Bezirk Hamburg-Nord

Öffentliche Präsentation des Projektes am 25.01.2016 Grundsätzliche Einigung über Errichtung von Flüchtlingsunterkünften an der Osterfeldstraße

Die Stadt und der Investor und Grundeigentümer H.W. Maas Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG haben sich grundsätzlich auf die Rahmenbedingungen für einen Vertrag zur Anmietung von zu errichtenden Flüchtlingsunterkünften an der Osterfeldstraße in Eppendorf verständigt.

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Der Vertrag soll über 15 Jahre laufen. Danach kann der Eigentümer, der keine öffentlichen Fördermittel in Anspruch nimmt, die Wohnungen frei vermieten. An den Verhandlungen unter Federführung von Staatsrat Matthias Kock, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, waren die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, Fördern & Wohnen sowie das Bezirksamt Hamburg-Nord beteiligt.

Das Bezirksamt Hamburg-Nord beginnt unverzüglich mit der Bearbeitung des bereits vorliegenden Bauantrages für 178 Wohnungen. Das gemeinsame Ziel ist, diesen 1. Bauabschnitt so schnell wie möglich bezugsfertig zu realisieren. In Kürze soll außerdem der Startschuss für die Planung und Vorbereitung des 2. Bauabschnitts mit weiteren ca. 300 Wohnungen auf einem benachbarten Grundstück erfolgen.

Das Bezirksamt entwickelt jetzt das Anforderungsprofil für notwendige zusätzliche Wohnfolgeeinrichtungen, z.B. eine Kita bzw. ein Eltern-Kind-Zentrum, und führt hierüber Gespräche mit anderen Behörden und dem Investor mit dem Ziel, diese zeitnah zum Bezug der Unterkünfte verfügbar zu machen. Dabei erweist sich die Einbettung des Standortes in den gewachsenen Stadtteil Eppendorf auch in dieser Hinsicht als Vorteil, weil auch Nutzungsmöglichkeiten in bereits vorhandenen Bestandsgebäuden in den Blick genommen werden können.

Wegen der Besonderheit dieses Projektes, Teil des vom Senat beschlossenen sogenannten Express-Programms, organisiert das Bezirksamt eine spezielle fachübergreifende Arbeitsstruktur, die verwaltungsintern den Prozess bis zur Realisierung und zum Betrieb der Unterkünfte und einem Bebauungsplanverfahren begleitet und unterstützt. Außerdem wird es für eine angemessene Beteiligung der Stadteilöffentlichkeit sorgen. Neben üblichen Formaten wie Info-Veranstaltungen und Runden Tischen wird auch die Gründung eines Beirates unter Einbeziehung verschiedener Institutionen (z.B. Bürgerverein, Kirche, Schule, Sportvereine) erwogen. Dieser Beirat soll als Schnittstelle zu den verschiedenen Organisationen im Stadtteil und als Multiplikator dienen.

Auftakt ist die Präsentation des Projektes in der öffentlichen Sitzung des Regionalausschusses Eppendorf-Winterhude am Montag, 25.01.2016 um 18:00 Uhr, im großen Sitzungssaal des Bezirksamtes, Robert-Koch-Straße 17, in Eppendorf.

Bezirksamtsleiter Harald Rösler ist froh über die nun zustande gekommene Entwicklung: „Dieses Projekt fügt sich auch in seiner Maßstäblichkeit vernünftig in den Stadtteil Eppendorf ein und bietet beste Voraussetzungen für eine gute Integration seiner zukünftigen Bewohner. Unser Ziel ist, an der Osterfeldstraße ein Mischgebiet zu entwickeln, in dem später Wohnen und Arbeiten durch geschickte Überplanung nicht nur harmonisch nebeneinander funktionieren können, sondern auch die Möglichkeiten für Gewerbebetriebe noch weiter verbessert werden. Hier entsteht eine echte Win-Win-Situation.“