Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

Senatsempfang Wegbereiter der Inklusion im Sport

Am Mittwoch, den 03. Dezember 2014 wurde im großen Festsaal des Hamburger Rathauses die Auszeichnung “Wegbereiter der Inklusion“ 2014 für vorbildliche Projekte im Bereich Sport vergeben. Die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner und der Leiter des Inklusionsbüros, Klaus Becker haben diese Auszeichnung initiiert, um die vielen kleinen und großen Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung im Sport zu würdigen. Die Auszeichnung „Wegbereiter der Inklusion“ wurde in diesem Jahr erstmalig vergeben.

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Senatsempfang, Wegbereiter der Inklusion im Sport, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Inklusionsbüro Hamburg, FHH

Aus insgesamt 12 beeindruckenden Bewerbungen von Sportvereinen und Sportgruppen, die ein breites Angebot unterschiedlicher Sportarten wie z.B. Basketball, Fahrradfahren, Judo oder Paddeln aufzeigten, wählte eine Jury drei ganz besonders herausragende Beispiele gleichwertig aus.


Die „Wegbereiter der Inklusion“ 2014 sind:

  • Phoenix-Sport e.V. für gelebte Inklusion im Sportverein mehr
  • Initiative Freiwurf Hamburg für inklusiven Handballsport mehr
  • Die 1. Basketball-Damenmannschaft des SV-Eidelstedt mit ihrem gehörlosen Trainer Jens Goetz für ihr selbstverständliches und gegenseitig bereicherndes Zusammenspiel mehr


Vor 350 Gästen aus Politik, Sport und Zivilgesellschaft hob Gastgeber Senator Scheele in seiner Begrüßung hervor, dass in einer inklusiven Gesellschaft alle Menschen selbstverständlich dazu gehören (zur Rede). Dr. Jürgen Mantell, Präsident des Hamburger Sportbundes unterstrich in seiner Rede die Bedeutung von Sport als Vorreiter für Inklusion in Hamburg, da in der Stadt bereits seit vielen Jahren Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben. Die hier heute Auszuzeichnenden stehen symbolisch für die Vielfalt des Sports von Menschen mit und ohne Behinderung in Hamburg“. (zur Rede)

Die Auszeichnung wurde bei vielen Gästen mit großer Spannung erwartet, da den Bewerberinnen und Bewerbern das Ergebnis vorher nicht bekannt gegeben wurde. Moderiert wurde sie vom Hamburger Sportkommentator und ehemaligen National-Hockeyspieler Christian Blunck, der sich von den beachtenswerten inklusiven Sportangeboten begeistert zeigte.

Über eine PowerPoint-Präsentation wurden die Vereins-Logos aller Bewerber für die Gäste sichtbar gemacht. Dadurch bekamen nicht nur die drei ausgezeichneten Initiativen eine Würdigung, sondern alle anderen neun weiteren Bewerbungen auch. Denn leider konnten nicht alle ausgezeichnet werden, obwohl jede der Sportgruppen großartiges für die Inklusion im Sport leistet. (alle Logos)

Geht es nach Ingrid Körner, Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg, dann war diese Auszeichnung nicht die letzte. „Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Auszeichnung zukünftig auch in anderen Lebensbereichen wie Kultur, Wohnen, Tourismus und viele mehr, vorgenommen wird. Denn auch dort gibt es Wegbereiter der Inklusion.“

Der Senatsempfang wurde durch den Auftritt einer inklusiven Tanzgruppe von „K-Produktion“ unter der Leitung von Christian Judith bereichert. Die vier Mitglieder der Tanzgruppe zeigten in einzigartiger Weise, dass ein Rollstuhl und ein auf die Behinderung eines Tänzers zugeschnittenes Spezial-Dreirad sich wunderbar in die Choreographie einfügen. Die Darstellung wurde mit großem Applaus der Gäste gewürdigt.

Gebärdensprach- und Schriftdolmetscherinnen begleiteten den gesamten Senatsempfang. Das Programm und die Liste mit den Namen allen Bewerbungen lagen in Schwarz- und Brailleschrift auf allen Sitzplätzen.

Am Ende der Auszeichnungen waren alle Gäste zu Getränken und Fingerfood eingeladen. Fröhliche Gesichter und munteres Geplauder machten deutlich, dass der Senatsempfang vielen Menschen gefallen hat und rege genutzt wurde, um sich auszutauschen.

-> zu den Internetseiten der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

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