Kriminalstatistik: Rückläufiger Trend hält an – niedrigster Stand seit 1983
(© Innenbehörde 2009)
Innensenator Christoph Ahlhaus:„Die rückläufigen Kriminalitätszahlen sprechen für sich, der Trend der letzten Jahre ist ungebrochen. Hamburg ist wieder ein Stück sicherer geworden. Die aktuelle Statistik und mehr als 80.000 Straftaten weniger als noch 2001 sind der klare Beleg für unverändert konsequente Polizeiarbeit und erfolgreiche Verbrechensbekämpfung zugleich. Für ihre engagierte Leistung möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Polizei Hamburg stellvertretend für die Menschen in unserer Stadt herzlich danken.“
Diebstahlsdelikte: Rückgang um -1,5 % (-1.663 Fälle)
Der seit 2002 rückläufige Trend bei der Diebstahlskriminalität setzt sich insgesamt weiter fort. Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2007 gingen die Fallzahlen 2008 um -1.663 (-1,5 %) auf 108.296 zurück. Der leichte Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus den gesunkenen Fallzahlen beim Diebstahl in, an und aus Kraftfahrzeugen (-2.706 Fälle bzw. -10,2 %) und den Einbrüchen in und aus Boden-, Kellerräumen und Waschküchen (-807 Taten, dies entspricht -15,7 %). Beim Wohnungseinbruch (+1.099 Taten bzw. +19,2 % mehr als 2007), beim Fahrraddiebstahl (+574 Fälle bzw. +4,9 %) sowie beim Taschendiebstahl insgesamt (gegenüber 2007 waren dies +554 Straftaten mehr, was einer Steigerung von +5,9 % entspricht) war jeweils ein Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen.
Gewaltkriminalität: erneuter Rückgang um -0,2 % (- 20 Taten)
Insgesamt ging die Gewaltkriminalität geringfügig um -0,2 % bzw. -20 Taten auf 8.846 Fälle zurück. Die Entwicklung der Gewaltkriminalität verlief für die einzelnen darunter zusammengefassten Deliktsbereiche jedoch uneinheitlich.
Für den Deliktsbereich Gewaltkriminalität wurden 2008 insgesamt 2.882 Tatverdächtige unter 21 Jahren ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl damit um -166 bzw. -5,4 %. 2008 wurden insgesamt 17.038 Tatverdächtige unter 21 Jahren festgestellt, 2007 waren es noch 18.371 (-1.333 bzw. -7,3 %). 2008 wurden insgesamt 25.088 Straftaten durch unter 21-Jährige Tatverdächtige begangen, -680 weniger als 2007 (-2,6 %).
Tötungsdelikte: Anstieg um +33 Fälle
Gestiegen sind die Fallzahlen bei den vorsätzlichen Tötungsdelikten (Mord sowie Totschlag/ Tötung auf Verlangen). Nach der auffallend niedrigen Fallzahl im Jahr 2007 ist sie in 2008 um 33 Fälle auf nunmehr 77 Taten gestiegen.
Raubstraftaten: rückläufige Entwicklung hält an(-2,8 % / -88 Taten)
Bei den Raubstraftaten ist insgesamt eine rückläufige Entwicklung festzustellen, es wurden 3.005 Taten registriert, das sind -88 (-2,8 %) weniger als 2007. Der Entwicklung der vergangenen Jahre folgend gingen die sonstigen Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen weiter um -138 Fälle (-7,1 %) auf nunmehr 1.799 Taten zurück.
Schwere Sexualdelikte: Anstieg um +27,7 % (+54 Fälle)
Demgegenüber stiegen die Fälle von Vergewaltigung/besonders schwere Fälle der sexuellen Nötigung nach einem Rückgang im Vorjahr im Jahr 2008 um 54 Fälle (+27,7 %) auf 249 Taten an.
Körperverletzungsdelikte: Anstieg um +5,0 % (+1.058 Taten)
Die Entwicklung bei den Körperverletzungsdelikten verlief 2008 uneinheitlich. Während die Fälle von gefährlicher/schwerer Körperverletzung geringfügig um -19 (-0,3 %) auf
(© Innenbehörde 2009)
Innensenator Christoph Ahlhaus, Polizeipräsident Werner Jantosch und der Leiter des Hamburger Landeskriminalamtes, Reinhard Chedor, stellten am Donnerstag, 19. März 2009, die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2008 vor (Foto: Marco Herr)
5.510 zurückgingen, stieg die Fallzahl der vorsätzlichen leichten Körperverletzungen (zum Beispiel Ohrfeigen) um +1.053 (+7,1 %) auf 15.925 an. Insgesamt nahmen Körperverletzungsdelikte im Jahr 2008 um +1.058 (+5,0 %) auf 22.111 Fälle zu.
Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel: Rückgang um -32,0 % (-1.802 Fälle)
Die Anzahl der Fälle von Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel (z.B. EC- oder Kreditkarten) ging im Jahr 2008 um -1.802 auf 3.835 Taten (-32,0 %) zurück. Den größten Anteil an dieser Entwicklung haben die Betrugstaten mit rechtswidrig erlangten Debitkarten ohne PIN (EC-Lastschriftverfahren) mit einer Abnahme um -985 (-43,8%) auf 1.266 Fälle.
Sachbeschädigung: geringfügiger Anstieg um +0,9% (+247 Taten)
Bei der Sachbeschädigung ist gegenüber dem Vorjahr ein geringfügiger Anstieg um +247 Taten bzw. +0,9 % auf 26.308 Fälle festzustellen. Der Anstieg ist überwiegend auf die leicht gestiegene Fallzahl bei den Sachbeschädigungen durch Graffiti (Anstieg um +131 bzw. +2,7 %) auf 4.924 Taten zurückzuführen.
Rauschgiftdelikte: Rückgang um - 3,0 % (- 323 Fälle)
Die Rauschgiftdelikte nahmen um -3,0 % bzw. - 323 auf 10.467 Fälle ab, beim illegalen Handel/Schmuggel bzw. der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln wurden 1.890 Fälle und damit - 145 weniger als im Jahr 2007 festgestellt. Die Fortführung der Maßnahmen aus der „Handlungsanweisung zur Bekämpfung öffentlich wahrnehmbarer Drogenkriminalität“ (Polizeipräsenz, Platzverweise, Aufenthaltsverbote und Strafverfolgung) hat auch 2008 dazu geführt, dass die mit diesem Kriminalitätsphänomen einher gehenden Erscheinungsformen in der Öffentlichkeit weitestgehend nicht mehr festzustellen sind.
Innensenator Christoph Ahlhaus: „Die Menschen sind bei den Hamburger Sicherheitsbehörden nach wie vor in guten Händen. Und sie können sich darauf verlassen, dass das auch in Zukunft so bleibt: Wir können nach den abgeschlossenen Haushaltsberatungen für die Jahre 2009 und 2010 optimistisch in die Zukunft blicken: Die Einsatzbereitschaft der Polizei auf dem bekannt hohen und modernen Leistungsniveau ist sichergestellt und wird nach spürbaren Strukturverbesserungen seit dem Jahr 2001 durch gezielte Maßnahmen nochmals gestärkt.“
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(Innenbehörde)
Die Innenbehörde im Internet: www.hamburg.de/innenbehoerde

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