Hamburger Küche Labskaus

"Wie ekelhaft." "Kann man das essen?" "Igitt!"
Viele Menschen haben über Labskaus keine gute Meinung, obwohl nur die Wenigsten tatsächlich schon einmal Labskaus gegessen haben. Das hat Labskaus nicht verdient. hamburg.de räumt mit den Vorurteilen auf.

Labskaus Hamburg

Kommt Labskaus aus Hamburg?

Nein, Labskaus ist kein original Hamburger Gericht. Zumindest nicht in dem Sinne, dass  Labskaus in Hamburg erfunden wurde oder ausschließlich hier zubereitet wird. Labskaus ist ein Seemannsgericht. Früher, als man noch mit Segelschiffen auf große Fahrt ging, gab es an Bord keine Möglichkeit, Lebensmittel lange frisch zu halten. Also musste der Smutje (Koch) auf lange haltbare Lebensmittel zurückgreifen. So entstand der Brei aus gepökeltem Rindfleisch, eingelegter Roter Beete, Zwiebeln und Kartoffeln. Solange es die Kombüse (Küche) noch hergab, gab es Matjes (eingelegten Hering) und Spiegelei dazu.

Verbreitung

Labskaus wird heute in ganz Norddeutschland und Teilen von Skandinavien gegessen. Allerdings beileibe nicht jeden Tag und auch nicht von jedermann. Aber: Labskaus erlebt in den letzten Jahren eine Renaissance, ähnlich wie andere ehemalige "Arme-Leute-Essen", wie z. B. Matjes oder Lachs. Heute steht Labskaus auf den Speisekarten vieler Restaurants mit Hamburger oder norddeutscher Küche.

Kann man Labskaus essen?

Klar. Labskaus schmeckt wie ein sehr kräftiges Kartoffelmus. Gut zubereitet und mit Matjes, Gewürzgurke und Spiegelei serviert schmeckt Labskaus sogar richtig gut. Mehr Hausmannskost als Nouvelle Cuisine und nichts für Vegetarier, aber lecker.

Wo kann man Labskaus essen?

Labskaus steht in vielen Restaurants mit Hamburger Küche dauerhaft auf der Speisekarte. In anderen Restaurants in Hamburg wird Labskaus saisonal bzw. als wechselndes Gericht angeboten.

Wie wird echtes Labskaus zubereitet?

Wie bei allen traditionellen Gerichten, gibt es nicht das eine richtige Rezept, sondern viele verschiedene Zubereitungsarten. Insbesondere über die Frage, ob man den Matjes unter das Labskaus mischt oder extra dazu serviert, wird so heiß gestritten, wie man nur über Geschmacksfragen streiten kann. Wer behauptet, Labskaus könne nur auf eine Art und Weise korrekt gekocht werden, ist entweder ein Scharlatan oder ein Kleingeist. Vermutlich sogar beides.

Das hamburg.de Labskaus-Rezept

Trotzdem wollen wir Sie nicht alleine lassen und geben Ihnen hier ein gutes Rezept zum Selberkochen. Ursprünglich wurde Labskaus mit gepökeltem Rindfleisch zubereitet. Da man heute gepökeltes Rindfleisch nur schwer bekommt, ist es am einfachsten, wenn man auf "Blechochsen" (Corned Beef in Dosen) zurückgreift.

Zutaten

  • 1 Dose Corned Beef (ca. 340 g)
  • 2 Zwiebeln
  • 500g Kartoffeln (mehlig kochend)
  • Rote Beete im Glas
  • Gewürzgurken
  • Lorbeerblätter, Gewürznelken, Salz, Pfeffer
  • Öl oder Butter
  • Eier
  • Matjesfilets

Zubereitung

  1. In Salzwasser eine gespickte Zwiebel (ganze, geschälte Zwiebel, in die ein Lorbeerblatt und eine Gewürznelke hineingesteckt wurden) ca. 40 Min. köcheln.
  2. Nach ca. 20 Min. die geschälten Kartoffeln dazugeben.
  3. Die andere Zwiebel würfeln und gemeinsam mit dem Corned Beef in einer Pfanne mit etwas Öl andünsten.
  4. Etwas vom Kochwasser zu den Zwiebeln geben und einkochen lassen.
  5. Nach 40 Min. die gespickte Zwiebel aus dem Wasser nehmen und Kartoffeln und Corned Beef in ein feines Sieb abgießen. Etwas Wasser zurück behalten.
  6. Kartoffeln, Fleisch und angebratene Zwiebel in einem Topf zu Brei stampfen. Mit dem Kochwasser die Konsistenz des Breis festlegen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Labskaus mit Spiegelei, Gewürzgurke, Roter Beete und Matjes servieren.

hamburg.de wünscht guten Appetit!

In diesen Restaurants in Hamburg bekommen Sie Labskaus:
Sagners (01) Krameramtsstuben (02) Zum alten Lotsenhaus (03) Old Commerical Room (04) Rive (05) Anno 1905 (06) Deichgraf (07) Hamburger Stube im Hotel Lindner (08)

Karte

1. Sagners5. Rive
2. Krameramtsstuben6. Anno 1905
3. Zum alten Lotsenhaus7. Deichgraf
4. Old Commercial Room8. Hamburger Stube

Labskaus
"Wie ekelhaft." "Kann man das essen?" "Igitt!" Viele Menschen haben über Labskaus keine gute Meinung, obwohl nur die Wenigsten tatsächlich schon einmal Labskaus gegessen haben. Das hat Labskaus nicht verdient. hamburg.de räumt mit den Vorurteilen auf.
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