•  
  •  
  •  
  •  
Bezirk Hamburg-Nord Bezirk Hamburg-Nord

Barmbek-Süd

 

Barmbek Basch
Barmbek Basch (Bild: Stattbau Hamburg)

Barmbek-Süd ist ein relativ dicht besiedelter Stadtteil, der überwiegend dem Wohnen dient. Zahlreiche unterschiedliche Wohnquartiere - viele aus der Zeit des Wiederaufbaus - kennzeichnen den Stadtteil ebenso wie das Einkaufszentrum Hamburger Straße, die Alster-City, der Osterbekkanal und die Wandse, das Eilbeker Krankenhaus und natürlich auch die sehenswerten U-Bahn-Haltestellen mit ihren verbindenden Viadukten. Chancen für eine städtebauliche Entwicklung bieten sich auf dem Gelände des Krankenhauses Eilbek.

Bebauungsplan Barmbek-Süd 12 - Parkquartier Friedrichsberg
Funktionsplan Parkquartier Friedrichsberg

(APB-Architekten)

Parkquartier Friedrichsberg -

Die Kerngebietsflächen entlang der Bahntrasse

Für das Gelände des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses Eilbek - heute Klinikum Eilbek - wurde im Juni 2006 der Bebauungsplan Barmbek-Süd 12 rechtskräftig festgestellt. Ihm voraus ging im Jahr 2003 ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb, dessen Siegerentwurf die Grundlage für die Erarbeitung des Funktionsplans und anschließend des Bebauungsplans bildete.

Durch die verminderten Flächenbedarfe des Krankenhauses können ca. 14,5 ha von 25 ha neuen Nutzungen zugeführt werden. Entlang der Friedrichsberger Straße sind Wohnbauflächen ausgewiesen, auf denen rund 400 Wohneinheiten möglich sind. Der erste nördliche Bauabschnitt wurde für Baugemeinschaften reserviert. Diese Flächen sind bereits anhand gegeben, die ersten Wohnhäuser befinden sich im Bau. Für den zweiten Bauabschnitt findet eine Vermarktung an Bauträger durch die Finanzbehörde statt.

Um die öffentlichen Grünflächen im Stadtteil zu vernetzen, ist südlich des verkleinerten Krankenhausgeländes, den Grünzug entlang der Wandse fortsetzend, eine öffentliche Parkanlage vorgesehen.

Auf den östlichen Flächen entlang des Bahndamms ist eine Kerngebietsnutzung für wohnungsnahe Arbeitsstätten und eine - durch die Nähe der Güterumgehungsbahn bedingt - lärmverträgliche Nutzung ausgewiesen. Dort können etwa 15.000 m2 Bruttogeschossfläche entstehen, die bevorzugt mit der benachbarten Krankenhausnutzung kompatibel sein sollten. Bei der Anordnung der Baufelder für eine  viergeschossige Bebauung wurde auf den vorhandenen alten Baumbestand Rücksicht genommen.

Einkaufszentrum Hamburger Straße

Die süd-östliche Grenze des Stadtteils Barmbek-Süd bildet der Straßenzug Hamburger Straße, dessen eine Seite vom Einkaufszentrum Hamburger Straße dominiert wird. Das Einkaufszentrum wurde bereits 1970 eröffnet und ist gut 600 Meter lang. In den letzten Jahren hat sich – nicht zuletzt durch verändertes Käuferverhalten und die Konkurrenz durch andere Standorte – eine deutliche Abwärtsentwicklung bei der Vermietung eingestellt. Damit sind auch wichtige Geschäfte nicht mehr am Standort präsent.

Das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum soll künftig wieder mithalten können. 2007 haben die ECE und die Gründerfirma H.F. Bruhn eine Zusammenarbeit vereinbart und planen, rund 200 Millionen Euro in die Umgestaltung des Komplexes zu investieren. Das Gebäude wird eine neue Fassade erhalten. Die gesamte Organisation des Gebäudes sowie seine innere und äußere Anmutung werden modernisiert. 2010 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung ist in die Umgestaltungsprozesse einbezogen und bei der Abstimmung der neuen äußeren Gestalt beteiligt. Dabei wird eine intensive Zusammenarbeit mit dem Fachamt Bauprüfung und anderen Fachdienststellen gepflegt, um insgesamt eine Verbesserung der heutigen Situation zu schaffen – auch im Hinblick auf die Versorgungsstruktur im Stadtteil und die ansässigen Bewohner und Beschäftigten in den umliegenden Gebieten. Eine wichtige Rolle spielt auch die zu verbessernde  Situation für Fußgänger und Radfahrer an der Hamburger Straße.

  

Barmbek Basch
Barmbek Basch

(Stattbau Hamburg)

Community Center

Seit Anfang 2006 wird in Barmbek-Süd gemeinsam geplant: Hier entsteht das neue Community Center. Der intensive Prozess hat nicht nur das Ziel mehrere Einrichtungen des Stadtteils im neuen Stadtteilzentrum unterzubringen, sondern möchte zu weiteren Kooperationen unter den Nutzern anregen um  noch erfolgreicher für den Stadtteil aktiv werden zu können.

Seit Beginn der Quartiersentwicklung in Dehnhaide ist die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Alt-Barmbek im Boot. Sie hat 7.500 Gemeindeglieder und ist für gesamt Barmbek-Süd zuständig. Ihre Pastoren sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich für Gottesdienste, Seelsorge und die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Familien, Migrantinnen und Migranten sowie der älteren Generationen. "Unser Engagement im Rahmen der Quartiersentwicklung zeigt sich nicht nur bei unzähligen Sitzungen, sondern auch auf Stadtteilfesten – und nicht zuletzt durch unsere Bereitschaft, mit in das neue Community Center zu ziehen", beschreibt Pastor Ronald Einfeldt die Beteiligung.

Baubeginn an der Kreuzkirche war im April 2008, im September 2009 wird das neue Stadtteilzentrum fertig gestellt. Unter seinem Dach werden neben der Kirchengemeinde fünf weitere Einrichtungen arbeiten: das Kulturhaus Dehnhaide, das KiFaz Barmbek-Süd, der Seniorentreff der AWO, die Bücherhalle sowie die bezirklichen Erziehungs- und Mütterberatungsstellen. Geplant ist auch ein Café-Bistro.

Begleitet wird der Prozess durch die STATTBAU HAMBURG Stadtentwicklungsgesellschaft mbH. Sie ist seit 1984 in den Bereichen Wohnen und Stadtentwicklung aktiv und arbeitet als "Projektentwickler für städtebauliche oder soziale Problemlagen". Sie ist auch als Baubetreuer tätig. "In Barmbek-Süd / Dehnhaide arbeiten wir schon lange an einem Konzept für die Stärkung des Zentrums, Ende 2006 entstand dann die Idee des Community Centers", erläutert Tobias Behrens von STATTBAU.