Sehenswürdigkeit
Hamburger Reeperbahn - zur besten Straße Hamburgs gewählt
Auf der Hamburger Reeperbahn reihen sich Gastronomie, Bars, Theater, Diskotheken und Nachtclubs aneinander. Die Vergnügungsstraße samt Abzweigungen ist der erste Anlaufpunkt für alle Nachtschwärmer.
- Adresse:
- 20359 St. Pauli, Reeperbahn
Wer kennt ihn nicht, den von Hans Albers gesungenen Liedtext: "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins..."
Die Betonung jedoch liegt auf nachts. Wer am Tage über den Hamburger "Kiez" läuft, findet eher eine ruhige Meile mit einigen Geschäften vor. Und wundert sich womöglich über viele geschlossene Türen.
Doch wenn es dunkel wird, dann tobt das Leben auf St. Pauli: Leuchtende Schriftzüge allerorten blinken um die Wette. Die angesagten Clubs entlang der Reeperbahn und am Hamburger Berg öffnen, Irish-Pubs am – natürlich – Hans-Albers-Platz locken mit Live-Musik.
Und geschäftige Herrschaften in Anzügen sprechen vor ihren "Läden" im Vergnügungsviertel gerade die Herren der Schöpfung an: "So hier Jungs, mal reinkommen und was erleben!"
Die Freiheit nehm' ich mir
In der Großen Freiheit, die von der Reeperbahn abzweigt, wurde Musikgeschichte geschrieben: Hier hatten die Beatles ihre ersten Auftritte auf deutschem Boden. Im Club Indra, der nach einigen Umbauten noch immer besteht, rockten die Briten Anfang der 60er Jahre allabendlich.
Auch im immer noch existierenden Kaiserkeller und im Star Club, an den nur noch eine Gedenktafel erinnert, spielten die "Fab Four" groß auf.
Mit dem einer Schallplatte nachempfundenen Beatles-Platz wurde der Combo in der Einmündung zur Großen Freiheit zudem ein Denkmal gesetzt und mit dem unweit gelegenen "Beatlemania" ein ganzes Museum gewidmet.
Großes Theater
Nachtclubs wie das Dollhouse gehören ebenfalls zum Kiez. Leicht bekleidete Damen räkeln sich an Stangen – so manch' Truppe eines Junggesellenabschieds kann davon ein Lied singen.
Es kommt auch schon mal vor, dass sich zuweilen zwei gegenseitig stützende Jugendliche lallend nach einem weiteren bekannten Straßenzug erkundigen: "Excuse me, where do we find the Herbert-Street?"
Die Herbertstraße unweit der Reeperbahn wird zur Prostitution genutzt: Frauen sitzen in Schaufenstern und bieten ihre Dienste an. Die Straße ist an beiden Enden mit Barrieren abgesperrt und der Zugang bleibt Minderjährigen und Frauen verwehrt.
Was zum Gucken – aber nicht Anfassen – gibt es auch im Panoptikum am Spielbudenplatz. Im Wachsfigurenkabinett auf drei Etagen kann sich unter anderem vor dem King of Rock'n'Roll und des Pops verneigt werden.
Für viele Musicalfreunde geht im Operettenhaus der Vorhang auf und Theaterliebhaber finden sich im Schmidts Tivoli oder St. Pauli Theater ein.
Die Vorstellung auf der Reeperbahn endet derweil erst in den Morgenstunden.
Denn wie hat Hans Albers doch weiter gereimt: "Ob Dun' Mädel hast oder hast keins, amüsierst Du Dich, denn das findet sich, auf der Reeperbahn nachts um halb eins."
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Autor: Andres Lehmann











