Hauptbahnhof Hamburg Hauptknotenpunkt in Hamburg

Der Hauptbahnhof Hamburg mit seiner beeindruckenden Bahnsteighalle ist aufgrund vieler gastronomischer Angebote nicht nur für Reisende einen Besuch wert.

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 Hauptbahnhof Hamburg

Adresse
Hachmannplatz 16, 20099 Hamburg
Öffentliche Verkehrsmittel
Alle U- und S-Bahnen Haltestelle Hamburg Hauptbahnhof
Parkplätze
Entlang der Kirchenallee

Ein Bahnhof der Superlative

Mit bis zu 450.000 Reisenden pro Tag ist der Hamburger Hauptbahnhof einer der meist frequentiertesten Personenbahnhöfe Deutschlands. Rund 720 Züge des Nah- und Fernverkehrs machen täglich Station an Hamburgs Haupt-Verkehrsknotenpunkt. Mit insgesamt acht Fernbahn-Gleisen sowie vier S-Bahn- und sechs U-Bahn-Gleisen für den Nahverkehr ist er aus der Hansestadt nicht mehr wegzudenken.

Im Dezember 1906 eröffnet, besitzt die mit über siebzig Metern Spannweite fassende Dachkonstruktion der Bahnsteighalle eine beeindruckende Architektur. Sie war die damals größte freitragende Bahnhofshalle Deutschlands und ist bis heute unerreicht. Zwei 45 Meter hohe Türme an den Seiten der Halle sind mit einer begehbaren Querung verbunden. Auch auf der gegenüberliegenden Hallenseite gibt es eine erhöhte Verbindung über den Gleisen.

Mitten in der Hamburger Innenstadt 

Die Einkaufsmöglichkeiten der Mönckebergstraße und der Langen Reihe sind nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Doch auch der Hauptbahnhof erfreut Shopping-Freunde: Die in 1991 eröffnete Wandelhalle auf der Nordseite des Bahnhofgebäudes besitzt viele gastronomische, Einkaufs- und Service-Einrichtungen. Die 75 Geschäfte haben sieben Tage die Woche geöffnet. Auch der Jungfernstieg, mit angrenzender Alster, ist nicht weit. Bei schönem Wetter lädt das Ufer zum Spaziergang ein. Zudem sind der Heidi-Kabel-Platz und der Hansaplatz fußläufig vom Hauptbahnhof aus zu erreichen. Der Besuch des Mariendoms und der Heiligen Dreieinigkeitskirche bietet sich ebenfalls an. 

Der Hauptbahnhof seit 1906

Der Hamburger Hauptbahnhof wurde nach seiner Eröffnung rasch zum wichtigsten Schienenknoten im Norden Deutschlands: Er war zu Anfang des 20. Jahrhunderts Station für zigtausende Auswanderer auf dem Weg zu den Schiffen der Amerika-Linien. Von hier rollten Züge zu den Schlachtfeldern des Ersten Weltkrieges. Reisende fuhren an die Nord- und Ostsee. Später fuhren vom Hauptbahnhof Güterzüge und Truppentransporter an die Fronten des Zweiten Weltkriegs. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs haben den Hauptbahnhof stark beschädigt – erst im Jahr 1949 rollte der erste Zug wieder in den Bahnhof ein. Ab 1974 investierte die Bahn über sechs Jahre und über 20 Millionen Euro in Sanierung und Umbau, ohne dabei den ursprünglichen Charakter des Bauwerks zu verlieren. Er war zudem Ausgangs- und Endpunkt für die direkte Verbindung in die heutige Hauptstadt. In Betrieb genommen wurde diese Strecke zwischen Hamburg und Berlin erstmals am 15. Dezember 1846 und war damals die längste Fernbahnstrecke in den deutschen Ländern – sie führte immerhin durch fünf eigenständige Gebiete. Seit Ende 2004 liegt die Fahrzeit der ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin bei einer Fahrtzeit von rund 90 Minuten.

Hamburgs Bahnhöfe in der Geschichte

Bevor der Hauptbahnhof ab 1904 erbaut wurde und sogar Kaiser Wilhelm II. zur feierlichen Eröffnung am 5. Dezember 1906 vor Ort war, gab es vier kleinere Bahnhöfe in der Innenstadt: den Berliner Bahnhof, den Lübecker Bahnhof, den Venloer Bahnhof, der später in Hannoverscher Bahnhof umbenannt wurde, und den Bahnhof Klosterthor, der sich in Nähe des heutigen Hauptbahnhofs befand. Der Hauptbahnhof vereinte fortan alle Strecken und Anforderungen in zentraler Lage, die an die vorherigen Bahnhöfe gestellt wurden. Schon im ersten Jahr sah der fahrplanmäßige Eisenbahnverkehr im Hauptbahnhof täglich 218 Züge vor.

Der Bahnhof Altona wurde in 1844 eröffnet und ist somit um einiges älter als der heutige Hauptbahnhof Hamburgs. Das seit 1938 eingemeindete Altona gehörte zu der Zeit noch zum dänischen Herrschaftsgebiet und war eine konkurrierende Nachbarstadt. Der Hauptbahnhof Altona, wie er damals genannt wurde, wurde in 1898 und in 1979 neugebaut. Am 1. April 1979 wurde die unter dem Bahnhofsgebäude langlaufende viergleisige City-S-Bahn Hamburg zum Hamburger Hauptbahnhof in Betrieb genommen. Mit der Begründung, das oberirdische Bahnhofsgebäude könne den Erschütterungen beim Bau nicht standhalten, wurde es nach dem Bau des Tunnels und trotz massiven öffentlichen Widerspruchs abgerissen.

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Hauptknotenpunkt in Hamburg
Der Hauptbahnhof Hamburg mit seiner beeindruckenden Bahnsteighalle ist aufgrund vieler gastronomischer Angebote nicht nur für Reisende einen Besuch wert.
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20150410 14:56:25
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