Brauch

Polterabend

Zum Polterabend wird niemand eingeladen - die Gäste kommen einfach so. Und dann wird das fleißig gesammelte, angeschlagene oder alte Porzellan zerschmettert. Denn Scherben bringen Glück und vertreiben böse Geister.

Polterabend

Dieser Brauch wurde schon im 15. Jahrhundert erwähnt. Einen Abend vor der Hochzeit kommen die Gäste, meist ohne Einladung, und bringen altes Steingut und Porzellan mit, welches sie dann vor der Haustür des Brautpaares zertrümmern. Scherben bringen Glück und das laute Getöse vertreibt gleichzeitig die bösen Geister.

Den Scherbenhaufen müssen die angehenden Eheleute dann gemeinsam auffegen, um somit zu symbolisieren, dass sie in Zukunft alle Probleme gemeinsam lösen werden. Hierbei sollte beachtet werden, dass kein Glas verwendet wird, denn Glas gilt generell als Symbol für Glück und darf deswegen nicht zerschlagen werden.

vergrößern Scherben bringen Glück (Bild: FotoLyriX / Fotolia.com) Obwohl der Polterabend traditionell eigentlich am Vorabend der Hochzeit stattfindet, wird er häufig schon ein Wochenende davor veranstaltet. Schließlich hat das Brautpaar einen anstrengenden Tag vor sich - und den eigenen Hochzeitstag möchte niemand mit einem Katerfrühstück beginnen.