2008/2009: Kleidung zum Wohlfühlen
Wir tragen sie wie unsere zweite Haut und wollen uns darin wohlfühlen: Kleidung. Im Verbrauch von Textilien sind die Deutschen Weltmeister. Dabei ist Kleidung aus Baumwolle alles andere als anziehend. Der enorme Pestizideinsatz auf den Baumwollfeldern in Asien, Afrika und Lateinamerika macht das weiße Gold zur dreckigsten Pflanze der Welt. Die Pflanzengifte gefährden die Gesundheit von Bäuerinnen und Erntehelfern. Unzureichende Löhne und miserable Arbeitsbedingungen kennzeichnen den Produktionsalltag in der Textilindustrie. Fehlendes Verantwortungsgefühl bei Herstellern und Händlern drücken die Preise immer weiter und lassen keine Verbesserung zu. Die Aktion „hamburg mal fair“ klärt über diese Verhältnisse auf und beweist, dass es anders geht mit einem fair gehandelten Hamburg-Shirt aus Bio-Baumwolle und sozial gerechter Produktion.
Alexander Seidel (mi.) - der Gewinner des T-Shirt Designwettbewerbs und zwei seiner Mitstreiter
(Friderike Seithel)
Mit verschiedenen Aktionen hat "hamburg mal fair" in den Jahren 2008 und 2009 auf T-Shirts aus fairem Handel aufmerksam gemacht.
Zum Beispiel haben 2008 verschiedene Hamburger Prominente zum "Fair tragen" aufgerufen, damit Kleidung aus Bio-Baumwolle und sozial gerechter Produktion in Mode kommt. Die sieben Künstler, Sportler, und bekannte Hamburgerinnen und Hamburger haben in einer außergewöhnlichen Kampange für fair produzierte und gehandelte Kleidung geworben. Bei einer Modenschau sind sie am Museumshaven in Övelgönne über den roten Teppich gelaufen und haben die "hamburg mal fair"-Kollektion präsentiert.
Im Sommer 2009 haben 120 Schülerinnen und Schüler von dreizehn Hamburger Schulen mit trendigen Entwürfen bewiesen, dass Design auch fair sein kann. Der Sieger des Fairhandels-Designwettbewerbs war Alexander Seidel. Die Jury fand, dass sich sein Logo auf anschauliche Weise mit dem Fairen Handel auseinandersetzt. So symbolisiert die Tasche auf dem Shirt "einerseits den Konsum, aber auch das Tragen in seiner vielschichtigen Bedeutung". Der schwarze Wollfaden steht für die "Verwicklungen und die Härte des Handels".
Weitere Informationen zu den fairen T-Shirts gibt es hier.

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