachen können junge Hamburger von 12-19 Jahren!

An den Aktionen nehmen immer wieder prominente Hamburger und Schüler aus zahlreichen Hamburger Schulen teil. So haben beispielsweise im Jahr 2008 verschiedene Prominente mit der Aktion „Hamburg trägt fair“, auf die ökologischen und sozialen Folgen des konventionellen Baumwollanbaus aufmerksam gemacht. Mit fair gehandelten T-Shirts aus Bio-Baumwolle haben sie gezeigt, dass es auch anders geht. Im Juli 2009 engagierten sich Jugendliche beim Fairhandels-Designwettbewerb. Hier entwarfen 120 Schüler von 13 Hamburger Schulen Logos für fair gehandelte T-Shirts. Im November 2010 ehrte Staatsrat Lüdemann im Rathaus 50 junge Fair Trade Botschafter für ihr Engagement und ihre Aktivitäten rund um den Fairen Handel.

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Fairtrade-Stadt Hamburg

hamburg mal fair setzte sich dafür ein, dass Hamburg den Titel „Fairtrade-Stadt“ von Transfair e.V. verliehen bekommt und damit Teil einer weltweiten Bewegung von rund 900 Fairtrade-Towns wird. Für die erfolgreiche Bewerbung mussten fünf Kriterien erfüllt werden, darunter der Senatsbeschluss, dass fair gehandelte Produkte bei Sitzungen und Empfängen im Rathaus verwendet werden. Die Aktivitäten werden von einer Steuerungsgruppe, bestehend aus Behörden, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften koordiniert.

Am Freitag, den 27. Mai 2011, war es dann soweit: In einem feierlichen Akt nahm Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Dr. Dorothee Stapelfeldt im Festsaal des Rathauses die Urkunde für die Fairtrade-Stadt Hamburg von Dieter Overath, dem Geschäftsführer von TransFair e.V. entgegen. Die Titelvergabe ist jedoch nur der Beginn eines Prozesses. Die neue Regierung Hamburgs sieht die Auszeichnung als Ansporn, „die Verbreitung fair gehandelter Produkte in Hamburg im Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft weiter voranzubringen.“