Behörde für Umwelt und Energie

Zusammenfassung Einblick in den Hamburger Klimaplan

2020 – 2030 – 2050 - auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Stadt

Hamburger Klimaplan - Überblick und Zusammenfassung

Hamburg ist sich seiner globalen Verantwortung bewusst und hat den Klimaschutz seit vielen Jahren stetig vorangetrieben. Gleichzeitig werden bereits die erforderlichen Maßnahmen für die Anpassung Hamburgs an den Klimawandel ergriffen.

Hamburg wird zur Climate Smart City - mit dem neuen Klimaplan setzt sich Hamburg das Leitbild einer modernen Stadt der Zukunft, in der Klimaschutz und Klimaanpassung elementare Bestandteile des gesellschaftlichen Miteinanders sind. 

         Luftbild Hamburg Erforderlich sind daher klare, fortschrittliche Ziele, die zu einem positiven Bild von Hamburg als einer smarten, klimagerechten und an den Klimawandel angepassten Stadt beitragen und in der Stadtgesellschaft ihre Verankerung finden. Diese Ziele und Maßnahmen sind in diesem ersten Hamburger Klimaplan beschrieben. Dabei erfolgt eine integrierte Betrachtung von Klimaschutz und Klimaanpassung, mit der die thematische Reichweite der Klima-Strategie deutlich erweitert wird.

Der Klimawandel beeinflusst die Lebensqualität in der Stadt bereits heute. In der Zukunft wird er sich zunehmend auf alle Bereiche städtischen Lebens auswirken. vergrößern Hochwasser Hamburg Hochwasser in Hamburg (Bild: Gerd Hachmann (LGV)) Dabei sind Extreme in verschiedene Richtungen zu erwarten: mehr Trockenheit, aber auch mehr Starkregenereignisse. Die Hamburger Strategie geht deswegen dahin, die Stadt widerstandsfähiger und robuster gegen Klimaereignisse zu machen, d.h. die Resilienz der Stadt zu steigern. Der Klimaplan hält daher an der rechtzeitigen Weichenstellung für die Anpassung an den Klimawandel fest und stellt sich der Herausforderung insbesondere die wasserwirtschaftlichen Konzepte umzusetzen, die geeignet sind, Personen-, Sach- und Umweltschäden durch Hochwasser und Starkregenereignisse für die kommenden Jahrzehnte möglichst gering zu halten.

Bis 2050 will Hamburg die CO2-Emissionen schrittweise um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen in Hamburg halbiert werden. Dafür wird die Stadt Maßnahmen in eigener Verantwortung verstärken und die Umsetzung bundespolitischer Aktivitäten nach Kräften unterstützen. Darüber hinaus sollen bis 2020 rund 2 Mio. Tonnen CO2-Emissionen im Vergleich zu 2012 eingespart werden.

Dafür wird die Stadt Maßnahmen in eigener Verantwortung verstärken und die Umsetzung bundespolitischer Aktivitäten nach Kräften unterstützen.

Klimaschutz erfordert eine Energiewende und eine Ressourcenwende

Der Energie- und Ressourcenverbrauch in den Städten muss drastisch reduziert werden. Der Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie bei der Produktion in Betrieben verbunden mit technologischen Fortschritt müssen weiter vorangetrieben werden. - Wer allerdings nur hierauf setzt, wird die Klimaschutz- bzw. die CO2-Minderungsziele nicht erreichen. Parallel zur Energiewende ist eine Ressourcenwende notwendig. Das betrifft den sparsameren Energieverbrauch genauso wie ein verändertes Stoffstrommanagement für eine effizientere Nutzung von Ressourcen. Der achtsame Umgang mit Ressourcen muss ein Schwerpunkt der Hamburger Klimapolitik werden.

Um diese Ziele für 2050 Schritt für Schritt zu erreichen, legt das weiter entwickelte Aktionsprogramm 2020/2030 Ziele und Maßnahmen in 14 Handlungsfeldern fest.

   Handlungsfelder des Hamburger Klimaplans

Der neue Hamburger Klimaplan ergänzt und entwickelt den handlungsfeldbezogenen Ansatz in methodischer, thematischer und strategischer Hinsicht weiter, indem Klimaschutz und Klimaanpassung miteinander verzahnt werden und darüber hinaus der methodische Rahmen für die Erreichung der Langfristperspektive als Transformationsprozess näher konkretisiert wird. Dabei werden nicht nur einzelne Handlungsfelder betrachtet, sondern auch einige ausgewählte handlungsfeldübergreifende, strategische Cluster eingeführt.

Auf dem Weg zu einer Climate Smart City Hamburg sind ganzheitliche, handlungsfeldübergreifende Betrachtungen erforderlich. Synergien und Konflikte zwischen einzelnen Handlungsfeldern und Maßnahmen müssen rechtzeitig erkannt werden. Mit vier strategischen, handlungsfeldübergreifenden Clustern sollen die grundlegenden Weichenstellungen für den Transformationsprozess hin zu einer klimagerechten und an den Klimawandel angepassten Stadt – hin zur Climate Smart City Hamburg erfolgen.

Transformation urbaner Räume - Stadt- und Quartiersentwicklung

Hamburg soll zu einer klimagerechten und klimaangepassten Stadt werden, indem Klimaschutz und Klimaanpassung in die Stadtentwicklung und insbesondere auf der Quartiersebene integriert werden. Dabei stellt sich Hamburg der Herausforderung einer wachsenden und klimaangepassten Stadt. Mit diesem Cluster werden insbesondere die Verantwortlichen für die Stadtentwicklung, wie Planungsdienststellen und -büros sowie die Wohnungswirtschaft adressiert.

Green Economy

Die Hamburger Wirtschaft wird ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht und leistet ihren Beitrag zu den Klimaschutz- und Anpassungszielen.

Stadt als Vorbild

Die öffentliche Hand trägt im Rahmen ihrer Tätigkeiten vorbildhaft zur Erreichung der Klimaschutzziele bei.

Klima-Kommunikation

An der Gestaltung der Climate Smart City Hamburg sollen möglichst viele städtische Akteure mitwirken. Neben den verschiedenen Interessenvertretungen, den sogenannten Stakeholdern, wie z.B. die Kammern für den Bereich Wirtschaft und Verbände für den Umweltschutz, sind hier alle Hamburgerinnen und Hamburger zum Mitmachen aufgerufen.