Der Dino der 1. Liga
HSV - Hamburger Sportverein
Der Hamburger Sportverein ist der Dinosaurier der Fußball-Bundesliga. Seit der ersten Saison 1963/1964 spielt der HSV ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse. Die größten Erfolge liegen schon ein paar Jahre zurück. Jetzt ist die 50. Bundesligaspielzeit gestartet, in der der HSV auch sein 125jähriges Jubiläum feiert.
Gründung des Vereins
„Als Gründungstag gilt der 29. September 1887“. So steht es in der Satzung des Hamburger Sportvereins. Obwohl die eigentliche Gründung des Vereins auf den 2. Juni 1919 datiert, als sich die drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888 und FC Falke 1906 zusammenschlossen. Weil aber der HSV die Tradition seiner drei Vorgängervereine fortsetzen wollte, ist das Jahr 1887 in der Satzung festgeschrieben.
Die Vereinsväter bestimmten die Hansefarben Rot und Weiß für das Trikot. Deshalb wird die Mannschaft auch „die Rothosen“ genannt. Beim Vereinswappen entschied man sich für eine Raute in den Farben Blau-Weiß-Schwarz, die Farben des ehrwürdigen SC Germania. Die Raute war damals ein oft verwendetes Symbol der Hamburger Handelsschifffahrt.
Drittgrößter Sportverein Deutschlands
Auch wenn der HSV in erster Linie durch seine Fußballprofis und Handballer (siehe HSV-Handball) bekannt ist, so ist er doch ein Verein für Breitensport. Vom Boxen bis zum Volleyball gibt es weit über 30 Abteilungen. Mit 71.304 Mitgliedern (Stand: 01. Oktober 2012) ist der HSV der drittgrößte Sportverein Deutschlands.
Ruhmreiche Vergangenheit
Die großen Erfolge des HSV liegen schon einige Zeit zurück, können sich aber sehen lassen. In der Bundesliga gewannen die Rothosen dreimal die deutsche Meisterschaft (1979, 1982, 1983), insgesamt schlagen sechs deutsche Meistertitel zu Buche. Dreimal wurde der HSV DFB-Pokalsieger und zweimal Ligapokalsieger. Auf internationaler Ebene gewann der HSV 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1983 den Europapokal der Landesmeister.
"Uns Uwe"
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(Bild: hamburg.de)
Der Hamburger Sportverein ist untrennbar mit dem Namen Uwe Seeler verbunden. Mit gerade einmal 16 Jahren lief Seeler 1953 das erste Mal für die Rothosen auf. Obwohl der gebürtige Hamburger zu seiner Zeit als bester Mittelstürmer der Welt galt, sollte „Uns Uwe“ dem Verein bis zum Ende seiner Karriere treu bleiben. In 239 Bundesligapartien erzielte er 137 Tore für die Hamburger. Der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft war zudem von 1995 bis 1998 HSV-Präsident. Kein Wunder, dass der HSV Seeler bereits zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt hat: Hinter der Nordtribüne der Imtech-Arena wurde eine große Bronzeskulptur seines rechten Fußes aufgestellt.
Die Fans: Freundschaften und Feindschaften
Viele HSV-Fans unterhalten gute Beziehungen zu den Fans von Hannover 96, da der Verein ebenfalls „HSV“ (für Hannoverscher SV) genannt wird. Auch die Fans von Arminia Bielefeld sind unter den HSV-Fans beliebt, weil der Club die gleichen Vereinsfarben besitzt. Auf internationaler Ebene bestehen gute Kontakte zu den Fans der Glasgow Rangers. Nicht ganz zufällig: Die Fans des Hamburger Lokalrivalen FC St. Pauli verstehen sich prächtig mit den Fans von Celtic Glasgow.
Eine offene „Feindschaft“ besteht traditionell zu den Fans des Stadtrivalen FC St. Pauli. Auch das Verhältnis zu Werder Bremen - ebenfalls Gründungsmitglied der Liga - ist angespannt. Die Tatsache, dass zwei traditionsreiche Bundesligisten ihre Heimat ausgerechnet in den beiden größten - und gerade einmal 100 Kilometer voneinander entfernten - deutschen Hansestädten haben, trägt sicher zu dieser Rivalität bei.
Maskottchen
Seit 2003 ist der Dinosaurier „Hermann“ das Maskottchen der Rothosen. Benannt wurde es nach dem verdienten Masseur Hermann Rieger, der 27 Jahre für den HSV tätig war.
Der Kader 2012/2013
Tor: Jaroslav Drobný, Rene Adler, Sven Neuhaus
Abwehr: Dennis Diekmeier, Michael Mancienne, Heiko Westermann, Jeffrey Bruma, Dennis Aogo, Zhi Gin Lam, Slobodan Rajkovic, Janek Sternberg
Mittelfeld: Marcell Jansen, Tomás Rincón, Ivo Ilicevic, Milan Badelj, Tolgay Arslan, Petr Jiracek, Jacopo Sala, Rafael van der Vaart, Per Skjelbred, Christian Nörgaard, Gojko Kacar
Sturm: Artjoms Rudnev, Maximilian Beister, Heung-Min Son, Marcus Berg
Trainer: (Thorsten Fink)
Noch mehr Fußball
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