Senatskanzlei

Verantwortung für eine gerechte Welt Hamburg ist zum dritten Mal "Fairtrade-Stadt"!

Hamburg gehörte 2011 zu den ersten 40 deutschen Städten, die wegen ihres Engagements für den Fairen Handel  in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von TransFair e.V. mit dem weltweit vergebenen Titel einer „Fair Trade Town“ ausgezeichnet wurde. Mittlerweile zählt Deutschland zehnmal so viele Fairtrade-Städte, deren Qualifikation regelmäßig überprüft wird.

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Hamburg ist zum dritten Mal "Fairtrade-Stadt"!

Hamburg bleibt Deutschlands größte Fairtrade-Stadt

Anlässlich der Erneuerung des Titels für Hamburg hat Heinz Fuchs, Aufsichtsratsvorsitzender von TransFair e.V., die Urkunde „Hamburg bleibt Fairtrade-Stadt“ an Staatsrat Wolfgang Schmidt, den Bevollmächtigten beim Bund, bei der Europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten übergeben.

Staatsrat Schmidt: „Wir wollen den Fairen Handel fördern. Hamburg engagiert sich – und wird das weiter tun. Das hat der Senat in seinem Regierungsprogramm festgeschrieben.  In der öffentlichen Beschaffung der Stadt werden fair gehandelte Produkte künftig eine noch größere Rolle spielen.  Fairer Ausgleich von Interessen und fairer Umgang miteinander sollte auch Leitlinie in der internationalen Politik sein. Wir hoffen, dass von dem G20-Gipfel in Hamburg auch in dieser Hinsicht positive Signale ausgehen.“

Im Anschluss an die Urkundenübergabe wurde der Startschuss für den Staffelstart der neuen Aktion „Unsere Faire Rolle – im Bezirk Eimsbüttel“ gegeben. Bis Ende Juni werden fünf Firmen und Einrichtungen im Bezirk – aus den Bereichen Einzelhandel, Schule und Kirche – beispielhaft ihr Engagement für den Fairen Handel präsentieren und auf einer weitergereichten Schriftrolle dokumentieren.

Fairer Handel

Die Fairtrade-Idee basiert auf den Prinzipien der sozialen, ökonomischen und ökologischen Gerechtigkeit. Produkte, die das Fairtrade-Logo tragen, werden unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Die Bauern bekommen Mindestpreise für ihre Waren gezahlt, sodass ihre Existenz gesichert ist. Ausbeutung, Kinderarbeit und Sklaverei sind verboten. Allgemein sollen die Rechte der Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika gestärkt werden, sodass sie selbstbestimmt arbeiten und leben können.

Der Hamburger Senat möchte den Fairen Handel in der Hansestadt fördern. Die Senatskanzlei fungiert gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft als Steuerungsgruppe und koordiniert alle Fairtrade-Aktivitäten in Hamburg. Durch die geografische Lage der Stadt und die Wirtschaft ist Hamburg weltweit vernetzt und trägt somit einen Anteil an der Verantwortung für eine gerechtere Welt. Durch die Auszeichnung als „Fairtrade-Stadt“ ist Hamburg bestärkt, das Thema Fairer Handel und die Verbreitung der Produkte gemeinsam mit Unternehmen und Initiativen weiter voranzubringen. Die Stadt muss einige Kriterien erfüllen, damit sie die Auszeichnung tragen darf.

So dürfen bei Sitzungen und Veranstaltungen im Hamburger Rathaus ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee serviert werden. In den Einzelhandelsgeschäften, Gastronomiebetrieben und in öffentlichen Einrichtungen wie Bildungsstätten und Kirchen werden fair gehandelte Produkte verkauft und verwendet.

Faire Bildung

In Hamburg gibt es mittlerweile auch eine „Fairtrade-Schule“. Die Stadtteilschule Eidelstedt ist im August 2014 zur ersten „Fairtrade-Schule“ Hamburgs ausgezeichnet worden. Die ausgezeichneten Schulen verankern das Thema Fairer Handel im Schulalltag und schärfen das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln. An der Schule werden fair gehandelte Produkte zum Verkauf angeboten, das Thema wird in verschiedenen Klassenstufen und Unterrichtsfächern behandelt. Die Idee findet immer mehr Verbreitung. Deutschlandweit gibt es über 100 Fairtrade-Schulen.

Der Verein TransFair e.V. überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Fairtade-Städte in der Welt ihrem Titel weiterhin gerecht werden. Hamburg wird in seinem Ziel, faire Produkte noch stärker in der Stadt anzubieten und das Bewusstsein der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schärfen, von vielen Akteuren unterstützt. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Stadt ein. Ziel von „hamburg mal fair“ ist es, ein öffentliches Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu entwickeln. 2010 startete das Projekt „Fairtrade-Stadt Hamburg“, um Politik, Verwaltung und Wirtschaft in ihren Initiativen zum Fairen Handel zu begleiten.

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