Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

Versorgungsamt Hamburg Beratung und Entschädigung für ehemalige Heimkinder

Beratung Entschädigung Heimkinder Hamburg

Ehemalige Heimkinder mit Hamburger Wohnsitz, die von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland in einer stationären Erziehungseinrichtung untergebracht waren und dort misshandelt wurden, können sich ab sofort im Hamburger Versorgungsamt beraten lassen und Hilfeleistungen beantragen. Damit setzt die Sozialbehörde die Ergebnisse des Berliner Runden Tischs „Heimerziehung“ in Hamburg um.

Entschädigungsfonds

Betroffene Kinder und Jugendliche sollen aus einem Gesamtfonds des Bundes in Höhe von 120 Millionen Euro Hilfeleistungen und Rentenersatzleitungen erhalten. Die Hilfeleistungen umfassen vor allem Sachleistungen wie etwa Therapiekosten, um Folgeschäden von Misshandlungen wie Essenszwang, Isolation, sexuelle Übergriffe, Redeverbot oder Schläge zu mildern. Aus einem Rentenersatzfonds  sollen Leistungen an Betroffene gezahlt werden, die in Heimen arbeiten mussten, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden.

Kontakt

In der Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder des Versorgungsamts Hamburg, Adolph-Schönfelder-Straße 5, 22083 Hamburg (10. Stock) konnten Betroffene bis zum 31. Dezember 2014 entsprechende Anträge stellen.

Sprechzeiten: Donnerstag von 9 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung
Telefon: (040) 42863-7171, -7130, -7186, -7217, -7229, -3169.
E-Mail: heimkinder@basfi.hamburg.de   

Hintergrundinformationen

Der Hamburger Senat reagiert damit auf den bundesweiten „Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949-1975“, der vom Runden Tisch Heimerziehung in Berlin empfohlen wurde.

In den Fonds zahlen je zu einem Drittel der Bund, die Kirchen und die betroffenen Länder und Kommunen ein.

Insgesamt sollen 120 Millionen Euro zusammenkommen. Hamburg beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro.