Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise fallen in Hamburg am 17.01.18 um ca. € -0,18 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Mittwoch um ca. € -0,18 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 64,55 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.937,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20)

Aktueller Heizölpreis für den Raum Hamburg bei Abnahme von 3.000 Litern Premium Heizöl EL
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
17.01.2018 64,55 € pro 100 Ltr. 1.937,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -0,18 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Dienstag aufgrund von Gewinnmitnahmen nach den vorherigen Kursgewinnen der Vortage um -0,57 US-Dollar je Barrel auf die Marke von 63 US-Dollar gefallen. Am heutigen Mittwoch notiert der Ölpreis noch nahezu unverändert über der Marke von 63 US-Dollar. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 64,81 US-Dollar. Das waren +0,08 US-Dollar je Barrel mehr als am Dienstagabend (Schlusskurs: 63,73 US-Dollar) in New York.

Marktlage
Die Ölpreise an den Rohstoffbörsen ICE und NYMEX steigen seit Sommer 2017 fast unaufhörlich. Die jüngste Rallye startete Mitte Dezember und hatte die Preisniveaus in den letzten Tagen auf neue 3-Jahreshochs getrieben. Mehrere Analystenhäuser haben daher ihre bisherigen Preisprognosen für das laufende Jahr angepasst. Durch die Kombination eines starken Wirtschaftswachstums und einer weiter strikten Einhaltung der Produktionsbegrenzungen des OPEC-Kartells rechnet man mit einer weiter sehr knappen Marktlage. In den wöchentlichen US-Ölbestandsdaten nahmen die Rohölvorräte in den letzten Wochen kontinuierlich ab. Dies wird exemplarisch für die global knappe Marktlage gesehen. Die meisten Ölpreisprognosen von zahlreichen Analysten, die in den letzten Tagen angehoben wurden, liegen unterhalb des aktuellen Preisniveaus. Die gestrige Abwärtsbewegung könnte ein Signal für die erwarteten Gewinnmitnahmen sein. Jedenfalls sieht dies Analyst Micheal Hiley, von LPS Futures so. Er empfindet die gestrige Korrektur als ein ziemlich negatives Signal, weshalb er zur Glattstellung von Long-Positionen, also Verkäufen, rät.

Ölpreisprognose
Die Analysten der Bank of America Merill Lynch haben die Mitte Marktlage Januar 2018 neu bewertet und in der aktuellen Preisrallye ihre Prognosen für die Ölsorten Brent und WTI stark nach oben korrigiert. Das Angebot/Nachfrage-Verhältnis verknappe sich schneller als bisher gedacht. Dies liege an besseren globalen Konjunkturbedingungen, kaltem Winterwetter in den USA und einer strikten Einhaltung der Produktionskürzungen durch OPEC und Nicht-OPEC Länder. Für das laufende Jahr sieht man nun eine durchschnittliche Unterversorgung von etwa 430.000 Barrel pro Tag auf den Markt zukommen, während man zuvor noch mit einem Defizit von nur 100.000 Barrel pro Tag gerechnet hatte. Entsprechend dieser knapper als bisher erwarteten Marktlage rechnet man mit einem Durchschnittspreis für Brent von 64 US-Dollar in 2018, was eine Korrektur von +8 US-Dollar zur letzten Einschätzung ist. WTI korrigiert man ebenfalls um +8 US-Dollar von 52 auf 60 US-Dollar nach oben.

Ein weiterer Kandidat unter den Analystenhäuser, die ihre Preisprognosen nach oben korrigieren, ist Morgan Stanley. Die Investmentbank rechnet damit, dass der Preis für die US-Ölsorte WTI bis zum dritten Quartal 2018 auf 70 US-Dollar steigen wird. Bisher hatte man WTI bei 59 US-Dollar gesehen. Als Begründung für die Anpassung nennen die Experten die Unterversorgung, die dafür sorgen wird, dass die Ölbestände weiterhin abnehmen.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Politische Proteste im Iran

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- Anzahl aktiver Ölbohranlangen in den USA um +10 auf insgesamt 752 Anlagen angestiegen
- Saisonal schwache Ölnachfrage erwartet
- Internationale Energieagentur (IEA) kündigt Schieferölboom in den USA an

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.