Behörde für Inneres und Sport

Erstaufnahmeeinrichtung Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung

Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung

Die Länder sind aufgrund bundesrechtlicher Bestimmungen verpflichtet, zentrale Einrichtungen für die Erstaufnahme Asylsuchender vorzuhalten (§ 44 AsylVfG); Asylbewerber sind in der Regel verpflichtet, bis zu längstens sechs Monaten in diesen Einrichtungen zu wohnen (§ 47 AsylVfG). Die Zuständigkeit für die aufenthalts- und die leistungsrechtliche Sachbearbeitung in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung liegt in Hamburg bei der Behörde für Inneres und Sport.

Bis Anfang 2012 hielt Hamburg 270 Plätze in der Zentralen Erstaufnahme vor, von denen sich 200 Plätze in der Einrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Nostorf /Horst und 70 Plätze in der früheren Anlaufstelle in der Sportallee 70 in Hamburg-Nord befanden.

Die Zahl der Flüchtlinge, die von Hamburg aufgenommen und untergebracht werden müssen, hat sich seitdem vervielfacht. Zwischenzeitlich ist die Kapazität der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung mehrfach drastisch erhöht worden, um mit der Zugangsentwicklung Schritt zu halten.

Die zentrale Anlaufstelle für die Flüchtlinge befindet seit seit Juni 2014 in der Harburger Poststraße. Neben weiteren Standorten auf Hamburger Stadtgebiet wird eine Einrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Nostorf/Horst mitgenutzt. Zwischen der Behörde für Inneres und Sport und das Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern besteht seit 2006 eine Zusammenarbeit in Bezug auf die Erstunterbringung von Asylbewerbern und anderen ausländischen Flüchtlingen.

. vergrößern Beschilderung Harburger Poststraße (Bild: Einwohner-Zentralamt)

Die Lage der übrigen dezentralen Standorte der Zentralen Erstaufnameeinrichtung finden Sie hier..

Betreiber sind fördern&wohnen und weitere Hilfsorganisationen, die sich unter anderem um die Versorgung und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner kümmern. Um den inneren und äußeren Frieden zu gewährleisten, ist an den verschiedenen Standorten ein Wachdienst eingesetzt.

Näheres finden Sie unter Fragen und Antworten zur Unterbringung auf der Seite der Behörde für Arbeit, Soziale, Familie und Intergration.

Zum Verfahren:

In der Harburger Poststraße verbleiben die Bewohner in der Regel nur für eine kurze Zeit, da es sich hier um die Anlaufstelle handelt. Sie werden zeitnah im Rahmen des bundesweiten Verteilungsverfahrens nach einem Verteilungsschlüssel  entweder anderen Bundesländern zugewiesen oder im Falle des Verbleibs in Hamburg an andere Standorte der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet. Sollten die Asylsuchenden einem anderen Bundesland zugewiesen werden, erhalten sie von der Anlaufstelle eine Fahrkarte zur Fahrt zum vorgeschriebenen Zielort. 

Vergleichszahlen der vergangenen 5 Jahre sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Jahr

Zahl der Zuweisungen

davon Weiterleitung in andere Bundesländer

davon Verbleib in Hamburg

2011

4.348

2.324

2.024

2012

5.422

3.001

2.421

2013

8.300

4.271

4.029

2014

13.042

6.072

6.970

201540.86818.55322.315

Allgemeines finden Sie unter www.hamburg.de/fluechtlinge

Für die Entscheidung über den Asylantrag ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig.

Kontakt

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Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Inneres und Sport
Einwohner-Zentralamt
Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung
Harburger Poststraße 1
21079 Hamburg

Öffnungszeiten

montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr, mittwochs geschlossen