Nachhaltigkeitssiegel
„Grünes Arbeiten" und Wohnen in Hamburgs Bestlage
Nach Stockholm 2010 hat Hamburg für das laufende Jahr den Titel der „Umwelthauptstadt Europas 2011" von der Europäischen Kommission verliehen bekommen. Viele Best Practice Beispiele zeigen, wie man auch in einer industriell geprägten Hafen- und Großstadt Umweltschutz und ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Wachstum kombinieren kann.
Auf dem MIPIM-Stand der Wirtschaftsförderung Hamburg präsentiert die HafenCity Hamburg als stadtentwicklungspolitisches Aushängeschild der Elbmetropole aktuell ihr „grünes Portfolio".
Büroneubauten mit Nachhaltigkeitssiegel
„Büro-, Einzelhandel- und Hotelimmobilien sind im Rahmen der Vergabepraxis im engen innerstädtischen Umkreis zwingend nach den Zertifizierungsstandards zu errichten", sagt Angela Zader von der Finanzbehörde Immobilienmanagement in Hamburg. Zader und Team sind zentrale Ansprechpartner, wenn es ums entwickeln, kaufen und verkaufen städtischer Grundstücke geht – und um sinnvolle Konversion von Flächen und Gebäuden.
Die HafenCity war mit ihrem Nachhaltigkeitssiegel, dem Umweltzeichen „Nachhaltigkeit am Bau" in Gold und Silber, noch schneller am Start als die DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) und hat seit Dezember 2008 bis heute bereits 16 Objekte für ihre klimafreundliche und nachhaltige Bauweise prämiert.
Als erstes Projekt bekam der Spiegel-Verlag für außergewöhnliche Bauleistungen als privater Bauherr seines 30.000 qm umfassenden Bürogebäudes, das im Sommer 2011 mit etwa 1200 Mitarbeitern auf der Ericusspitze bezogen wird, das goldene HafenCity-Umweltzeichen. Die Kriterien: Umgang mit energetischen Ressourcen und öffentlichen Gütern, Einsatz umweltschonender Baustoffe, besondere Berücksichtigung von Gesundheit und Behaglichkeit und nachhaltiger Gebäudebetrieb. Im Detail wird zum Beispiel getestet, inwieweit das Wohn-Arbeitsklima auch für Allergiker geeignet ist.
Arbeiten und Wohnen am Wasser hat nicht nur in der Elbhauptstadt einen wohl klingenden Namen. Der Hamburger Hafenbereich wurde in den vergangenen Jahren konsequent zu einem der begehrtesten deutschen Wohnviertel ausgebaut. Das knappe Angebot an Neubauten sorgt für entsprechende Preise. Gut betuchte Käufer und Anleger kommen zumeist aus Deutschland.
Besonders begehrt sind Immobilien mit einem Preisniveau von etwa zwei Millionen Euro. Die Quadratmeterpreise liegen hier bei etwa 5.000 bis 14.000 Euro. Dafür muss man zumindest nicht auf Platz verzichten – Wohnungen von bis zu 400 Quadratmetern sind keine Seltenheit in diesem Preissegment. Die schönsten Wohnungen befinden sich in den obersten Etagen mit Blick auf den Hafen und die Elbe. Einziger Wermutstropfen für Investoren, die ihre Immobilie vermieten wollen: Wegen der hohen Preise dauert es mitunter lange, bis sich eine Rendite einstellt.
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