Die Hockeyhochburg Hamburg UHC-Damen holen den Hallen-Titel

Hamburg ist seit Jahren eine deutsche Hockeyhochburg. Allein zehn Vereine haben Mannschaften in der 1. oder 2. Liga. Ein Lokal-Derby jagt das andere. Und der Deutsche Meister kommt auch häufig aus der Hansestadt. Aktuell sind die Damen des UHC Hamburg Meisterinnen auf dem Felf und in der Halle.

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Hockeyverein Hamburg

Das Hamburger Damen-Finale

Eines stand schon vor dem Finale fest: Der Deutsche-Hallemeister der Damen kommt aus Hamburg. Denn im Finale spielten der UHC und der HTHC.

Am Ende hatte der UHC mit 8:7 nach Penaltyschießen ganz knapp die Nase vorn. Zur Halbzeit stand es 2:1, nach Ende der regulären Spielzeit hieß es 4:4. Im Penaltyschießen erzielte Katharina Otte den entscheidenden Treffer zum 8:7 für den UHC.

Die Tore schossen:
1:0 Céline Wilde (3.), 2:0 Lisa Altenburg (4., Siebenmeter), 2:1 Franziska Hauke (28., Siebenmeter), 3:1 Janne Müller-Wieland (48.), 3:2 Frederike Hauschildt (51.), 4:2, Marie Mävers (55.), 4:3 Annika Fischer (57.), 4:4 Anne-Cathrin Deupmann, 4:5 Franziska Hauke (Penalty-S.), 5:5 Lisa Altenburg (PS), - Anne-Catrin Deupmann (PS), 6:5 Céline Wilde (PS), 6:6 Anabelle Herzsprung (PS), – Katahrina Otte (PS), 7:6 Lisa Altenburg (PS), 7:7 Franziska Hauke (PS), - Céline Wilde (PS), - Anabelle Herzsprung (PS), 8:7 Katharina Otte (PS), - Anne-Cathrin Deupmann (PS)

Die Herren

Bei den Herren lief es nicht so gut: Der HTHC unterlag Rot-Weiss Köln mit 4:5 nach Penaltyschießen. Nach der regulären Spielzeit stand es 3:3. Und der Club an der Alster verlor sein Halbfinale mit 3:4 gegen den Mannheimer HC. Im Finale gewann Rot-Weiss Köln gegen den Mannheimer HC mit 4:3 nach Penaltyschießen.

Alle Hamburger im Final Four

Alle vier Hamburger Mannschaften haben ihre Viertelfinalspiele gewonnen. Durch ein 6:5 beim Berliner SC haben die Damen des HTHC das Final-Four-Turnier um die Deutsche Hallenmeisterschaft erreicht. Auch die UHC-Damen sind durch ein 9:3 gegen Leipzig dabei. Bei den Herren hat der HTHC 12:6 gegen die Zehlendorfer Wespen gewonnen und erreichte somit ebenfalls das Final Four. Der Club an der Alster kam durch ein 4:3 bei TC Blau-Weiss in die Runde der letzten vier.

Das Final Four

Das Finale Four der Damen und Herren wird in diesem Jahr am 4. und 5. Februar in Mühlheim gespielt. Die Finalspiele sind am Sonntag, den 5. Februar.
Damen, 4. Februar
12.00 Uhr: UHC – Düsseldorf (3:1)
14.00 Uhr: HTHC – Mannheim (4:3)
Herren, 4. Februar
16.00 Uhr: HTHC – Rot-Weiss Köln (4:5 n. P.)
18.00 Uhr: Mannheimer HC – Club an der Alster (4:3)

Sonntag, 5. Februar
11.30 Uhr, Finale der Damen: UHC – HTHC (8:7, n. P.)
14.00 Uhr, Finale der Herren: Rot-Weiss Köln –Mannheimer HC (4:3 n. P.)

Hockey-Bundesliga aktuell

Durch ein 5:1 gegen den HTHC stehen die Hockey-Damen des UHC vorzeitig als Siegerinnen der Hallenbundesliga Nord fest und haben sich damit im DM-Viertelfinale das Heimrecht gesichert. Ein Woche später zogen die Damen des HTHC als Tabellenzweiter durch ein 3:2 gegen den Club an der Alster ebenfalls ins Viertelfinale ein.

Auch die Herren des HTHC standen nach dem 7:6 gegen den UHC vorzeitig im DM-Viertelfinale. Der Club an der Alster kam durch ein 7:2 beim HTHC noch auf Platz zwei und erreichte somit ebenfalls das DM-Viertelfinale.

Hier gibt es jeweils nur ein Spiel. Die vier Tabellersten haben Heimrecht.

Das DM-Viertelfinale

Damen
Sonnabend, 28. 1., 12.00 Uhr: Berliner HC (Erster Ost) – HTHC (Zweiter Nord) 5:6
Sonnabend, 28. 1., 13.45 Uhr: Düsseldorfer HC (Erster West) – Münchner SC (Zweiter Süd) 4:1
Sonnabend, 28. 1., 14.30 Uhr: UHC Hamburg (Erster Nord) – ATV Leipzig (Zweiter Ost) 9:3
Sonnabend, 28. 1., 16.00 Uhr: Mannheimer HC (Erster Süd) – Rot-Weiss Köln (Zweiter West) 5:4

Herren
Sonnabend, 28. 1., 16.00 Uhr: HTHC (Erster Nord) – Zehlendorfer Wespen (Zweiter Ost) 12:6
Sonnabend, 28. 1., 16.30 Uhr: Rot-Weiss Köln (Erster West) – Münchner SC (Zweiter Süd) 8:2
Sonnabend, 28. 1., 18.00 Uhr: Mannheimer HC (Erster Süd) – Crefelder HTC (Zweiter West) 4:2
Sonnabend, 28. 1., 19.00 Uhr: Blau-Weiß Berlin (Erster Ost) – Club an der Alster (Zweiter Nord) 3:4

Polo Club in Bundesliga aufgestiegen

In der 2. Liga Nord sind die 1. Herren in die Bundesliga aufgestiegen. Durch das 9:5 gegen den Tabellenzweiten DTV Hannover und das gleichzeitige 4:4 der Flottbeker gegen Rissen war alles klar. Es ist der erste Aufstieg in die Hallen-Bundesliga seit Bestehen des Vereins (1898) und der dritte Auftstieg in Folge in der Halle, seitdem Spielertrainer und Rekordnationalspieler Matthias Witthaus die Mannschaft in der Oberliga übernahm. Auch auf dem Feld kann die Mannschaft aufsteigen. Nach der Hinrunde der 2. Liga steht das Team auf Platz eins.

Hockeyhochburg

Ganze zehn Hamburger Vereine haben entweder Damen- oder Herren-Mannschaften in der ersten und zweiten Bundesliga auf dem Feld oder in der Halle. Hamburg macht seinem Namen als Hockeyhochburg alle Ehre. Bereits im Sommer 2013 fanden die Deutschen Feldmeisterschaften, ausgerichtet vom Hamburger Polo Club, in Hamburg statt. Im Winter 2014 wurde die Deutsche Meisterschaft in der Sporthalle Hamburg gespielt. Und auch die Deutsche Feldmeisterschaft 2014 (Ausrichter: UHC Hamburg) wurde in Hamburg ausgetragen. Auf dem Feld spielen fünf Damen-Mannschaften in Liga eins oder zwei, bei den Herren sind es sieben. Und in der Halle sind es im Winter acht Damen-Teams und Zehn-Herren-Mannschaften, die in den ersten beiden Liga auflaufen.

Aber warum ist Hamburg so erfolgreich in dieser Sportart? Christian Blunck, Olympiasieger 1992 und mit Peter Krüger für die Herren von Klippper verantwortlich, weiß es: „Hamburg ist eine faszinierende Stadt, die neben den sportlichen Voraussetzungen auch noch die Möglichkeit bietet, sich beruflich oder im Studium zu entwickeln.“

Die Hinrunde der Feldsaison der Damen und Herren begann im September und endete im November. Dann geht es wetterbedingt in die Hallensaison, die im Februar 2017 zuende ist. Die Rückrunde der Feldsaison 2016/17 beginnt Ende März/Anfang April 2017.

Alles über Hamburgs Hockey finden Sie hier

Hamburger Mannschaften in der 1. und 2. Liga

1. Liga Damen, Feld
Club an der Alster www.dcada.de
Harvestuder HC www.hthc.de
UHC Hamburg www.uhc.de
Großflottbeker THGC www.gthgc.de

2. Liga Damen Nord, Feld
Klipper Hamburg klipper.de

1. Liga Herren, Feld
Harvestehuder THC www.hthc.de
Club an der Alster www.dcada.de
Klipper Hamburg klipper.de
UHC Hamburg www.uhc.de

2. Liga Herren, Feld
Hamburger Polo Club hamburger-polo-club.de
TG Heimfeld www.tg-heimfeld.de
Großflottbeker TGHC www.gthgc.de

1. Liga Damen Nord, Halle
Club an der Alster www.dcada.de
Harvestehuder THC www.hthc.de
UHC Hamburg www.uhc.de
Großflottbeker TGHC www.gthgc.de

Regionalliga (2. Liga) Damen Nord, Halle
Hamburger Polo Club hamburger-polo-club.de
Klipper Hamburg klipper.de
Marienthaler THC www.mthc.de
TG Heimfeld www.tg-heimfeld.de

1. Liga Herren Nord, Halle
Club an der  Alster www.dcada.de
UHC Hamburg www.uhc.de
Harvestuder THC www.hthc.de
Klipper Hamburg klipper.de
TG Heimfeld www.tg-heimfeld.de

2. Liga Herren Nord, Halle
Hamburger Polo Club hamburger-polo-club.de
TTK Sachsenwald www.ttk-sachsenwald.de
Marienthaler THC www.mthc.de
Großflottbeker TGHC www.gthgc.de
THK Rissen www.thk-rissen.de

Tradition und Erfolg

Im Hamburger Hockeysport verbindet sich beides: Tradition und Erfolg. Der Club an der Alster, der Harvestehuder Tennis- und Hockeyclub (HTHC), der Uhlenhorster Hockeyclub (UHC) oder Klipper Hamburg können auf lange Vereinsgeschichten und aktuelle Erfolge blicken. Der UHC ist sogar der älteste Hockeyverein Deutschlands; bereits 1901 wurde er gegründet.

Nationalmannschaft

Die Bilanz der deutschen Hockey-Nationalmannschaften bei olympischen Sommerspielen liest sich gut: Die Herren gewannen viermal Gold (2012, 2008, 1992, 1972), dreimal Silber (1988, 1984, 1936) und viermal Bronze (2016, 2004, 1956, 1928) und die Damen holten einmal Gold (2004), zweimal Silber (1992, 1984) und einmal Bronze (2016).
In Rio waren dabei: Moritz Fürste, Florian Fuchs, Nicolas Jacobi, Kristina reynolds, Julia Müller, Lisa Altenburg, Anne schröder und Yvonne Frank
Ebenso stellt Hamburg regelmäßig Spieler für die Nationalmannschaften. Beim Gewinn der olympischen Goldmedaille in Peking 2008 kamen mit Oliver Korn, Moritz Fürste, Tobias Hauke, Sebastian Biederlack, Carlos Nevado und Philip Witte allein sechs Teammitglieder aus Hamburg. Verstärkt durch Weltmeister Tim Jessulat und Florian Fuchs war ein Großteil von ihnen bei den Olympischen Spielen 2012 in London dabei, wo der Titel erfolgreich verteidigt wurde. Bei der WM 2014 in Den Haag (Holland) waren folgende Hamburger dabel, Damen: Kristina Hillmann, Eileen Hoffmann, Marie Mävers, Jana Teschke, Lisa Altenburg (alle Uhlenhorster HC), Anne Schröder (Club an der Alster); Herren: Florian Fuchs, Nicolas Jakobi, Oliver Korn, Jan Philipp Rabente (alle Uhlenhorster HC), Tobias Hauke (Harvestehuder THC).

Hockey drohte Olympia-Aus!

Unheil drohte dem Hockey spielenden Volk und damit auch vielen Hamburger Spielerinnen und Spielern: Für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stand der Sport auf der Kippe, das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied sich jedoch dafür, Hockey weiter im olympischen Programm zu behalten. „Feldhockey ist zwar für 2020 von der Liste der gefährdeten Sportarten entfernt worden, allerdings ist der Sport damit nicht vor einer erneuten Nominierung für 2024 sicher. Diese Entscheidung fällt erst 2017 und Hockey ist aufgrund der bestehenden Faktoren, nicht paralympisch, Belegung von diversen Betten während der gesamten Zeit der Spiele, zu wenig Nationen die auf Top-Niveau mitspielen können etc. immer noch ein Thema beim IOC.“, sagt Ex-Nationalspielerin Rebecca Landshut (33), die heute noch für den Club an der Alster in der Bundesliga spielt.

Der Rettungsversuch aus Hamburg
Damit es nicht soweit kommt, hat Rebecca Landshut, die zurzeit für den Club an der Alster in der Bundesliga spielt, zusammen mit Hockey begeisterten Freunden das Crowdfunding-Projekt „eckeschussgold!“ gegründet. »EckeSchussgold!« soll dafür sorgen, dass der Sport populärer wird und nicht in olympische Vergessenheit gerät. Im Rahmen dieses Projektes soll ein Dokumentar-Film über das Feldhockey auf die Beine gestellt werden. Im Film dreht sich alles um die deutsche Nationalmannschaft der Damen und Herren, die exklusiv auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien begleitet werden.

Die Macher(innen) benötigen für dieses Crowdfounding-Projekt mindestens 280 000 Euro um den Film herstellen zu können. Kommen 400 000 Euro zusammen, wird es weitere kleine Filme und Dokumentationen geben. Werden es mehr als 400 000 Euro, kommt der Überschuss karitativen Hockey-Projekten zugute.

Fakten zum Projekt
Finanzierungszeitraum: 15. 10. 2015 bis 13. 1. 2016
Fundingschwelle: 280 000 Euro
Fundingziel: 400 000 Euro
Aktuelle Fundingsumme: 136 041 (Stand: 2. 12. 2015)
Wer mithelfen will, kann das hier tun