Fotograf Christian Just Interview mit dem Gewinner unserer Titelbild-Aktion auf Facebook

Das neue Facebook-Titelbild von hamburg.de hat der Hamburger Hobby-Fotograf Christian Just geschossen. Im Interview verrät er uns, warum seine Heimatstadt sein liebstes Motiv ist, wie er die Fotografie für sich entdeckt hat und sein bisher größtes Erlebnis als Fotograf.

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Interview Christian Just

Hobby-Fotograf Christian Just: die Kamera immer im Gepäck

Ihr habt ihn gewählt: der Fotograf Christian Just verschönert seit kurzem die Facebook-Präsenz von hamburg.de. Mit seiner stimmungsvollen Fotografie eines Sonnenuntergangs an den Landungsbrücken hat er sich in eure Herzen "geschossen".

Der Hamburger hat seine Leidenschaft für die Fotografie vor drei Jahren entdeckt und kann seitdem die Kamera nicht mehr aus der Hand legen. Besonders seine Heimatstadt hat es ihm angetan, die für ihn immer wieder neue Motive bereithält. Inzwischen ist eine große Fotoserie über die Hansestadt entstanden, die Christian Just auf seiner Facebook-Seite Ch.Just Photography zeigt. Dabei gilt für seine Bilder grundsätzlich: "Teilen erlaubt". Schließlich macht er die Fotos nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern teilt sie mit allen, die die "schönste Stadt der Welt" auch so lieben wie er. Allein das ist für hamburg.de schon Grund genug, den jungen Fotografen zum Interview zu bitten.

Interview mit Christian Just

hamburg.de: Herr Just, erst einmal Glückwunsch: ihr Foto wurde zu unserem neuen Facebook-Titelbild gewählt. Das Siegerfoto zeigt zwei junge Menschen, die in der Abendsonne vor den Landungsbrücken verweilen. Was hat Sie zu diesem Bild inspiriert?

Just: Ich war mal wieder spontan am Hafen unterwegs und habe den Ausblick genossen, der einfach wunderschön ist, egal bei welchem Wetter oder zu welcher Jahreszeit. Ein Muss für jeden, der noch nie dort war. Als sich die beiden jungen Leute dort hinsetzten hab ich mir gedacht: mach mal einen Schnappschuss von der Szene. Daheim vor meinem PC habe ich das Foto dann bearbeitet und ein paar kleine Dinge verändert. Die Farben ein bisschen wärmer, gerade Ausrichtung und ein bisschen Retusche.
 
Ihre Fotografien machen schon einen sehr professionellen Eindruck. Wie lange widmen Sie sich der Fotografie und wie sind Sie zu diesem Hobby gekommen?
Erst einmal danke, dass meine Fotos sehr professionell wirken. Ich fotografiere seit etwa 3 Jahren. Zuerst mit der Kamera meines Vaters. Nach einem Jahr habe ich mir dann eine eigene zugelegt. Zu diesem Hobby bin ich durch meinen Vater gekommen, der sich schon seit über 20 Jahren der Fotografie widmet. Der wiederum hat es von seiner Mutter übernommen, die dem Hobby sogar schon seit über 60 Jahren nachgeht.
 
Wie entstehen die Fotos? Greifen Sie spontan zur Kamera oder suchen Sie gezielt nach bestimmten Motiven und Eindrücken?
Ab und an denke ich mir einfach: schnapp dir die Kamera und zieh einfach mal los. Das ist besser als nur zu Hause vor dem Fernseher oder der Spielekonsole zu sitzen. Man entdeckt immer wieder neue schöne Plätze in Hamburg und zudem sieht Hamburg je nach Wetterlage immer wieder anders aus. Manchmal nehme ich mir aber auch gezielt vor: morgen fahre ich an die Alster, um den Sonnenuntergang zu fotografieren.
 
Viele Ihrer Bilder zeigen Sonnenuntergänge, die die Stadt in ein faszinierendes Farbenmeer eintauchen lassen. Wie setzen Sie Farbe und Licht bei der Fotografie und der Bildbearbeitung ein?
Man sollte versuchen, das meiste schon bei der Aufnahme eines Fotos herauszuholen und die richtigen Einstellungen zu wählen. Klar werden die Fotos auch bearbeitet, mal mehr und mal weniger, aber jede Aufnahme ist nur mit dem vorhandenen Licht aufgenommen. Ich finde Farben allgemein sehr schön und mit einem Bearbeitungsprogramm lässt sich sehr viel machen.
 
In den Fotostrecken auf Ihrer Facebook-Präsenz zeigen Sie sowohl Hamburgs berühmte Plätze wie Hafen City und Hamburger Rathaus, halten aber auch wichtige Ereignisse der Stadt fest, wie den Abriss der Esso-Häuser. Welche Bedeutung nimmt unsere Stadt in Ihrem Leben und Ihrer Fotografie ein?
Hamburg ist einfach mein Ein und Alles. Wir haben den "unabsteigbaren" HSV, die Alster und die Elbe, den leider nicht mehr begehbaren "Tele-Michel", das wohl schönste Rathaus der Welt - um nur einiges zu nennen, was mich an Hamburg fasziniert. Es gibt immer wieder neues in Hamburg zu entdecken und zu fotografieren. Somit bestimmt diese Stadt einen Großteil meines Lebens und meiner Fotografie.
 
Sie betreiben zusätzlich auch Event-Fotografie und machen Fotoshootings. So fotografierten Sie z. B. auf der großen Gala zum 125-jährigen HSV-Jubiläum. Wie sind Ihre Zukunftspläne als Fotograf? Könnte das Hobby zum Beruf werden?
Ja genau, das war wohl eines meiner größten Erlebnisse bis jetzt als HSV-Fan die 125-Jahre-Gala am "Blauen Teppich" fotografieren zu dürfen. Ich will mich als Fotograf weiterbilden und habe viele Ideen, die ich umsetzen möchte. Vom Hobby zum Beruf? Wenn ich die Chance bekäme... Bis jetzt hat es leider noch nicht geklappt, aber ein Traum wäre es.
 
Sie haben schon unzählige Plätze und Motive in Hamburg auf Foto festgehalten. Gibt es ein ganz bestimmtes Bild, welchem Sie als Fotograf noch „nachjagen“?
Das ist eine schwierige Frage. Da gibt es, glaube ich, so einiges. Es wäre schön, mal wieder auf den Fernsehturm zu kommen und von dort oben unsere schöne Stadt zu fotografieren. Zudem möchte ich andere Länder bereisen, um Landschaftsfotos zu machen. Aber wie gesagt, da gibt es vieles, was ich noch tun möchte.

Interview mit dem Gewinner unserer Titelbild-Aktion auf Facebook
Das neue Facebook-Titelbild von hamburg.de hat der Hamburger Hobby-Fotograf Christian Just geschossen. Im Interview verrät er uns, warum seine Heimatstadt sein liebstes Motiv ist, wie er die Fotografie für sich entdeckt hat und sein bisher größtes Erlebnis als Fotograf.
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