Carl Laeisz
von Carolin Peiseler
Von dem florierenden Geschäft aus vergangenen Jahrhunderten und dem sozialen Engagement des Reeders profitieren heute nicht zuletzt Hamburgs Musikfreunde.
Am 27. April 1828 in Hamburg geboren, trat Carl Laeisz nach einer kaufmännischen Lehre in Bremen und Studienreisen nach Großbritannien und Frankreich 1851 als Teilhaber in die väterliche Firma ein. Innerhalb kurzer Zeit gelang es ihm, das Unternehmen im Bereich Handel, Schifffahrt und Versicherung zu einem der führenden Wirtschaftsakteure Hamburgs zu machen. Er drängt seinen Vater zur verstärkten Investition in die Schifffahrt. Neben Ankäufen von Schiffen werden auch Neubauten in Auftrag gegeben.
Als Hommage an Carls Frau, der er wegen ihrer krausen Haare den Kosenamen "Pudel" gab, wurde das erste Schiff auf diesen Namen getauft und noch heute ist es Tradition, dass die Namen der Schiffe der Reederei Laeisz mit einem "P" beginnen.
Gesellschaftliche Verantwortung und geschäftlicher Erfolg
Obwohl Laeisz seine Aufgaben als Kaufmann, Reeder, Ehemann und Familienvater sehr ernst nahm, engagierte er sich gesellschaftlich sehr stark. Neben dem mehrjährigen Direktorium der Philharmonischen Gesellschaft fand er noch Zeit, 1861 den Hamburgischen Rettungsverein zu gründen (ab 1865 Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger DGzRS).
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Das Erbe des großen Reeders
Die letzten Jahre vor seinem Tod am 22. Mai 1901, widmete Carl Laeisz neben seinem Engagement für die Musik, dem Ausbau des bereits 1850 gegründeten Assekuranzbetriebs in Hamburg. Speziell das Schiffskasko- und Warenversicherungsgeschäft des Unternehmens Laeisz floriert in dem 1897 errichteten Laeiszhof an der Trostbrücke 1. Noch heute legen die drei Sterne in der Kontorflagge Zeugnis ab für die gleichberechtigten Segmente des Unternehmens: Handel, Assekuranz und Schifffahrt.
Testamentarisch vererbte Carl Laeisz seiner geliebten Philharmonischen Gesellschaft eine stattliche Summe, die seine Witwe für den Bau der Musikhalle (Die Musikhalle wurde erst später nach ihrem Förderer in Laeiszhalle umbenannt) großzügig erhöhte.
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2 Empfehlungen
Henryk Wolski
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29.11.2009, 17:05 Uhr
Guten Tag,
Sie schrieben in Ihren Artikel, dass1862 lief eines Leaiszs Schiffe erstmals Chile an. Könnten Sie bitte etwas Näheres über diese Reise schreiben (wann und wo gestartet, wann und wo angekommen, wann Kap Hoorn gerundet, Name des Schiffes)? Persönlich bin als Lektor auf Kreuzfahrtschiffen tätig und die Geschichte der P-Liner ist ein Teil eines meiner Vorträge.
Mit freundlichen Grüssen
Henryk Wolski
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