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Kein Asthma durch Schwimmbadbesuch

Schwimmbadbesuch fördert die Gesundheit und ist insbesondere auch für Kinder empfehlenswert

Manchen Eltern ist Anfang des Jahres ein Schrecken durch die Glieder gefahren, als sie lesen mussten, dass das Umweltbundesamtes vom Babyschwimmen für Kindern mit einer allergischen Veranlagung abgeraten hat. Anlass der Warnung war die Befürchtung, dass durch chlorhaltige Substanzen in der Schwimmbadluft insbesondere Kinder unter 2 Jahren möglicherweise an Asthma erkranken könnten. Als Auslöser wurde der Nachweis von Trichloramin in der Schwimmbadluft angeführt.

Nach Auswertung der vorhandenen Studien sind die Gesundheitsbehörden der Länder allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass es für das vermutete Asthmarisiko keine Belege gibt. Vielmehr zeigen zwei neuere große Studien an mehreren tausend Kindern, dass Babyschwimmen eher vor Asthma schützt.

Nach Ansicht der Gesundheitsbehörden fördert ein Schwimmbadbesuch die Gesundheit und ist insbesondere auch für Kinder empfehlenswert. Vor dem Baden sollte allerdings gründlich geduscht werden.

Alle, die schon mal in einem Hallenbad waren, kennen den typischen Schwimmbadgeruch. Verantwortlich hierfür ist die Verbindung Trichloramin. Diese Verbindung entsteht im Schwimmbadwasser durch die Reaktion von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln mit der vom Badegast eingetragenen organischen Substanz. Trichloramin ist leicht flüchtig und verdunstet aus dem Schwimmbadwasser. Es kann Schleimhäute der Augen und Atemwege reizen. Wegen dieser Reizwirkung muss der Gehalt an Trichloramin im Schwimmbadwasser verringert werden. Hierzu kann jeder Badegast beitragen, indem er sich vor dem Betreten des Beckens gründlich reinigt.

Von Kinder- und Lungenfachärzten wird der Schwimmbadbesuch für Asthmakranke ausdrücklich empfohlen, da körperliche Anstrengungen in der feuchten Schwimmbadluft gerade für diese Personengruppe uneingeschränkt möglich sind. Auch gibt es keine stichhaltigen Belege dafür, dass Babys durch frühes Baden in ihrem späteren Leben häufiger an Asthma erkranken. Studien belegen vielmehr eher das Gegenteil. Aus diesem Grund wird vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte vor übertriebener Panikmache gewarnt.

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