Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise fallen in Hamburg am 17.07.18 um ca. € -1,31 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Dienstag um ca. € -1,31 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 68,60 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.058,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20)

Aktueller Heizölpreis für den Raum Hamburg bei Abnahme von 3.000 Litern Premium Heizöl EL
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
17.07.2018 68,60 € pro 100 Ltr. 2.058,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -1,31 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Montag im Umfeld einer Fülle von bearishen Nachrichten um -2,95 US-Dollar gefallen und notierte mit insgesamt 68 US-Dollar auf einem 3-Monatstief. Die USA erwägen die Freigabe ihrer strategischen Ölreserven und Berichten zu Folge hat Saudi-Arabien sein Ölangebot noch einmal erhöht und bietet für Käufer aus Asien zusätzliche Mengen an. Zudem sorgten schwache Konjunkturdaten aus China für zusätzliche Verkaufsimpulse an den Börsen. Am heutigen Dienstag notiert der Ölpreis noch nahezu unverändert bei der Marke von rund 68 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 67,93 US-Dollar. Das waren nur -0,13 US-Dollar je Barrel weniger als am Montagabend (Schlusskurs: 68,06 US-Dollar) in New York.

Marktlage
Saudi-Arabien fördert aktuell sehr viel mehr Öl als noch in den letzten Monaten zuvor, was nach dem Beschluss der OPEC am 22. Juni nicht verwundert. Doch die Saudis scheinen ihre Produktion immer weiter anzuheben, worauf Berichte über zusätzliche Sonderlieferungen in Richtung Asien hindeuten. Nach der Lockerung des Produktionsabkommens wird auch von Russland eine deutliche Produktionssteigerung erwartet. Für Moskau ergibt es Sinn mehr Öl zu produzieren. Zum einen gibt es in Russland mehrere Unternehmen die Öl fördern und wirtschaftliche Ziele verfolgen und zum anderen sind die Preise hoch genug, damit man die Produktion profitabel steigern kann. In Libyen gibt es am Sharara Ölfeld zwar ein paar Probleme, insgesamt hat sich die Lage dort in der letzten Woche aber deutlich verbessert. Die Exporthäfen sind freigegeben und auch an einigen Ölfeldern, wie El Feel oder Waha, kann die Produktion wieder gesteigert werden, sodass die Ausfälle am Sharara Ölfeld von etwa 160.000 Barrel pro Tag wenig ins Gewicht fallen. Unterdessen hat China im Juni deutlich weniger Rohöl als zuvor importiert und auch das BIP Wachstum chinesischen Wirtschaft hat sich im 2. Quartal abgeschwächt. Die Wirtschaft hat sich abgekühlt, und das bereits bevor die negativen Einflüsse des Handelsstreits zwischen USA und China ihre Auswirkungen haben zeigen können. Demnach ist davon auszugehen, dass das Wachstum des Landes, das in den letzten Jahren die größten Zuwachsraten beim Ölbedarf hatte, noch deutlich stärker als bisher ausgebremst wird. Kein positiver Ausblick für die globale Ölnachfrage. Wenn man die aktuelle Konstellation zusammenfasst, so sind die Ölbestände – vor allem in den USA – knapp. Die Trump Administration hat allerdings bereits signalisiert, dass man Engpässe mit der Freigabe von strategischen Reserven entgegnen könnte. Global hat das Angebot durch die Produktionssteigerungen Russlands und Saudi-Arabiens sowie der verbesserten Lage in Libyen zugenommen. Die Versorgungslage hat sich dadurch im Vergleich zur Lage von vor zwei oder drei Wochen erheblich verbessert, während sich bei der Ölnachfrage mit dem Handelsstreit dunkle Wolken am Horizont abzeichnen. Spekulative Marktteilnehmer tun sich mit diesem Ausblick schwer nun auf einen Preisanstieg zu setzen, sodass die fundamentale Konstellation tendenziell leicht bearish eingeschätzt wird.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2018
12.07.18 - Die Analysten von BMI Research haben ihre Preisprognosen für die Nordsee-Rohölsorte Brent angehoben. Sowohl für das laufende Jahr, als auch für 2019 rechnen die Analysten mittlerweile mit einem höheren Brent-Preis als bisher. Hatte man bei BMI Research zuletzt noch damit gerechnet, dass die Rohölsorte Brent im Jahr 2018 durchschnittlich 73 US-Dollar pro Barrel kosten würde, geht man jetzt davon aus, dass der Durchschnittspreis für die Nordsee-Rohölsorte +2 US-Dollar teurer sein dürfte. Die Analysten hoben ihre Prognosen für 2018 auf 75 US-Dollar pro Barrel an. Auch die Preisprognosen für 2019 wurden um +2 Dollar pro Barrel auf 80 US-Dollar pro Barrel erhöht. Die Experten begründen die höheren Preisprognosen mit den Risiken, die es im Hinblick auf das weltweite Ölangebot gibt, wie beispielsweise die US-Sanktionen gegen den Iran, Produktionsausfälle oder auch eine sinkende Reservekapazität. Die Ende Juni von der OPEC und anderen Ölproduzenten beschlossene Produktionssteigerung sowie sich abzeichnende Faktoren, die die Nachfrageentwicklung beeinträchtigen könnten hätten eine noch stärkere Anhebung der Preisprognosen verhindert, so die Analysten. Als Risiken für die Nachfrageentwicklung sehen die Analysten die unterschiedliche Entwicklung der Bruttoinlandsprodukte. In der Eurozone und in Japan hätte das Wirtschaftswachstum beispielsweise die Erwartungen enttäuscht und auch in einigen Schwellenländern zeige sich eine schwächere Entwicklung. Außerdem könnte die Reduktion der Subventionen in einigen Ländern Lateinamerikas, Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens die Nachfrage dämpfen, so die Analysten.

02.07.18 - David Lennox von Fat Prophets schätzt den Ölpreis 2018 weiter bei 70 bis 80 Dollar ein. Der Ölpreis handelt derzeit bereits innerhalb dieser Spanne, weshalb er nicht davon ausgehe, dass sich die Preise noch einmal besonders stark nach oben oder unten bewegen werden. Als stützende Faktoren nennt Lennox die Produktionsausfälle in Venezuela, Libyen und Iran, mit denen das Angebot knapper geworden ist. In den USA hingegen wird die Ölförderung weiter zunehmen und auch die OPEC steigert nach ihrer Ankündigung beim letzten Meeting die Versorgung. Alles in allem halten sich diese Einflüsse in Balance, sodass die Preise relativ stabil bleiben müssten.

25.06.18 - Trotz der OPEC Entscheidung von Mitte Juni geht man bei der Investmentbank Jefferies davon aus, dass die Ölpreise in der zweiten Jahreshälfte 2018 anziehen werden. Die hauseigene Ölpreisprognose ergebe ein Preisniveau für die europäsiche Ölsorte Brent von über 80 US-Dollar, so Analyst Jason Gammel. Auch bei der Bank of America Merrill Lynch sieht man die Marktbedingungen bullish. Bis zum zweiten Quartal 2019 könnte Brent sogar in Richtung 90 US-Dollar anziehen, so deren Prognose. Dabei spielen allerdings mehrere Faktoren eine Rolle, die noch eine gewisse Unsicherheit in sich bergen. Die Bank of America Merrill Lynch nennt hier insbesondere die Auswirkungen der US-Sanktionen gegen den Iran sowie den Effekt auf das Wirtschaftswachstum durch den Handelsstreit zwischen USA und China bzw. der EU. Die Bank of America Merrill Lynch schätzt, dass für jedes Prozent, dass der globale Handel abnehme, die Ölnachfrage um -44.000 Barrel pro Tag sinkt.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Produktionsprobleme in Libyen
+ Bullishe Monatsreports von EIA, OPEC und IEA
+ Abbau von Rohöl- und Benzinbeständen in den USA gem. Department of Energy
+ Streik an norgwegischen Ölplattformen in der Nordsee
+ Wiederinbetriebnahme von Rohölexporten aus Kanada verzögert sich
+ USA wird ab dem 04.11.2018 iranische Ölexporte sanktionieren
+ Venezuela erklärt bedingtes Force Majeure

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- USA erwägen Freigabe von strategischen Ölreserven
- Rohölimporte Chinas gesunken
- Libyen hebt Force Majeure auf  (vorher Produktionsausfall i.H.v. -850.000 Barrel pro Tag)
- US-Regierung stellt Sanktions-Ausnahmen für Abnehmer von iranischem Öl in Aussicht
- Saudi-Arabien will Produktionsreserven in Anspruch nehmen
- Saudi-Arabien will im Juli Rekordhoch bei Rohölförderung erzielen
- OPEC hebt Produktion um etwa +0,6 Mio. Barrel pro Tag an
- Handelsstreit mit Strafzöllen zwischen China und USA droht zu eskalieren (Ölnachfrage ⬇️)
- Schnell wachsende Rohölförderung in den USA auf Rekordkurs

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.