Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise fallen in Hamburg am 26.05.17 um ca. € -1,37 per 100 ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. € -1,37 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 55,63 bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.669,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20 / Ø-2014: € 78,26)

Aktuelle Nachrichten zu den Themen Heizölpreise Hamburg und Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am Mittwoch um -2,57 US-Dollar je Barrel unter die Marke von 49 US-Dollar gefallen.

Am heutigen Freitag notiert der Ölpreis weiter unterhalb der Marke von 49 US-Dollar. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 48,95 US-Dollar. Das waren -0,05 US-Dollar je Barrel mehr als am Mittwochabend (Schlusskurs: 49,80 US-Dollar) in New York.

Ausblick - Ölpreisprognose
Analysten aus der Investmentbank Goldman Sachs gehen davon aus, dass die Fördermengenkürzung der OPEC die Versorgung am Ölmarkt merklich verringert haben. Dies wird in der Folge den Ölpreis für die Sorte WTI stützen und zur Jahresmitte zu einem Preisanstieg des Ölpreises auf bis zu 57,50 US-Dollar führen, bevor sich der Preisanstieg in der zweiten Jahreshälfte wieder relativiert. Für diesen Zeitraum sieht man den Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte WTI bei etwa 55 US-Dollar. Die heimische Ölproduktion in den USA wird weiter stark zulegen und auch bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA rechnet man auf absehbare Zeit mit einer Fortsetzung des Anstiegs. Der aktuelle Ölboom wird daher weitergehen, wobei die zusätzlichen Mengen vom Markt aufgenommen werden können. Sollte die OPEC ihre Produktionskürzungen beim Meeting am 25. Mai 2017 allerdings über Juni hinaus verlängern, könnte dies die Marktlage stärker verknappen als man es bei Goldman Sachs momentan eingepreist hat und die Prognose entsprechend verändern.

Goldman Sachs hatte sich in den letzten Wochen gegen eine Verlängerung der OPEC-Kürzungen ausgesprochen und davor gewarnt, dass diese kontraproduktiv für das Erreichen der Ziele des Kartells sei. Bei einer Umfrage Ende März hatten 13 befragten Investmentbanken angegeben, dass sie mit einer Verlängerung des Deals rechnen würden. Goldman Sachs hatte an der Umfrage nicht teilgenommen. Auch für die kommenden Jahre geht man bei Goldman Sachs nicht von einem starken Preisanstieg aus, da man bei der US-Ölproduktion eine jährliche Wachstumsrate von 0,8 bis 0,9 Mio. Barrel pro Tag erwartet. Für den Zeitraum von 2018 bis 2020 sieht man Öl der Sorte WTI bei einem Durchschnittspreis innerhalb einer Spanne von 50 bis 55 US-Dollar, wobei die europäische Sorte Brent etwa 3 US-Dollar teurer sein soll. Erst gestern hatte eine Umfrage unter 14 Investmentbanken ergeben, dass diese Brent im Mittel für 2018 und 2019 bei einem Durchschnittspreis von 64 bzw. 68 US-Dollar sehen.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ US-Ölbestandsdaten gem. Department of Energy
+ OPEC: Aufstockung der Kürzung und Verlängerung bis 2018 möglich
+ Russland unterstützt offenbar weitere Produktionskürzung
+ OPEC-Komitee spricht sich für Verlängerung des Abkommens aus
+ OPEC-Länder nennen 60 US-Dollar als Preisziel
+ Geopolitische Spannungen gewachsen

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- Libyens Ölproduktion mit 800.000 Barrel pro Tag auf höchstem Stand seit 2014 gestiegen
- Anzahl aktiver Ölbohranlagen in den USA um +7 mit insgesamt 703 auf 2-Jahreshoch gestiegen
- Nigerias Ölproduktion bei 2 Mio. Barrel pro Tag
- Quotentreue der OPEC-Länder imApril leicht gesunken
- Saudi-Arabien senkt Preise für Asien

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.