NSG Höltigbaum, NSG Stellmoorer Tunneltal
Redder auf Höltigbaum
(Naturschutzamt)
Pflanzen
Sandglöckchen
Die Pflanzen hier sind wahre "Hungerkünstler". Sie haben sich an die Nährstoffarmut und zeitweilige Wüstensituation angepasst. Einige Insekten sind in ihrer Entwicklung auf die meist winzigen Pflanzen angewiesen. In den feuchten Niederungen findet man Röhricht, Binsen, Seggen, Hochstauden und Feuchtwiesen. Auch das Breitblättrige Knabenkraut, eine Orchideenart, ist an einigen Stellen zu bewundern. In den Bruchwäldern der Niederungen des Stellmoorer Quellflusses und der Wandse wachsen hauptsächlich Schwarzerlen, Traubenkirschen, Birken, Seggen, Farne und Moose.
Krattwald
Tierwelt
Rinder im NSG Höltigbaum (2)
Heute sind dort unter anderem Knoblauch- und Erdkröte, Moor- und Grasfrosch, verschiedene Molche sowie Wald- und Zauneidechse heimisch. Neben den Reptilien und Amphibien kommen über 30 Libellenarten in den Naturschutzgebieten vor, von denen schon allein im Höltigbaum sieben Arten auf der roten Liste stehen. Im Stellmoorer Tunneltal kann man zum Beispiel die seltene Mond-Azur-Jungfer, die Große Königslibelle oder die Kleine Pechlibelle beobachten. In den Gewässern der Naturschutzgebiete findet man um die zehn Fischarten, darunter der Gründling und das Bachneunauge. Auf den durch die Renaturierung der Bäche entstandenen Feuchtwiesen suchen sich heute unter anderem der Kiebitz, die Bekassine und der Graureiher ihre Nahrung. Auch der Weißstorch wurde hier schon gesichtet.
Speziell die halboffene Landschaft des Höltigbaums bietet vielen gefährdeten Vogelarten einen Lebensraum. Er ist eines der bevorzugten Brutgebiete des Neuntöters, da er ihm mit seiner von Schlehen-, Weißdorn- und Wildrosenhecken durchzogenen Graslandschaft ausreichend Schutz und Nahrung bietet. Von Mai bis November präsentiert er sich besonders gerne aufrecht sitzend auf Büschen oder Zaunpfählen. Dieser etwa 17 cm große Rotrückenwürger ist dafür bekannt, dass er größere Insekten, Eidechsen, Jungvögel und sogar kleine Mäuse in Astgabeln klemmt oder auf Dornen aufspießt, um einen Nahrungsvorrat zu haben.
Teichlandschaft
Besonders typisch und eindrucksvoll sind die savannenartigen Grasfluren des Höltigbaum mit Rot-Schwingel und Rot-Straußgras. Ein Heer von Insekten nutzt die weite Steppe zur Nahrungssuche und Fortpflanzung. Durch eindringliches Zirpen locken Heuschrecken-Männchen an warmen Sommertagen Weibchen an. Eingestreut in die Landschaft finden sich Reste von Sand- und Lehmheiden.
Die Naturschutzgebiets-Verordnung finden Sie hier.
Information
HVV - Ihr "persönlicher Fahrplan"
Hundefreilauffläche im NSG Höltigbaum
Den Haupteingang "Eichberg" erreicht man mit der S 4 bis Rahlstedt, dann weiter mit dem Bus 268 bis Haltestelle Eichberg.

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